SP500 7.717,43 +1,73%DJ30 53.356,02 +3,13%NAS100 28.617,82 +1,06%GER40 26.598,81 +2,92%EU50 6.313,20 +2,67%BTCUSD 80.640,98 +3,53%ETHUSD 2.434,85 +6,17%VIX 17,73 -10,23% SP500 7.717,43 +1,73%DJ30 53.356,02 +3,13%NAS100 28.617,82 +1,06%GER40 26.598,81 +2,92%EU50 6.313,20 +2,67%BTCUSD 80.640,98 +3,53%ETHUSD 2.434,85 +6,17%VIX 17,73 -10,23%
JETZT LIVEAKTIENREGIONENKRYPTOALGOTRADINGBROKER & TOOLS

GFT Technologies Prognose: NuWays sieht BUY-Potenzial nach Q3-Vorschau

Kann GFT Technologies das Vertrauen der Analysten zurückgewinnen, nachdem NuWays ein deutliches Wachstumspotenzial nach der Q3-Vorschau sieht?

Erwähnte Aktien
GFT
Schlusskurs 27,65€ +1,47% 04.11.26 17:23 Uhr MEZ
GFT Technologies SE

NuWays erwartet kräftigeres Wachstum

Die Einschätzung der NuWays AG vom 4. November basiert auf einer Vorschau, nicht auf bereits veröffentlichten Quartalsergebnissen. Nach einem Umsatzwachstum von 6,1 Prozent im zweiten Quartal rechnen die Analysten nun mit einer Beschleunigung. Lateinamerika soll der wichtigste Wachstumstreiber bleiben; für Großbritannien erwarten sie Zuwächse gegenüber dem Vorjahr und dem Vorquartal.

Auch beim bereinigten EBIT sieht NuWays eine stärkere Entwicklung als beim Umsatz: Es soll um 16,9 Prozent auf 18 Millionen Euro steigen. Daraus ergäbe sich eine bereinigte EBIT-Marge von 7,8 Prozent, 0,6 Prozentpunkte mehr als ein Jahr zuvor. Als Gründe nennt die Analyse eine verbesserte Profitabilität in Großbritannien, höhere Personaleffizienz und geringere Abschreibungen auf Büromieten.

Warum hält NuWays die Jahresprognose für zu vorsichtig?

Das Kursziel von 32 Euro leitet NuWays aus einem Discounted-Cashflow-Modell ab und bezieht sich auf einen Anlagehorizont von zwölf Monaten. Die Aktie notierte bei 27,65 Euro, nach 27,25 Euro am Vortag, ein Plus von 1,47 Prozent.

Für das Gesamtjahr 2026 hält die Analyse das Unternehmensziel von 71 Millionen Euro bereinigtem EBIT für konservativ. Auf Grundlage der eigenen Quartalsschätzung würde dieses Ziel laut NuWays einen Rückgang des bereinigten EBIT um rund 7 Prozent im vierten Quartal voraussetzen, nachdem für das dritte Quartal ein Wachstum von rund 17 Prozent erwartet wird. NuWays hebt die eigene Schätzung für 2026 um rund 3 Prozent auf 73 Millionen Euro an.

GFT Technologies SE Aktienchart - 252 Tage Kursverlauf - November 2026

Vertrauen hängt von der weiteren Umsetzung ab

NuWays verweist auf wiederholte Prognosesenkungen in den Jahren 2023 bis 2025. Eine anhaltend gute Geschäftsentwicklung könnte nach Einschätzung der Analysten das Vertrauen in den Ergebnispfad wieder stärken. Für das vierte Quartal kalkuliert die Analyse allerdings weiterhin mit einem Wachstum des bereinigten EBIT von nur rund 3 Prozent.

Als längerfristige Stützen nennt NuWays die Expertise im Bankgeschäft und das Wissen über komplexe IT-Systeme der Kunden. Beides könne Folgeaufträge begünstigen, wenn Banken ihre Kernplattformen modernisieren. Zudem könnten der Ausbau des Smartshore-Modells und ein stärkerer Fokus auf höherwertige Dienstleistungen die Marge unterstützen.

Auch bei Siltronic steht der Ausblick im Mittelpunkt

Bei GFT richtet sich der Blick auf die erwartete Erholung von Wachstum und Profitabilität. Eine andere Perspektive auf Quartalsergebnisse und Jahresziele bietet die Siltronic-Meldung zum starken dritten Quartal und angehobenen Ausblick.

Fazit

NuWays erwartet bei GFT im dritten Quartal beschleunigtes Umsatzwachstum und ein überproportionales Plus beim bereinigten EBIT; zugleich hält die Analyse die Jahreszielsetzung für vorsichtig. Für Anleger stehen damit die bestätigte BUY-Einstufung und das Kursziel von 32 Euro einer Prognose gegenüber, deren Erfüllung von weiterer operativer Verbesserung abhängt. Die nächsten Quartalszahlen werden zeigen, ob Wachstum und Profitabilität die Erwartungen stützen und neues Vertrauen schaffen.

MTU Aero Engines Stimmrechtsmitteilung: BlackRock erhöht Aktienanteil, Gesamtposition sinkt

BlackRock hat seine Beteiligung an MTU Aero Engines angepasst – doch was bedeuten die verschobenen Stimmrechtsanteile wirklich für den Luftfahrtzulieferer und seine Anleger?

