SP500 6.906,15 -0,02%DJ30 49.263,96 -0,72%NAS100 25.065,51 +0,29%GER40 25.054,10 -0,42%EU50 6.141,05 +0,18%BTCUSD 66.077,09 +3,20%ETHUSD 1.933,05 +4,34%VIX 20,18 -0,85% SP500 6.906,15 -0,02%DJ30 49.263,96 -0,72%NAS100 25.065,51 +0,29%GER40 25.054,10 -0,42%EU50 6.141,05 +0,18%BTCUSD 66.077,09 +3,20%ETHUSD 1.933,05 +4,34%VIX 20,18 -0,85%
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Ethereum Upgrade FOCIL: Chance auf mehr Zensurschutz trotz Kursdruck

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24.02.26 23:18 Uhr

Ethereum (ETH/USD)

Kann das Ethereum Upgrade FOCIL den massiven Kursdruck drehen oder bleibt die Technik dem Markt vorerst egal?

Ethereum Upgrade: Was bringt FOCIL für Anleger?

Im Zentrum der Diskussion steht das neue Ethereum Upgrade FOCIL (Fork-Choice-Enforced Inclusion Lists, EIP‑7805), das mit dem Hegota-Netzwerk-Upgrade in der zweiten Jahreshälfte 2026 aktiviert werden soll. Technisch sieht FOCIL vor, dass in jedem Block 17 Validatoren zufällig ausgewählt werden, um sogenannte Inclusion Lists mit gültigen, gesehenen Transaktionen einzureichen. Blockproduzenten müssen diese Transaktionen aufnehmen – sonst riskieren sie, dass ihr Block vom Netzwerk abgelehnt wird. Ziel ist eine deutlich stärkere Zensurresistenz: Kein Validator, keine Börse und keine staatliche Stelle soll mehr bestimmen können, welche zulässigen Transaktionen verarbeitet werden. Parallel dazu wird mit EIP‑8141 die Unterstützung für Smart-Contract-Wallets, Multisigs, quantenresistente Wallets und Privacy-Tools im Protokollkern verankert.

Für Investoren könnte dieses Ethereum Upgrade mittelfristig ein wichtiger Katalysator sein, weil es die Attraktivität des Netzwerks für DeFi‑Anwendungen, institutionelle Akteure und Privacy‑Use‑Cases erhöht. Kurzfristig überlagert jedoch der schwache Markt das langfristig positive Narrativ.

Ethereum: Wie stark belastet der aktuelle Kursrutsch?

Ethereum hat in den vergangenen 30 Tagen rund 37–38 % verloren und notiert aktuell bei 1.860,98 US‑Dollar. Damit liegt der Kurs spürbar unter der psychologisch wichtigen 2.000‑Dollar-Marke und nähert sich der Schlüsselzone zwischen 1.830 und 1.750 US‑Dollar, die viele Trader als Make-or-Break-Level definieren. Sollte diese Zone nach unten durchbrochen werden, rücken Unterstützungen um 1.747 und 1.668 US‑Dollar in den Fokus. Charttechnisch bleibt die Struktur bearish, solange ETH unterhalb der 20‑Tage-EMA verharrt.

Onchain-Indikatoren zeichnen ein ähnliches Bild: Der Spotpreis liegt unter dem realisierten Preis von etwa 2.380 US‑Dollar – ein Niveau, das historisch häufig mit Kapitulationsphasen und weiterem Abgabedruck verbunden war. Gleichzeitig zeigt sich auf den Wochencharts, dass frühere Böden oft erst gefunden wurden, wenn die 50‑Wochen-EMA unter die 100‑Wochen-EMA gekreuzt ist. Diese Konstellation ist aktuell noch nicht vollständig ausgebildet, was aus technischer Sicht Raum für weitere Abwärtsbewegungen lässt, bevor ein belastbarer Boden entstehen könnte.

Ethereum Aktienchart - 252 Tage Kursverlauf - Februar 2026

Vitalik Buterin und Ethereum: Sind seine Verkäufe ein Warnsignal?

Parallel zum Kursrückgang hat Vitalik Buterin seinen Ether-Bestand zuletzt spürbar reduziert. Aus öffentlich einsehbaren Wallets sind binnen eines Monats rund 17.000 ETH abgeflossen, wodurch der beobachtete Bestand von etwa 241.000 auf 224.000 ETH sank. Allein in mehreren kurzen Zeiträumen wurden jeweils Ether im Gegenwert von 6–7 Millionen US‑Dollar über den DEX-Aggregator CoW Protocol veräußert, gestückelt in kleinere Swaps, um den Markteinfluss zu begrenzen.

Buterin hatte bereits zuvor angekündigt, 16.384 ETH – derzeit um die 45 Millionen US‑Dollar – für Projekte rund um Privacy, Open Hardware und verifizierbare Software zu reservieren. Gleichzeitig sprach er von einer Phase „milder Austerität“ bei der Ethereum Foundation, ohne den technischen Fahrplan, zu dem auch das FOCIL‑Ethereum Upgrade gehört, zu gefährden. Trotz rückläufiger Preise bleibt das Netzwerk stark im Staking verankert: Mehr als 30 % des Angebots sind gebunden, die Staking‑Rendite liegt zwar nur noch bei rund 2,8 %, doch der Validator‑Zugang ist weiter stark ausgelastet und Ausstiege bleiben gering.

Harvard, ETFs und Marktstruktur: Wer kauft noch Ethereum?

Trotz des schwachen Sentiments gibt es Signale langfristiger Nachfrage. Die Harvard Management Company hält laut jüngsten SEC‑Meldungen 3,87 Millionen Anteile am iShares Ethereum Trust mit einem Marktwert von rund 86,8 Millionen US‑Dollar – zusätzlich zu umfangreichen Bitcoin-Positionen. Viele professionelle Investoren sehen in Ethereum einen Value-Play: Während Bitcoin vom Rekordhoch etwa 47 % entfernt ist, liegt der Abstand bei ETH bei rund 61 %, was Bewertungsfantasie eröffnet.

Auf der Handelsseite zeigt sich ein gemischtes Bild. Auf großen Börsen ist die durchschnittliche Größe von Wal-Verkaufsorders seit Jahresbeginn deutlich gesunken, was auf eine gewisse Zurückhaltung größerer Marktteilnehmer hindeutet und die Markttiefe temporär ausdünnt. Gleichzeitig haben Akkumulationsadressen im Februar über 2,5 Millionen ETH hinzugefügt und ihren Bestand auf etwa 26,7 Millionen ETH ausgebaut. Optionshändler setzen vermehrt auf Proxy-Strukturen wie den ETHA‑ETF, etwa durch den Verkauf von Put-Optionen, um Prämien zu vereinnahmen und dennoch auf eine mittel- bis langfristige Erholung zu spekulieren.

FOCIL verschiebt die Machtbalance im Ethereum-Ökosystem deutlich zugunsten der Nutzer, indem es die Zensurresistenz technisch erzwingt.
— Ein Core-Entwickler aus dem Ethereum-Umfeld

Fazit

Das kommende Ethereum Upgrade FOCIL stärkt die technische Basis von Ethereum, prallt aktuell jedoch auf einen von Kursdruck, Buterin-Verkäufen und schwachem Sentiment geprägten Markt. Für langfristig orientierte Anleger eröffnet die Kombination aus stark gefallenen Kursen, wachsender Staking-Basis und institutionellem Interesse interessante Einstiegs- und Nachkaufzonen. Entscheidend wird sein, ob das Ethereum Upgrade in den nächsten Quartalen das Vertrauen in die technologische Führungsrolle von ETH festigt und damit die Grundlage für die nächste Aufwärtsbewegung legt.

Weiterführende Quellen

PayPal Übernahme +6,7%: Rallye durch Stripe-Fantasie und CEO-Wechsel

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24.02.26 22:00 Uhr
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24.02.26 23:13 Uhr

PayPal Holdings, Inc.

Hebelt eine mögliche PayPal Übernahme durch Stripe den angeschlagenen Fintech-Pionier wieder nach oben – oder bleibt es nur Kursfantasie?

PayPal Übernahme: Wie stark treibt Stripe die Fantasie?

Berichte über ein mögliches Interesse von Stripe an einer PayPal Übernahme haben die Aktie regelrecht beflügelt. Der Kurs von PayPal Holdings, Inc. legte auf 47,02 US‑Dollar zu, nach 44,05 US‑Dollar am Vortag – ein Tagesplus von 6,74 %, während der außerbörsliche Handel das Niveau mit 47,07 US‑Dollar (+0,11 %) bestätigt. Damit notiert PayPal zwar weiterhin deutlich unter dem 52‑Wochen-Hoch von 79,50 US‑Dollar, entfernt sich aber spürbar vom Jahrestief bei 38,47 US‑Dollar.

Auslöser der Rally war ein Bericht, wonach der Zahlungsdienstleister Stripe eine vollständige oder teilweise Übernahme von PayPal auslotet. Die Gespräche befinden sich laut Insidern noch in einem frühen Stadium, eine verbindliche Offerte liegt nicht vor. Parallel kursieren am Markt bereits andere Szenarien – von interessierten Banken bis hin zu Technologie- und Kryptokonzernen, die sich einzelne Plattformbausteine wie Venmo, Braintree oder das Buy-now-pay-later-(BNPL)-Geschäft sichern könnten.

Mit einer Marktkapitalisierung von rund 42 Milliarden US‑Dollar und mehr als 400 bis 440 Millionen aktiven Konten wäre eine PayPal Übernahme ein Megadeal im globalen Fintech-Sektor. Das jährliche Zahlungsvolumen von knapp 2 Billionen US‑Dollar und die starke Marke gelten als zentrale Assets, auch wenn das Wachstum zuletzt deutlich abgekühlt ist.