Erwähnte Aktien
MTX
Schlusskurs 342,90€ +2,36% 04.11.26 17:25 Uhr MEZ
MTU Aero Engines AG

BlackRocks Aktienanteil steigt, Gesamtposition sinkt

BlackRock, Inc. meldete, dass die Schwelle am 30. Oktober erreicht wurde. Die Mitteilung wurde am Mittwoch veröffentlicht. Die Stimmrechte aus Aktien summieren sich nun auf 9,06 Prozent; zuvor waren 8,87 Prozent gemeldet. Einschließlich der zugerechneten Instrumente beträgt die Position 9,46 Prozent nach zuvor 9,76 Prozent. BlackRock hält demnach mehr Stimmrechte über Aktien, aber insgesamt einen geringeren Anteil als in der vorherigen Meldung.

Die Differenz erklärt sich auch durch die ausgewiesenen Instrumente: Deren Anteil sank von 0,89 auf 0,40 Prozent. Die Meldung weist unter anderem verliehene Wertpapiere mit Rückrufrecht sowie Differenzkontrakte aus. Aus der Mitteilung geht nicht hervor, dass BlackRock eine bestimmte strategische Absicht mit der Veränderung verfolgt.

Analysten setzen unterschiedliche Akzente

Die Einschätzungen zur Aktie gehen auseinander. BofA stufte MTU von „Buy“ auf „Neutral“ zurück und begründete dies mit Margendruck und möglichen Risiken für Gewinnschätzungen. Als Kursziel werden 370 Euro genannt; ob BofA dieses Ziel verändert hat, ist nicht ausgewiesen.

Die DZ Bank hält dagegen an ihrer Kaufempfehlung und einem fairen Wert von 445 Euro fest. Analyst Holger Schmidt verweist auf das Wachstum des Luftverkehrs, eine steigende installierte Triebwerksbasis und ältere Flugzeugflotten. Das spreche für einen hohen Anteil des margenstarken Ersatzteilgeschäfts und eine hohe Auslastung der Wartung. Den Bewertungsabschlag der Aktie im Branchenvergleich beziffert er auf rund 40 Prozent.

MTU Aero Engines AG Aktienchart - 252 Tage Kursverlauf - November 2026

Was bedeutet die Entwicklung für Anleger?

Der Kursanstieg um 2,36 Prozent steht neben der vorsichtigeren Einschätzung von BofA, beweist aber für sich genommen weder eine Entwarnung beim Margendruck noch eine Bestätigung der DZ-Bank-These. Die beiden Kursziele liegen über dem aktuellen Kurs, beruhen jedoch auf unterschiedlichen Bewertungen der Ertrags- und Margenperspektiven. Die Stimmrechtsmeldung liefert ihrerseits keine Erklärung für die Tagesbewegung.

Fazit

BlackRock meldet einen höheren Anteil an MTU-Stimmrechten aus Aktien, während die gesamte Position einschließlich Instrumenten zurückging; zugleich reichen die Analystenurteile von neutral bis kaufen. Für Anleger macht diese Kombination deutlich, dass Beteiligungsmeldung, Kursanstieg und Einschätzungen zu Margen und Ersatzteilgeschäft getrennt zu bewerten sind. Die nächsten Unternehmensinformationen und die weitere Entwicklung der Profitabilität werden zeigen, welche Analysteneinschätzung sich besser bewährt – Anleger können die Faktoren gezielt im Blick behalten.

Vonovia Aktie: Kursanstieg trotz vorsichtigerer Prognose für 2026

Die Vonovia Aktie legt heute kräftig zu – doch wie passt das zum vorsichtigeren Ausblick und dem angekündigten CFO-Wechsel?

Erwähnte Aktien
VNA
Aktuell 17,04€ +4,48% 04.11.26 17:13 Uhr MEZ
Vonovia SE

Höhere Mieten, schwächeres Verkaufs- und Neubaugeschäft

In den ersten neun Monaten profitierte Vonovia von gestiegenen Mieteinnahmen. Auch das Geschäft mit Zusatzdienstleistungen entwickelte sich deutlich besser. Weniger gut liefen dagegen Wohnungsverkäufe und Neubau. Als Belastung wirkten sich die in den vergangenen Monaten gestiegenen Zinsen aus.

Der Kursanstieg auf 17,04 Euro fällt in eine Phase vorsichtigerer Unternehmensziele: Ende Oktober hatte der Konzern seine Prognose für 2026 angepasst und Ziele für 2028 revidiert. Als Grund für den vorsichtigeren Ausblick nannte er unter anderem höhere Finanzierungskosten und ein schwächeres Transaktionsgeschäft.

Was bedeutet der CFO-Wechsel für den Konzern?

Finanzchef Philip Grosse will seinen Vertrag nicht über das kommende Jahr hinaus verlängern. Das Unternehmen erwartet, seinen Nachfolger in Kürze bekanntzugeben. Grosse soll bis zum Wechsel im Amt bleiben und einen geordneten Übergang ermöglichen.

Christian Auzanneau von AlphaValue wertet den angekündigten Abgang als Zeichen dafür, dass die Expansionsphase beendet sei. Der Konzern könnte sich stärker auf den Schuldenabbau ausrichten müssen, schrieb der Analyst. Das ist eine Einschätzung zur strategischen Bedeutung des Wechsels, keine neue Unternehmensprognose.

Auch die politische Debatte um eine mögliche Vergesellschaftung von Wohnungsbeständen in Berlin bleibt ein Thema. Vorstandschef Luka Mucic hält solche Pläne für ungeeignet, um die Wohnraumknappheit zu bekämpfen. Sie schafften keine zusätzlichen Wohnungen und könnten nach seiner Einschätzung das Vertrauen in Eigentum und Investitionen schwächen.