PayPal Holdings, Inc.: Fundamentaldaten zwischen Chance und Skepsis

Operativ präsentiert sich PayPal Holdings, Inc. solide, aber weit entfernt von früheren Wachstumsraten. Für das laufende Jahr wird ein Umsatz von rund 34 Milliarden US‑Dollar und ein Gewinn vor Zinsen und Steuern von knapp 6 Milliarden US‑Dollar erwartet. Das Bewertungsniveau ist nach dem Kursverfall niedrig: Der Markt taxiert PayPal nur noch mit einem einstelligem Gewinnvielfachen, was Übernahmefantasie zusätzlich anheizt.

Gleichzeitig kämpft das Unternehmen mit strukturellem Gegenwind. Das Wachstum der aktiven Konten ist auf 1–2 % pro Jahr heruntergefahren, die Transaktionsvolumina wachsen nur noch im einstelligen Prozentbereich. Die Transaktionsmarge (Take Rate) bewegt sich mit etwa 1,6–1,7 % seit mehreren Quartalen seitwärts. Der einstige Wachstumsmotor Braintree wird zurückgefahren, um Margen zu stabilisieren, während PayPal mehr auf höherwertige Zahlungsströme über das eigene Checkout, Venmo und BNPL setzt.

Die schwächeren Q4‑2025-Zahlen haben dies zuletzt offengelegt: Der Umsatz stieg im Schlussquartal lediglich um gut 3–4 % auf 8,68 Milliarden US‑Dollar und verfehlte die Erwartungen, ebenso wie das EPS von 1,23 US‑Dollar. Analysten wie Jason Kupferberg von Wells Fargo reagierten zurückhaltend und bestätigten ein „Hold“-Rating bei gleichzeitig gesenktem Kursziel von 58 auf 48 US‑Dollar. Matthew Coad von Truist Financial stufte PayPal sogar auf „Sell“ ab und senkte sein Kursziel von 58 auf 39 US‑Dollar – ein deutliches Signal, dass nicht alle Experten die Übernahmefantasie teilen.

PayPal Holdings, Inc. Aktienchart - 252 Tage Kursverlauf - Februar 2026

PayPal Übernahme versus neuer CEO: Was wiegt schwerer?

Parallel zu den Spekulationen um eine PayPal Übernahme stellt sich das Unternehmen strategisch neu auf. Der Aufsichtsrat hat Enrique Lores, bisheriger Chef von HP, als neuen CEO und President berufen. Er soll ab Anfang März den Umbau vorantreiben, Effizienzhebel nutzen und die Innovationspipeline im Kerngeschäft wieder beleben. Einige Analysten verweisen darauf, dass die jüngsten Rückschläge eher auf Umsetzungsprobleme als auf ein strukturelles Branchenproblem zurückgehen.

Für Investoren ergibt sich damit ein Spannungsfeld: Auf der einen Seite lockt die Chance, dass ein strategischer Käufer wie Stripe, eine Großbank oder ein Tech-Gigant den Bewertungsabschlag mit einer Prämie aufhebt. Kursziele von 50 bis 70 US‑Dollar werden im Übernahmekontext diskutiert, wobei ein erneuter Anlauf in Richtung der Kurslücke bis etwa 61 US‑Dollar technisch möglich erscheint, sollte das jüngste Zwischenhoch um 45,70 US‑Dollar nachhaltig überwunden bleiben.

Auf der anderen Seite steht das Risiko, dass konkrete Gebote ausbleiben oder Spekulationen über eine PayPal Übernahme klar dementiert werden. In diesem Fall dürfte der Fokus der Börse rasch zurück auf den schleppenden Wachstumstrend, die laufenden Sammelklagen sowie den scharfen Wettbewerb im Zahlungsverkehr – inklusive Druck durch Krypto-Anbieter und potenziell KI-getriebene Payment-Lösungen – zurückschwenken.

Unterm Strich ist PayPal damit ein klassischer Turnaround- und Spekulationswert: Kurzfristig dominiert die Fantasie rund um eine PayPal Übernahme, mittelfristig entscheidet jedoch der neue CEO mit seiner Strategie, ob der Zahlungsriese aus eigener Kraft wieder in die Wachstumszone zurückkehren kann.

Fazit

Die Spekulation um eine mögliche PayPal Übernahme durch Stripe oder andere strategische Käufer hat der angeschlagenen Aktie von PayPal Holdings, Inc. kurzfristig kräftig Auftrieb gegeben. Entscheidend für Anleger wird sein, ob sich aus den losen Gesprächen ein echtes Angebot entwickelt oder ob am Ende doch der neue CEO Enrique Lores mit einem überzeugenden Turnaround-Plan den Bewertungsabschlag schließen muss. Für risikobereite Investoren bleibt PayPal damit ein spannender, aber volatiler Fintech-Titel, bei dem sowohl Übernahmeszenarien als auch interne Reformen die nächste Kursrichtung bestimmen werden.

Weiterführende Quellen

Clarivate Earnings: Aktie springt 32,4% nach Rallye auf starke Zahlen

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24.02.26 19:57 Uhr

Clarivate Plc

Kann der Kurssprung von Clarivate nach den frischen Earnings den angeschlagenen Datenspezialisten nachhaltig zurück in die Spur bringen?

Was steckt hinter den Clarivate Earnings?

Clarivate PLC meldete für das vierte Quartal 2025 einen bereinigten Gewinn je Aktie von 0,20 US‑Dollar und lag damit klar über den Markterwartungen von 0,16 bis 0,17 US‑Dollar. Der Umsatz erreichte 617 Millionen US‑Dollar und übertraf damit die Konsensschätzung von rund 604 Millionen US‑Dollar. Zwar lag der Erlös damit noch etwa 7 % unter dem Vorjahresniveau, doch der Rückgang fiel deutlich milder aus als befürchtet. Besonders wichtig für Anleger: Die wiederkehrenden Erlöse hielten sich stabil, und das Subscription-Geschäft wuchs organisch leicht.

Die starken Clarivate Earnings stützen zugleich die laufende Transformation hin zu einem stärker abonnementgetriebenen Modell. Das Management verweist auf Fortschritte beim operativen Cashflow und einen höheren freien Cashflow, der zunehmend Spielraum für Schuldenabbau und selektive Investitionen schafft. Angesichts eines massiven Streubesitzes von rund 430 Millionen Aktien ist der heutige Kurssprung umso bemerkenswerter.

Wie fällt der Ausblick von Clarivate aus?

Im Mittelpunkt der aktuellen Clarivate Earnings steht der Blick auf das Gesamtjahr 2026. Der Konzern prognostiziert einen bereinigten Gewinn je Aktie zwischen 0,70 und 0,80 US‑Dollar – damit liegt die Spanne klar über bisherigen Markterwartungen um 0,67 US‑Dollar. Gleichzeitig rechnet das Management mit einer Ausweitung der EBITDA-Marge um etwa 200 Basispunkte. Der freie Cashflow soll 2026 um rund 10 % auf nahezu 400 Millionen US‑Dollar steigen.

Beim Wachstum peilt Clarivate PLC für die jährliche Vertragswertbasis (ACV) Zuwächse von 2 bis 3 % an, während die wiederkehrenden organischen Umsätze um 1 bis 2 % steigen sollen. Damit zeichnet sich kein explosives, aber ein zunehmend stabilisiertes Wachstumsprofil mit klarem Fokus auf Profitabilität ab. Für Investoren, die Clarivate Earnings genau verfolgen, ist insbesondere die Kombination aus moderatem Umsatzwachstum und Margenverbesserung zentral.

Clarivate PLC Aktienchart - 252 Tage Kursverlauf - Februar 2026

Warum prüft Clarivate den Verkauf von Life Sciences?

Parallel zu den Clarivate Earnings gab das Management ein Update zum strategischen Review ab: Der Konzern befindet sich in aktiven Gesprächen über den Verkauf des Geschäftsbereichs Life Sciences & Healthcare. Als Finanzberater ist Morgan Stanley mandatiert. Ein möglicher Verkaufserlös soll vor allem zum Abbau der Verschuldung und zur Stärkung der Bilanz genutzt werden.

Strategisch will sich Clarivate PLC künftig stärker auf die Bereiche Academia & Government sowie Intellectual Property konzentrieren. Diese Segmente profitieren von steigender Nachfrage nach Datenanalyse, KI-gestützten Tools und digitalen Workflows. Bereits heute investiert das Unternehmen in neue KI-Funktionen und Assistenten, um seine Plattformen für Forscher, Unternehmen und Behörden attraktiver zu machen.

Wie reagiert der Markt auf die Aktie von Clarivate?

An der Börse kommen die aktuellen Clarivate Earnings und der strategische Kurswechsel gut an: Die Aktie steigt auf 2,23 US‑Dollar, nach 1,68 US‑Dollar am Vortag – ein Plus von rund 32,44 %. Damit erholt sich der Titel von zuvor deutlichen Rücksetzern, bleibt aber weit unter den Kurszielen mancher Analysten. So liegt etwa ein veröffentlichter Zielkurs bei rund 5,00 US‑Dollar und ist mit einem “Hold”-Votum verbunden, was weiterhin erhebliches Aufwärtspotenzial signalisiert, aber auch Risiken in Bezug auf Verschuldung und Umsetzung der Strategie widerspiegelt.

Bewertungsdienste verweisen auf eine Mischung aus Chancen und Risiken: Einerseits deuten klassische Kennzahlen auf eine mögliche Unterbewertung hin; andererseits mahnen sie wegen hoher Verschuldung, negativer Bonitätsindikatoren und erhöhter Kursschwankungen zur Vorsicht. Anleger achten daher neben künftigen Clarivate Earnings insbesondere auf Fortschritte beim Schuldenabbau und beim möglichen Life-Sciences-Deal.