Eine Vergesellschaftung schaffe keine einzige zusätzliche Wohnung.
— Luka Mucic
Fazit

Vonovia wächst bei Mieten und Dienstleistungen, steht aber bei Verkäufen, Neubau und Finanzierung unter Druck; zugleich kündigt sich ein Wechsel an der Finanzspitze an. Für Anleger sind der aktuelle Kursanstieg und die vorsichtigeren Unternehmensziele gemeinsam einzuordnen, denn die operative Stärke allein beseitigt die Belastungen nicht. Die nächsten Entwicklungen bei Finanzierung, Transaktionen und der CFO-Nachfolge werden zeigen, wie belastbar der Kursimpuls ist.

Siltronic Prognose: Starkes Q3 übertrifft Erwartungen und hebt Jahresausblick an

Kann Siltronic trotz anhaltender Belastungen den positiven Schwung aus dem dritten Quartal nutzen, um die Anleger langfristig zu überzeugen?

Erwähnte Aktien
WAF
Aktuell 60,78€ +2,14% 04.11.26 16:13 Uhr MEZ
Siltronic AG

Wie stark fiel das dritte Quartal aus?

Im dritten Quartal 2026 erzielte Siltronic AG einen Umsatz von 355,4 Millionen Euro, verglichen mit 300,3 Millionen Euro im Vorjahresquartal. Das EBITDA erhöhte sich auf 81,3 Millionen Euro nach 65,7 Millionen Euro; die EBITDA-Marge lag bei 22,9 Prozent, nach 21,9 Prozent vor einem Jahr. Jefferies zufolge übertraf der Umsatz die Konsensschätzung um sechs Prozent und das EBITDA die Erwartung um sieben Prozent. Analysten hatten einen Gewinn je Aktie von minus 1,76 Euro erwartet; das Unternehmen meldete einen verwässerten Verlust je Aktie von 1,46 Euro. Ein bereinigter Gewinn je Aktie wurde in den Angaben nicht ausgewiesen.

Der höhere Absatz von 300- und zunehmend auch 200-Millimeter-Wafern trug zum Wachstum bei. Vorstandschef Michael Heckmeier sagte, die starke Nachfrage nach beiden Wafergrößen und die Wechselkursentwicklung ermöglichten eine Verbesserung des Jahresausblicks. Die Nachfrage nach 300-Millimeter-Wafern sei stark; bei 200-Millimeter-Wafern nehme sie ebenfalls zu. Für die Halbleiterproduktion erweitert Siltronic seine Kapazitäten in Singapur, wo das Unternehmen besonders vom durch Künstliche Intelligenz gestützten Marktwachstum profitieren will.

Was bedeutet der neue Jahresausblick?

Für 2026 rechnet Siltronic nun mit einem Umsatz in Höhe des Vorjahres. Zuvor hatte das Management einen Rückgang im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich erwartet. Als Wechselkursannahme nennt das Unternehmen für das vierte Quartal 1,14 US-Dollar je Euro. Die EBITDA-Marge soll nun 22 bis 24 Prozent erreichen, statt der zuvor genannten Spanne von 20 bis 24 Prozent. Die Investitionsausgaben werden mit 180 bis 200 Millionen Euro veranschlagt; die Abschreibungen und Amortisationen mit 480 bis 500 Millionen Euro. Die Prognose für EBIT und Netto-Cashflow bleibt unverändert: Das EBIT soll deutlich unter dem Vorjahreswert liegen, der Netto-Cashflow ungefähr auf Vorjahresniveau.

Der Ausblick stützt sich auf höhere Nachfrage und günstigere Wechselkursentwicklungen. Gleichzeitig bleibt die Profitabilität durch hohe Abschreibungen belastet. In den ersten neun Monaten lag das EBIT bei minus 146,7 Millionen Euro nach plus 7,2 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Der Periodenverlust betrug 184,9 Millionen Euro; die Abschreibungen beliefen sich auf 362,4 Millionen Euro.

Siltronic AG Aktienchart - 252 Tage Kursverlauf - November 2026

Was fällt positiv auf?

  • Der Quartalsumsatz stieg gegenüber Q2 um 10,5 Prozent auf 355,4 Millionen Euro.
  • Das EBITDA erhöhte sich von 69,4 Millionen Euro im Vorquartal auf 81,3 Millionen Euro; die Marge verbesserte sich von 21,6 auf 22,9 Prozent.
  • Im dritten Quartal erreichte der Netto-Cashflow 57,9 Millionen Euro und der Free-Cashflow 57,0 Millionen Euro.
  • Die Nettofinanzverschuldung sank seit Jahresende 2025 um 216,6 Millionen Euro auf 619,9 Millionen Euro.

Welche Belastungen bleiben bestehen?

  • Siltronic meldete im Quartal einen Periodenverlust von 55,0 Millionen Euro, nach 43,9 Millionen Euro im Vorjahresquartal.
  • Die Abschreibungen und Amortisationen stiegen im Neunmonatszeitraum auf 362,4 Millionen Euro, verglichen mit 223,3 Millionen Euro.
  • Der Umsatz der ersten neun Monate lag mit 983,5 Millionen Euro nur leicht über den 975,1 Millionen Euro des Vorjahreszeitraums.
  • Für das Gesamtjahr erwartet das Unternehmen weiterhin ein deutlich niedrigeres EBIT als im Vorjahr.