Positiv werten Marktbeobachter zudem die Einführung neuer KI-basierter Produkte, etwa eines akademischen Assistenten für Forschung und Lehre, der ab 2026 zusätzlichen Rückenwind bringen könnte. Gelingt es dem Management, diese Innovationen mit wachsendem Abo-Geschäft und strikter Kostendisziplin zu kombinieren, könnten die kommenden Clarivate Earnings den aktuellen Aufwärtstrend bei Umsatzqualität und Marge untermauern.

Fazit

Die aktuellen Clarivate Earnings unterstreichen, dass sich Clarivate PLC operativ stabilisiert und gleichzeitig seine Profitabilität verbessert. Für Anleger ist die Kombination aus Margensteigerung, steigendem freien Cashflow und einem möglichen Verkauf des Life-Sciences-Geschäfts ein spannender Hebel für Wertsteigerung. Ob der kräftige Kurssprung der Auftakt einer nachhaltigen Neubewertung ist, werden die nächsten Quartale mit weiteren Clarivate Earnings und klaren Fortschritten beim Schuldenabbau zeigen.

Weiterführende Quellen

Salesforce Earnings Q4: Aktie legt 4,3% Rallye hin trotz KI-Schock

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24.02.26 19:20 Uhr

Salesforce, Inc.

Kann Salesforce mit Agentforce und der Anthropic-Partnerschaft den KI-Zweifeln trotzen und das Wachstum nach den Earnings neu entfachen?

Was steht bei Salesforce vor den Earnings auf dem Spiel?

Mit den anstehenden Salesforce Earnings für das vierte Quartal steigt der Druck auf das Management, einen belastbaren KI-Fahrplan zu liefern. Analysten erwarten laut aktuellen Konsensschätzungen einen Umsatz von rund 11,19 Milliarden US-Dollar und ein bereinigtes Ergebnis je Aktie von etwa 3,05 US-Dollar. Das entspräche einem Umsatzplus von knapp 12 % und einem Zuwachs beim bereinigten Gewinn von rund 10 %; der Nettogewinn dürfte dagegen um etwa 15 % zurückgehen.

Besonders im Fokus steht der Auftragsbestand, also die Remaining Performance Obligation (RPO). Wedbush-Analyst Dan Ives hält die Erwartungen bei Umsatz, Gewinn und Marge für “schlagbar” und verweist auf diese Kennzahl als Schlüsselindikator dafür, ob das Wachstum in den nächsten 12 bis 18 Monaten wieder in Richtung zweistellige Raten anziehen kann. Parallel achten Anleger auf weitere Fortschritte bei der Integration der Informatica-Übernahme und den daraus erwarteten Synergien.

An der Börse sorgt der Kursanstieg auf 185,85 US-Dollar für etwas Entspannung, nachdem die Aktie seit Jahresbeginn zeitweise rund 30 % verloren hatte. Dennoch liegt der Kurs deutlich unter den in den vergangenen Monaten immer wieder gesenkten Kurszielen großer Häuser.

Wie bewerten Analysten Salesforce und Agentforce?

Die Einschätzungen der Wall Street zu Salesforce Inc. sind derzeit gespalten. Während Morgan Stanley, Wells Fargo, Oppenheimer, Stifel und Mizuho ihre Kursziele zuletzt teils deutlich nach unten angepasst haben, bleiben die meisten Research-Häuser in ihrer Einstufung überwiegend positiv. So hält die KeyBanc trotz eines reduzierten Kursziels an ihrem Rating “Übergewichten” fest und spricht von einem “Multiple Reset” statt von fundamentalen Problemen.

Wedbush-Analyst Dan Ives geht sogar deutlich weiter: Er sieht den massiven Abverkauf als Fehlwahrnehmung des Marktes im Zuge des von ihm geprägten Begriffs “AI ghost trade”. In diesem Narrativ würden Softwarewerte pauschal verkauft, aus Angst, dass KI-Agenten klassische Unternehmenssoftware verdrängen. Bei Salesforce sei diese Sorge übertrieben, da das Unternehmen mit seinem über Jahrzehnte aufgebauten, strukturierten Kundendatenfundus und Produkten wie Agentforce strukturell anders aufgestellt sei als viele andere SaaS-Anbieter.

Auch andere Analysten, etwa auf Plattformen wie Seeking Alpha, betonen, dass KI bei Salesforce eher als Profitabilitäts- und Margentreiber wirken könnte, selbst wenn das Umsatzwachstum kurzfristig nur moderat beschleunigt. Entscheidend sei, ob Agentforce-Pilotprojekte in skalierbare, wiederkehrende Verträge überführt werden.

Salesforce Inc. Aktienchart - 252 Tage Kursverlauf - Februar 2026

Welche Rolle spielt KI-Partner Anthropic für Salesforce?