Wie reagieren Analysten und Anleger?

Jefferies bestätigte die Einstufung „Buy“ und das Kursziel von 130 Euro. Analyst Constantin Hesse verwies auf die besser als erwartete Geschäftsentwicklung und hob den verbesserten Margenausblick hervor. Pavan Daswani von der Citigroup sieht Unterstützung für die Gewinndynamik bis 2027 durch einen verbesserten Absatzmix zugunsten der KI-Servernachfrage. In der verfügbaren Analystenübersicht reichen zehn Kursziele von 33 bis 105 Euro; der Mittelwert beträgt 74 Euro. Sechs Einstufungen lauten Kaufen, drei Halten und eine Verkaufen. Die Aktie notierte bei 60,77 Euro, 2,14 Prozent höher als am Vortag. Ein Tagesschluss nach Veröffentlichung liegt noch nicht vor.

Auch Scout24 hebt den Umsatzblick an

Die Prognoseanhebung bei Siltronic fällt in eine Woche mit weiteren optimistischeren Unternehmensausblicken. Bei Scout24 stieg die Aktie nach einer angehobenen Umsatzprognose ebenfalls deutlich.

Mit der Erweiterung unserer 300 mm-Kapazitäten in Singapur begleiten wir das insbesondere durch Künstliche Intelligenz getriebene Marktwachstum.
— Michael Heckmeier
Fazit

Für Anleger steht damit eine bessere Absatz- und Margenentwicklung einer weiterhin schwachen Ergebnislage nach Abschreibungen gegenüber. Entscheidend für die weitere Erholung bleibt, ob die höheren Mengen anhalten und sich auch in Preisen und Ergebnissen niederschlagen. Als nächster konkreter Termin stand am 4. November der Analysten- und Investorenanruf des Vorstands an.

Continental Quartal: Gewinn übertrifft Erwartungen, Jahresprognose angehoben

Continental überrascht mit starken Quartalszahlen – kann der Automobilzulieferer seine positive Dynamik bis Jahresende halten?

Erwähnte Aktien
CON
Aktuell 70,78€ +5,74% 04.11.26 15:13 Uhr MEZ
Continental Aktiengesellschaft

Wie fielen Gewinn und Umsatz aus?

Der bereinigte Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) erreichte 514 Millionen Euro und lag damit über der Konsensschätzung von 478,4 Millionen Euro, die Dow Jones Newswires nennt. Die bereinigte EBIT-Marge betrug 14,9 Prozent; Analysten hatten laut Dow Jones 13,9 Prozent erwartet. Ein Konsenswert für den Gewinn je Aktie und ein tatsächlicher verwässerter oder bereinigter Gewinn je Aktie sind in den vorliegenden Meldungen nicht ausgewiesen. Ein EPS-Vergleich ist deshalb nicht möglich.

Der Umsatz belief sich auf 3,45 Milliarden Euro. Dow Jones Newswires nennt ebenfalls 3,45 Milliarden Euro als Analystenkonsens; damit entsprach der Umsatz dieser Schätzung. Gegenüber dem Vorjahresquartal sank er um 11,4 Prozent. Bereinigt um Veränderungen im Konsolidierungskreis lag das Minus laut dpa-AFX bei 0,1 Prozent. Der Vergleich ist durch den Verkauf der Autozuliefersparte und die vereinbarte Veräußerung von ContiTech geprägt.

Unter dem Strich erzielte Continental 349 Millionen Euro Nettogewinn, verglichen mit einem Verlust von 756 Millionen Euro im Vorjahresquartal. Die damaligen Sondereffekte im Zusammenhang mit der Abspaltung von Aumovio erschweren den direkten Ergebnisvergleich.

Warum steigt die Aktie?

Die Aktie notierte bei 70,78 Euro, nach 66,94 Euro am Vortag; das entspricht einem Plus von 5,74 Prozent. Dow Jones Newswires meldete am Vormittag einen Anstieg von 5,38 Prozent, dpa-AFX berichtete von einem zwischenzeitlichen Plus von fast sieben Prozent und einem Stand von 71,44 Euro. Das sind Zwischenstände und kein Schlusskurs. Die positive Reaktion folgt vor allem der angehobenen Profitabilitäts- und Cashflow-Prognose, auch wenn das Quartals-EBIT die von Dow Jones genannten Erwartungen übertraf.

Bernstein-Analyst Harry Martin ordnete das Ergebnis als insgesamt stark ein, verwies aber auf einen zweistelligen Millionenbetrag aus einer US-Zollrückerstattung und einen positiven Nettoeffekt der Vorratsbewertung. Diese Faktoren erklären einen Teil des EBIT-Vorsprungs. Die Zahlen belegen zugleich, dass die höhere Marge nicht mit Umsatzwachstum einherging.

Continental Corporation Aktienchart - 252 Tage Kursverlauf - November 2026

Was ändert sich am Jahresausblick?

Continental erwartet für 2026 nun eine bereinigte EBIT-Marge von 13,4 bis 14,0 Prozent statt zuvor 12,0 bis 13,5 Prozent. Der Ausblick für den bereinigten Free Cashflow wurde auf 1,0 bis 1,3 Milliarden Euro angehoben; zuvor waren 0,7 bis 1,1 Milliarden Euro vorgesehen. Die Umsatzprognose wurde dagegen auf 13,5 bis 13,9 Milliarden Euro eingegrenzt, nachdem die bisherige Spanne 13,2 bis 14,2 Milliarden Euro betragen hatte. Die engere Umsatzbandbreite ist keine pauschale Anhebung.

Die dpa-AFX-Meldung bestätigt die höhere Margenprognose und den Umsatzkorridor. Dow Jones hebt zusätzlich die Cashflow-Anhebung hervor. Vorstandschef Christian Kötz sagte laut Handelsblatt, Continental gehe „gestärkt in einen herausfordernden Jahresendspurt“.

Diese Punkte sprechen für Continental

  • Die bereinigte EBIT-Marge stieg im Quartal auf 14,9 Prozent, gegenüber 13,9 Prozent im Vorjahresquartal.
  • Das bereinigte EBIT von 514 Millionen Euro lag über der Dow-Jones-Konsensschätzung von 478,4 Millionen Euro.
  • Die Untergrenze der Jahresprognose für die bereinigte EBIT-Marge erhöhte sich von 12,0 auf 13,4 Prozent.
  • Der erwartete bereinigte Free Cashflow liegt nun zwischen 1,0 und 1,3 Milliarden Euro.

Diese Risiken bleiben bestehen

  • Der Quartalsumsatz sank um 11,4 Prozent auf 3,45 Milliarden Euro.
  • Finanzvorstand Roland Welzbacher sagte Reuters, Continental erwarte bei Rohmaterialien keine Entlastung. Im dritten Quartal hätten höhere Materialpreise einen mittleren zweistelligen Millionenbetrag gekostet; für das vierte Quartal werde ein ähnlicher Effekt erwartet.
  • Bei ContiTech wurde die Umsatzprognose für 2026 auf 4,2 bis 4,4 Milliarden Euro gesenkt; zuvor waren bis zu 4,8 Milliarden Euro vorgesehen. Die erwartete EBIT-Marge liegt nun bei 6,5 bis 7,5 statt 7,0 bis 8,5 Prozent.

Was sagen Analysten?

JPMorgan beließ die Einstufung laut dpa-AFX bei „Overweight“ und das Kursziel bei 78 Euro. Bernstein Research bestätigte laut Aktiencheck.de „Outperform“ und 82 Euro. Die bereitgestellte Analystenauswertung nennt 14 Kursziele zwischen 62 und 90 Euro, mit einem Mittelwert von 75 Euro; zehn von 13 Einstufungen lauten Kaufen, drei Halten. Zu konkreten Änderungen von Kurszielen nach dem Bericht liegen keine Angaben vor.

Auch Adidas steht nach Analystenkritik unter Druck

Im Reifensektor kommt Continental mit höherer Margenprognose aus dem Berichtstag, während UBS bei Adidas das Rating auf „Sell“ senkte. Der Branchenvergleich zeigt unterschiedliche Analystensignale, nicht jedoch eine direkte Verbindung zwischen den beiden Unternehmen.

Wir sprechen mit den Kunden.
— Roland Welzbacher
Fazit

Für Anleger ist die Kombination entscheidend: Continental steigert die operative Marge und hebt den Cashflow-Ausblick an, muss aber sinkende Erlöse und höhere Rohstoffkosten auffangen. Der nächste wichtige Katalysator ist der weitere Jahresverlauf, insbesondere ob die höhere Margenprognose trotz des erwarteten Materialkostendrucks erreichbar bleibt.

Scout24 Quartal: Umsatzprognose angehoben, Aktie legt um 5,5% zu

Scout24 hebt die Umsatzprognose an und die Aktie schießt hoch – ist das der Startschuss für eine neue Rallye oder nur ein Strohfeuer?

Erwähnte Aktien
G24
Aktuell 90,26€ +5,50% 04.11.26 14:13 Uhr MEZ
Scout24 SE

Wie fielen Umsatz und Ergebnis aus?

Scout24 steigerte den Umsatz im dritten Quartal auf 198 Millionen Euro. Ohne die Beiträge aus der Übernahme der spanischen Plattformen Fotocasa und Habitaclia betrug das Wachstum zehn Prozent. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) erhöhte sich um 16 Prozent auf knapp 121 Millionen Euro. Jefferies zufolge lagen Umsatz und bereinigtes Ebitda etwas über den Erwartungen; eine konkrete Analystenschätzung für den Umsatz oder das Ergebnis wurde in den Einschätzungen nicht genannt.

Eine belastbare Gegenüberstellung des verwässerten Gewinns je Aktie mit dem bereinigten Gewinn je Aktie und dem Analystenkonsens lässt sich anhand der veröffentlichten Angaben nicht erstellen. Die Unternehmensmitteilung und die Analystenkommentare im vorliegenden Material nennen dafür keine entsprechende EPS-Kennzahl. Der Blick auf die verfügbaren Zahlen fällt dennoch klar aus: Das Umsatzwachstum übertraf das bereinigte Ebitda-Wachstum, während die Profitabilität gemessen an der Marge nachgab.

Wie reagiert die Aktie?

Die Aktie notiert bei 90,26 Euro. Gegenüber dem Vortagesschluss von 85,55 Euro entspricht das einem Plus von 5,50 Prozent. Ein Tagesschluss nach Veröffentlichung der Zahlen liegt noch nicht vor; die aktuelle Notierung ist daher keine Schlusskursreaktion. Die dpa-AFX berichtete im frühen Handel von einem Anstieg um 1,1 Prozent auf 86,50 Euro. Der Unterschied zu den späteren Kursdaten spiegelt unterschiedliche Erfassungszeitpunkte wider.