Speziell die KI-Strategie prägt die Erwartung an die Salesforce Earnings. Ein Auslöser für die jüngste Erholungsrallye im Softwaresektor war die Bekanntgabe neuer Partnerschaften mit dem KI-Spezialisten Anthropic, der auch mit Salesforce zusammenarbeitet. Die Nachricht sorgte für eine spürbare Entlastung im gesamten IGV-Software-ETF, der zuvor von massiven Abflüssen geprägt war.

Die Kooperation mit Anthropic soll Salesforce helfen, generative KI-Modelle tiefer in die hauseigenen Plattformen wie Data Cloud, Einstein und Agentforce einzubetten. Der Kern des bullischen Arguments: Salesforce besitzt nicht nur Zugang zu starken Modellen, sondern vor allem zu den dafür kritischen, sauberen und domänenspezifischen Unternehmensdaten von mehr als 150.000 Kunden, darunter über 90 % der Fortune-500-Konzerne. Diese Kombination aus Modellen und proprietären Daten soll Agentforce ermöglichen, KI-Agenten mit deterministischem, geschäftslogikbasiertem Verhalten bereitzustellen, das viele generische KI-Anbieter so nicht liefern können.

Zugleich mahnen skeptische Stimmen, etwa bei MarketWatch und Forbes, dass Salesforce bereits zwei Mal innerhalb weniger Wochen mehr als 30 % an Börsenwert eingebüßt hat und Anleger die Zyklik der Aktie nicht unterschätzen sollten. Jim Cramer räumte jüngst ein, er fühle sich mit seiner bisherigen Salesforce-Positionierung “auf der falschen Seite der Geschichte”, obwohl er die Agentforce-Plattform als stark einschätzt.

Was bedeuten die Salesforce Earnings für Anleger?

Für Anleger werden die Salesforce Earnings zum Realitätscheck: Gelingt es dem Management, mit klaren Zahlen und belastbarer KI-Monetarisierung die verbreiteten Verdrängungsängste zu entkräften, könnte die Aktie Spielraum für eine Neubewertung nach oben haben. Viele Kursziele – darunter das 375-US-Dollar-Target von Wedbush – liegen weit über dem aktuellen Niveau, während der Markt derzeit vor allem Risiko statt Chance einpreist.

Fallen die Zahlen oder der Ausblick hingegen schwächer aus, droht die aktuelle Erholungsbewegung schnell zu verpuffen. Entscheidend wird sein, ob Salesforce im Earnings Call konkrete Kennziffern zu Agentforce-Umsätzen, KI-bezogenen Deal-Pipelines und Margenbeiträgen liefert. Im Softwaresektor insgesamt spekulieren Investoren darauf, dass sich der zuletzt beobachtete Bodenbildungsprozess im IGV-ETF bestätigt und sich KI nicht als strukturelle, sondern als evolutionäre Disruption erweist.

Die zentrale Frage dieser Salesforce Earnings ist nicht, ob KI ein Risiko darstellt, sondern ob Salesforce seine Datenbasis in einen nachhaltigen KI-Margenvorteil verwandeln kann.
— Redaktion Börsenblog

Fazit

Unterm Strich werden die anstehenden Salesforce Earnings zum Lackmustest dafür, ob die KI-Wette Agentforce den aktuellen Pessimismus widerlegen kann. Für Anleger steht eine mögliche Neubewertung zwischen Multiple-Reset und KI-Prämie im Raum. Die nächsten Quartalszahlen und Updates zur KI-Monetarisierung werden zeigen, ob Salesforce vom Opfer des “AI ghost trade” zum Profiteur des nächsten Softwarezyklus wird.

Weiterführende Quellen

Taiwan Semiconductor Investitionsplan: +4,8% KI-Boom treibt TSMC

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24.02.26 19:11 Uhr

Taiwan Semiconductor Manufacturing

Rechtfertigt der massive Taiwan Semiconductor Investitionsplan in KI-Fabs den aktuellen Kursrekord – oder steigt hier das Risiko für Anleger?

Wie aggressiv ist der Taiwan Semiconductor Investitionsplan?

Der aktuelle Taiwan Semiconductor Investitionsplan für 2026 sieht ein gewaltiges Budget von 52 bis 56 Milliarden US‑Dollar vor. Ein Großteil fließt in neue Fertigungskapazitäten für hochmoderne Prozesstechnologien wie 2‑Nanometer, A16 und A14. Damit will Taiwan Semiconductor Manufacturing Co. seine technologische Führungsposition in der Halbleiterindustrie und insbesondere im KI-Bereich absichern.

Allein in Taiwan entstehen derzeit bis zu zehn neue Fabriken, viele davon mit Fokus auf Hochleistungschips für Rechenzentren. Besonders wichtig ist das sogenannte Advanced Packaging: Die spezialisierten Werke AP5B und AP7 P1 sollen 2026 fertiggestellt werden und komplexe Chipstapelungen ermöglichen, wie sie etwa NVIDIA und große Hyperscaler für KI-Beschleuniger benötigen.