Im Zentrum der positiven Einordnung steht nicht allein das Quartalsergebnis, sondern auch die höhere Umsatzprognose. Das Unternehmen erwartet nun für 2026 ein Umsatzwachstum von circa 18 Prozent, nachdem die bisherige Spanne bei 16 bis 18 Prozent gelegen hatte. Die dpa-AFX hob zudem hervor, dass Scout24 seine Margenprognose bestätigte. So stimmen Unternehmensausblick und Agenturbericht bei der verbesserten Umsatzperspektive überein, während der aktuelle Kursstand eine deutlich stärkere Bewegung zeigt als der frühe Handelsbericht.

Scout24 SE Aktienchart - 252 Tage Kursverlauf - November 2026

Was bedeutet die neue Prognose?

Für die bereinigte operative Marge erwartet Scout24 weiterhin einen Wert von bis zu 61 Prozent. Bereinigt um die Effekte der Zukäufe in Spanien soll sie bis zu 64 Prozent erreichen. Zum Vergleich: 2025 hatte die operative Marge 62,5 Prozent betragen. Im dritten Quartal 2026 sank die entsprechende Marge im Jahresvergleich um zwei Prozentpunkte auf 60,9 Prozent, weil der Umsatz stärker wuchs als das bereinigte Ebitda.

Chef Ralf Weitz zeigte sich zuversichtlich, die Wachstumsdynamik auch 2027 fortsetzen zu können. Konkrete Umsatz- oder EPS-Ziele für 2027 wurden nicht genannt. Als Treiber des Quartals beschrieb die dpa-AFX die Nachfrage nach Abonnements im Professional-Segment; auch im Private-Segment habe Scout24 Zuwächse verzeichnet. Das Unternehmen setzt verstärkt auf KI-Assistenten. Ein wörtliches Zitat von Weitz liegt in den Angaben nicht vor.

Was fällt positiv auf?

  • Der Quartalsumsatz stieg auf 198 Millionen Euro, organisch bereinigt um die spanischen Zukäufe um zehn Prozent.
  • Das bereinigte Ebitda wuchs um 16 Prozent auf knapp 121 Millionen Euro.
  • Die Umsatzprognose für 2026 wurde auf circa 18 Prozent Wachstum angehoben.
  • Jefferies bestätigte die Einstufung „Buy“ mit einem Kursziel von 102,50 Euro; JPMorgan blieb bei „Overweight“ und 101 Euro.

Welche Punkte bleiben im Blick?

  • Die bereinigte Ebitda-Marge sank im Quartal um zwei Prozentpunkte auf 60,9 Prozent.
  • Die bestätigte Margenprognose für 2026 liegt bei bis zu 61 Prozent, bereinigt um die spanischen Zukäufe bei bis zu 64 Prozent.
  • Ohne die Beiträge aus Fotocasa und Habitaclia betrug das Umsatzwachstum zehn Prozent statt nahezu eines Fünftels.
  • JPMorgan erwartet laut erster Einschätzung nur geringe Änderungen an den Konsensschätzungen und bezeichnete das Quartal als solide.
Fazit

Für Anleger ergibt sich ein konstruktives Bild: Scout24 verbindet zweistelliges organisches Wachstum mit einer angehobenen Umsatzperspektive, muss aber die nachgebende Marge im Auge behalten. Die nächsten konkreten Katalysatoren sind die weitere Entwicklung der Abonnements in beiden Kundensegmenten und der Nachweis, dass das Unternehmen die für 2026 bestätigte Margenspanne trotz der Expansion halten kann. Weitz’ Aussage zur Dynamik 2027 bietet Zuversicht, ist jedoch noch kein quantifizierter Ausblick.

Heidelberg Materials Aktie: Starkes Q3 übertrifft Erwartungen – Sparziel ausgeweitet

Kann Heidelberg Materials mit seinen starken Quartalszahlen und einem erweiterten Sparprogramm die Anleger langfristig überzeugen – oder drohen neue Herausforderungen?

Erwähnte Aktien
HEI
Aktuell 170,10€ +8,66% 04.11.26 13:13 Uhr MEZ
Heidelberg Materials AG

Umsatz und Ergebnis über den Erwartungen

Der Umsatz übertraf die Konsensschätzung von 6,19 Milliarden Euro. Auch beim Ergebnis aus laufender Geschäftstätigkeit vor Abschreibungen (RCOBD), der bevorzugten Kennzahl des Konzerns, lag Heidelberg Materials vorn: 1,62 Milliarden Euro standen erwarteten 1,57 Milliarden Euro gegenüber. Dow Jones bezifferte den Anstieg des RCOBD im Jahresvergleich auf gut acht Prozent. Das bereinigte EBIT stieg laut dpa-AFX um 8,7 Prozent auf 1,28 Milliarden Euro; der Analystenkonsens hatte bei 1,24 Milliarden Euro gelegen.

Konzernchef Dominik von Achten sagte, die im zweiten Quartal erkennbare Wachstumsdynamik habe sich im dritten Quartal nochmals beschleunigt. Besonders stark entwickelte sich Europa; in Nordamerika hielt das Wachstum an. Als Treiber nannte das Unternehmen neben der Nachfrageerholung auch Preiserhöhungen und den Sparkurs. Dow Jones und dpa-AFX stimmen bei den starken Quartalszahlen und der bestätigten Jahresprognose überein; ihre Ergebnisangaben beziehen sich teils auf unterschiedliche Kennzahlen.

Das Sparziel wächst um 300 Millionen Euro

Heidelberg Materials erwartet, das bisherige Einsparziel von 500 Millionen Euro bis Jahresende zu übertreffen. Das 2024 gestartete Programm soll verlängert werden: Bis Ende 2028 plant der Konzern zusätzliche Einsparungen von 300 Millionen Euro, die laut Unternehmensangaben etwa gleichmäßig auf 2027 und 2028 verteilt werden sollen. Im Fokus stehen strukturelle Veränderungen, insbesondere in Europa.

Die Jahresprognose bleibt unverändert. Für 2026 peilt das Unternehmen ein Ergebnis aus laufender Geschäftstätigkeit von 3,40 bis 3,65 Milliarden Euro an. Die US-Bank JPMorgan sieht das operative Ergebnis vier Prozent über dem Konsens und belässt ihre Einstufung bei „Overweight“ mit einem Kursziel von 225 Euro. RBC bestätigt „Outperform“ und ein Kursziel von 211 Euro. RBC-Analyst Anthony Codling hob die Stärke des Quartals und den Beitrag Europas hervor.

Heidelberg Materials Aktienchart - 252 Tage Kursverlauf - November 2026

Was bedeutet das für den Kurs?

Die Aktie notiert bei 170,10 Euro, nach 156,55 Euro am Vortag. Der deutliche Tagesanstieg folgt auf die besser als erwarteten Ergebnisse und die bestätigte Prognose; ein neues Hoch lässt sich aus den vorliegenden Kursangaben nicht ableiten. Neben den Geschäftszahlen rückt die Ausweitung des Sparprogramms in den Blick: Sie soll helfen, gestiegene Kosten abzufedern und die Margen zu verbessern. Zugleich passt der Konzern seine europäische Zementproduktion an: Unter anderem ist die dauerhafte Stilllegung des Werks in Paderborn vorgesehen.

RBCs frühere Hochstufung und ein Deal im Einzelhandel

Schon im Oktober hatte RBC die Einschätzung zu Heidelberg Materials angehoben; die damalige Hochstufung auf Outperform bietet einen Anknüpfungspunkt zur aktuellen Bestätigung des positiven Votums. Eine andere Unternehmensnachricht aus dem Einzelhandel behandelt die Genehmigung der Ceconomy-Übernahme durch JD.com unter Auflagen.

Die sich im zweiten Quartal abzeichnende Wachstumsdynamik hat sich im dritten Quartal nochmals beschleunigt.
— Dominik von Achten
Fazit

Heidelberg Materials hat im dritten Quartal Umsatz und operative Ergebnisse über den Erwartungen gesteigert, die Jahresprognose bestätigt und das Sparziel ausgeweitet. Für Anleger verbindet sich damit ein kräftiger Kurssprung mit einem fortgesetzten Effizienzprogramm, während die bestätigte Prognose Orientierung für das Gesamtjahr bietet. Die nächsten Quartalszahlen werden zeigen, ob Nachfrage, Preise und Einsparungen die positive operative Entwicklung weiter tragen.

Adidas Herabstufung: UBS senkt Rating auf „Sell“ und Kursziel

Die UBS stuft Adidas herab, während andere Analysten optimistisch bleiben – wie sollen Anleger diese widersprüchlichen Signale deuten?

Erwähnte Aktien
ADS
Schlusskurs 168,80€ -2,34% 03.11.26 17:25 Uhr MEZ
Adidas

Warum stuft die UBS Adidas ab?

Die UBS begründet den Schritt mit einem schwierigen Branchenumfeld und Risiken für das künftige Umsatzwachstum. Laut Dow Jones halten die Analysten eine Abschwächung im kommenden Jahr für wahrscheinlich. Ohne eine deutliche Beschleunigung in den Bereichen Schuhe und Lifestyle sei das Ziel eines Umsatzwachstums im hohen einstelligen Prozentbereich 2027 schwer zu erreichen. Die starke Umsetzung rund um die Fußball-Weltmeisterschaft und ein überzeugendes Bekleidungsangebot hätten laut UBS zugleich die schwierigere Grunddynamik überdeckt.

Analyst Robert Krankowski senkte das Kursziel nach Angaben von Aktiencheck ebenfalls von 160 auf 156 Euro und stufte die Aktie auf „Sell“ herab. Damit steht der Skepsis der Bank eine deutlich positivere Einschätzung von AlphaValue gegenüber: Analyst Jie Zhang verwies laut Dow Jones auf die angehobene Gewinnprognose für 2026 und das Rekordquartal als Gründe für Zuversicht in den kommenden Quartalen.

Margen und Lagerbestände im Fokus

Auch Barclays sieht Risiken, bleibt aber bei einer positiven Empfehlung. Die britische Bank senkte ihr Kursziel von 210 auf 200 Euro und bestätigte „Overweight“. Analystin Viktoria Petrova verwies auf ein Lagerbestandswachstum, das über dem Branchenwachstum liege. Historisch hätten die Margen von Adidas negativ mit den Lagerbeständen korreliert; Barclays reduzierte deshalb seine Gewinnerwartungen bis 2028 leicht.