Während der Kapitalbedarf kurzfristig auf die Marge drückt, signalisiert das Management, dass die hohe Auslastung durch KI und High-Performance-Computing die Investitionen mittelfristig amortisieren soll. Zacks Investment Research verweist darauf, dass Taiwan Semiconductor trotz der globalen Expansion eine Bruttomarge von 63 bis 65 % in Aussicht stellt, selbst wenn neue Auslandsfabriken kurzfristig 2 bis 4 Prozentpunkte kosten.

Was bedeutet der KI-Boom für Taiwan Semiconductor?

Die Nachfrage nach KI-Chips ist der zentrale Treiber hinter dem Taiwan Semiconductor Investitionsplan. NVIDIA hat seine Produktionspläne für das zweite Quartal 2026 angehoben und drängt Taiwan Semiconductor, die Kapazitäten für High-End-GPUs zu erhöhen, da die Nachfrage aus China das Angebot aktuell übersteigt. Gleichzeitig ordern chinesische Technologiekonzerne massiv H200-GPUs und eigene KI-Chips, etwa von Alibaba über die T-Head-Einheit.

Im jüngsten Quartal stiegen die Erlöse im Segment High-Performance-Computing um 48 % und machen inzwischen 58 % des Gesamtumsatzes aus. Aber auch andere Bereiche liefern Rückenwind: Automobilchips legten um 34 % zu, IoT-Anwendungen um 15 %, und das wichtige Smartphone-Geschäft, das fast 30 % der Erlöse ausmacht, wuchs um 11 % gegenüber dem Vorjahr. Diese breite Aufstellung reduziert das Risiko einer einseitigen KI-Abhängigkeit.

The Motley Fool hebt hervor, dass der konsequente Ausbau von Effizienz und Skalierung die Bruttomarge von unter 49 % vor zehn Jahren auf heute fast 60 % getrieben hat. Operative Margen von über 50 % und eine Eigenkapitalrendite von mehr als 35 % untermauern, dass die hohen Investitionen bisher in stark steigende Gewinne münden.

Wie reagiert die Börse auf Taiwan Semiconductor?

An der Wall Street setzt die Aktie von Taiwan Semiconductor ihre Rally fort. In New York gewinnt der Titel am Dienstag 4,79 % auf 387,83 US‑Dollar, nach 370,04 US‑Dollar am Vortag. In Taiwan markierte die Aktie jüngst ein Rekordhoch bei 1.965,00 TWD und liegt damit rund 85 % über dem Niveau vor zwölf Monaten. Technische Indikatoren wirken dabei nicht überhitzt: Der Relative-Stärke-Index (RSI) um 53 signalisiert ein neutrales Momentum, während der Kurs klar über dem 200‑Tage‑Durchschnitt von 1.340,24 TWD notiert.

Analysten bleiben überwiegend positiv. Zacks Investment Research führt Taiwan Semiconductor in mehreren Analysen als einen der spannendsten Profiteure des KI-Booms und verweist auf das anhaltend bullishe Sentiment an der Wall Street. Auch The Globe and Mail zählt die Aktie zu den “smartesten” Wachstumswerten für langfristige Anleger und betont die faktische Quasi-Monopolstellung bei modernsten Fertigungsprozessen.

Viele Strategen verweisen darauf, dass Taiwan Semiconductor für zahlreiche US-Techgiganten und Hyperscaler systemrelevant ist. Ohne die Fertigungskapazitäten des Konzerns könnten die ambitionierten KI-Pläne von Cloudanbietern, Softwarekonzernen und Plattformbetreibern kaum umgesetzt werden. Das erklärt, warum die Börse den Milliardenumfang des Taiwan Semiconductor Investitionsplan eher als Chance denn als Risiko interpretiert.

Was müssen Anleger jetzt beachten?

Der nächste bewertungsrelevante Termin ist der 16. April 2026, wenn Taiwan Semiconductor Manufacturing Co. die nächsten Quartalszahlen vorlegt. Dann zeigt sich, ob der Taiwan Semiconductor Investitionsplan bereits zu einer weiteren Beschleunigung von Umsatz und Gewinn führt. Entscheidende Kennzahlen werden neben dem Wachstum im KI- und HPC-Segment vor allem die Entwicklung der Bruttomarge und die Auslastung der neuen Kapazitäten sein.

Mit einem Kursanstieg von rund 24 % seit Jahresbeginn stellt sich für Anleger die Frage, ob ein Einstieg noch attraktiv ist. Das starke Margenprofil, die dominante Marktstellung in der Spitzentechnologie und die vollen Auftragsbücher sprechen dafür, dass das Wachstum auch 2026 und darüber hinaus anhalten kann. Gleichzeitig bleiben geopolitische Risiken im Taiwan-Konflikt und die hohe Abhängigkeit von Großkunden wie NVIDIA Faktoren, die im Risikomanagement berücksichtigt werden sollten.