Die jüngsten Quartalszahlen ändern den Blick auf die kurzfristigen Risiken nicht automatisch: Adidas hatte zuletzt steigende operative und Bruttomargen sowie Wachstum in allen Regionen gemeldet. Zugleich räumte das Unternehmen ein, dass das Retrogeschäft nachlasse und volle Lager Rabattaktionen nötig machen könnten. Das könnte die Marge im laufenden Quartal belasten. Die Aktie gab am Dienstag nach dem Kursrückgang vom Vortagesschluss weiter nach.

Adidas AG Aktienchart - 252 Tage Kursverlauf - November 2026

Die Analysten bleiben uneinig

Damit prallen zwei Einschätzungen aufeinander: Die UBS warnt vor nachlassendem Wachstum und Druck auf die Margen, während AlphaValue die jüngste Prognoseanhebung und die Quartalsleistung positiv bewertet. Barclays liegt mit seiner bestätigten Kaufempfehlung ebenfalls auf der optimistischeren Seite, senkt aber das Kursziel wegen der Lagerbestände. Für Anleger ist daher entscheidend, ob sich die Nachfrage in den kommenden Quartalen hält und die Lager wieder besser zur Umsatzentwicklung passen.

Rekordquartal und Prognoseanhebung treffen auf neue Skepsis

Adidas hatte zuletzt starke Quartalszahlen vorgelegt und seine Prognose angehoben; die Einordnung zu Rekordgewinn und Ausblick beleuchtet, wie nachhaltig dieser Erfolg ist. Ein anderer Blick auf die Branche zeigt der Bericht zum Milliardenverlust bei Volkswagen, dessen Aktie trotz des schwachen Ergebnisses stieg.

Fazit

Die UBS sieht bei Adidas sinkendes Wachstum und Margenrisiken, während AlphaValue und Barclays trotz einzelner Vorbehalte optimistischer bleiben. Für Anleger zeigt die unterschiedliche Bewertung, dass die Entwicklung von Umsatz, Lagerbeständen und Profitabilität wichtige Orientierungspunkte liefert. Die nächsten Quartale werden verdeutlichen, ob Adidas seine jüngste Geschäftsstärke fortsetzen und die Skepsis der UBS entkräften kann – die Zahlen sollten Anleger aufmerksam verfolgen.

Mehr zum Thema: Deutschland · Konsum & Retail · Automotive

STRATEC Gewinnwarnung: Diatron-Verkauf überschattet – Analysten uneinig

Die STRATEC SE hat erneut ihre Prognose gesenkt – doch der Verkauf der Tochter Diatron sorgt für unterschiedliche Reaktionen am Markt.

Erwähnte Aktien
SBS
SBS
Schlusskurs 24,75$ +3,34% 03.11.26 18:06 Uhr MEZ
Stratec SE

Analysten bewerten den Ausblick unterschiedlich

Die Privatbank Berenberg hebt das Kursziel für den Laborausrüster von 37 auf 39 Euro an und bestätigt die Kaufempfehlung. Analyst Michael Heider begründet die Neubewertung mit dem angekündigten Verkauf der Tochter Diatron, den vorläufigen Neunmonatszahlen und dem angepassten Jahresausblick.

Anders fällt die Einschätzung der Deutschen Bank Research aus: Sie belässt die Einstufung auf „Hold“ und das Kursziel bei 21 Euro. Analyst Jan Koch schreibt, die Senkung der Jahresziele sei weitgehend erwartet worden. Zugleich bezeichnet er die Trennung von der Hämatologietochter als positiv.

Was bedeutet die wiederholte Prognosesenkung?

Nach Einschätzung der Deutschen Bank ist es das fünfte Jahr in Folge, in dem der Hersteller medizintechnischer Geräte seine eigenen finanziellen Vorgaben reduziert. Die beiden Häuser setzen somit unterschiedliche Akzente: Berenberg berücksichtigt die Veräußerung und die jüngsten Unternehmensangaben mit einem höheren Kursziel, während die Deutsche Bank trotz des Verkaufs bei ihrer zurückhaltenden Bewertung bleibt.

Konkrete Umsatz- oder Ergebniswerte sowie Einzelheiten zu den geänderten Jahreszielen liegen in den Analystenangaben nicht vor. Die wirtschaftlichen Folgen des Diatron-Verkaufs und die Entwicklung des verbleibenden Geschäfts lassen sich daraus daher nicht beziffern. Am Dienstag stieg die Aktie dennoch um 3,34 Prozent auf 24,75 US-Dollar.

STRATEC SE Aktienchart - 252 Tage Kursverlauf - November 2026

Der Verkauf bleibt ein wichtiger Bewertungsfaktor

Die gegensätzlichen Kursziele verdeutlichen, wie unterschiedlich die Analysten die jüngsten Entwicklungen gewichten. Berenberg sieht in Verkauf, Neunmonatszahlen und angepasstem Ausblick Gründe für eine höhere Bewertung. Die Deutsche Bank verweist auf die wiederholte Prognosesenkung und bleibt bei „Hold“. Für Anleger stehen damit sowohl die strategische Neuaufstellung als auch die Verlässlichkeit der Unternehmensplanung im Fokus.

Fazit

STRATEC steht nach der Prognosesenkung und dem geplanten Diatron-Verkauf zwischen Berenbergs höherem Kursziel und der vorsichtigeren Einschätzung der Deutschen Bank. Für Anleger zeigt sich, dass die strategische Trennung allein die wiederholten Zielsenkungen nicht aus der Bewertung nimmt und die Analysten die Lage unterschiedlich beurteilen. Entscheidend wird, wie sich das verbleibende Geschäft entwickelt und ob der angepasste Ausblick künftig verlässlich ist.