Fazit

Unterm Strich deutet vieles darauf hin, dass der Taiwan Semiconductor Investitionsplan die Weichen für die nächste Wachstumsphase stellt und die Aktie langfristig interessant bleibt, auch wenn kurzfristige Rücksetzer nach der starken Rally jederzeit möglich sind.

Weiterführende Quellen

Keurig Dr Pepper Übernahme +3,7%: Boom-Chance mit JDE Peet’s

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24.02.26 18:02 Uhr

Keurig Dr Pepper Inc.

Wird die Keurig Dr Pepper Übernahme von JDE Peet’s zum Gamechanger, der den Konzern in zwei globale Branchenführer aufspaltet?

Keurig Dr Pepper Übernahme: Was steckt hinter dem Großdeal?

Keurig Dr Pepper blickt auf ein erfolgreiches Jahr 2025 zurück und nutzt die starke Ausgangslage, um mit der geplanten Keurig Dr Pepper Übernahme von JDE Peet’s den nächsten strategischen Schritt zu gehen. Nachdem wichtige regulatorische Freigaben vorliegen und das Übernahmeangebot gestartet wurde, peilt das Management einen Closing-Termin Anfang April 2026 an. Der Deal soll den Konzern um zusätzliche 8,5 bis 8,7 Milliarden US‑Dollar Umsatz erweitern und im ersten Jahr 6 bis 7 % zum Ergebnis je Aktie beitragen.

Finanziert wird die Transaktion über ein Bündel an Instrumenten: 4,5 Milliarden US‑Dollar wandelbare Vorzugsaktien für die künftige Beverage Co, ein 4‑Milliarden‑Joint‑Venture in der Pod-Produktion, 9 Milliarden US‑Dollar zusätzliche Schulden und 5 Milliarden US‑Dollar Verbindlichkeiten, die bei der künftigen Coffee‑Gesellschaft verbleiben. Ziel ist es, nach Abschluss der Keurig Dr Pepper Übernahme zwei fokussierte „Pure Plays“ zu formen, die jeweils eigene Kapitalstrukturen und Managementteams erhalten.

Keurig Dr Pepper: Wie liefen Q4 und das Gesamtjahr 2025?

Operativ überzeugte Keurig Dr Pepper im abgelaufenen Jahr mit deutlichem Wachstum. 2025 stiegen die Nettoerlöse währungsbereinigt um rund 8,6 %, getrieben von etwa fünf Prozentpunkten organischem Wachstum und knapp vier Punkten aus der Ghost-Akquisition. Der bereinigte Gewinn je Aktie legte um 7,3 % zu und traf damit die Jahresprognose. Laut veröffentlichten Daten belief sich der Gesamtjahresumsatz auf 16,6 Milliarden US‑Dollar, während der verwässerte Gewinn je Aktie 1,53 US‑Dollar erreichte.

Im vierten Quartal 2025 lagen die Umsätze mit 4,5 Milliarden US‑Dollar klar über den Markterwartungen von 4,36 Milliarden US‑Dollar. Der bereinigte EPS stieg auf 0,60 US‑Dollar und übertraf die Konsensschätzung leicht. Insbesondere das Segment US Refreshment Beverages war der Wachstumstreiber: Die Erlöse erhöhten sich hier um 11,5 %, gestützt von starken Marken wie Dr Pepper, 7UP und der schnell wachsenden Energieplattform rund um Ghost, C4, Bloom und Black Rifle. Das internationale Geschäft wuchs im mittleren Zehnprozentbereich, profitierte im Q4 aber auch von Vorzieheffekten vor einer Getränkesteuer-Erhöhung.

Keurig Dr Pepper Aktienchart - 252 Tage Kursverlauf - Februar 2026

Keurig Dr Pepper: Risiken im Kaffee – Chancen durch Global Coffee Co?

Im US-Kaffeegeschäft zeigte sich ein gemischtes Bild. Die Umsätze stiegen im vierten Quartal zwar um knapp 4 %, allerdings primär preisgetrieben: Durchschnittspreise legten um rund 8 % zu, während das Volumen unter Druck stand. Pod-Auslieferungen gingen um 2,8 % zurück, die Zahl der verkauften Maschinen sogar um 16,8 %. In der Folge sank das operative Ergebnis des Segments im Q4 um 8,8 %, belastet durch höhere Rohkaffeepreise, Zölle und ungünstige Mixeffekte.

Das Management rechnet damit, dass der Profit im US-Kaffee auch 2026 unter Druck bleibt – insbesondere im ersten Quartal, wenn höhere Rohstoffkosten und Lageranpassungen im Handel durchschlagen. Gleichzeitig soll die Integration von JDE Peet’s die Basis für eine globale Kaffeeplattform legen: Die neue Global Coffee Co soll die gebündelte Stärke im Kaffeegeschäft nutzen, während Beverage Co sich auf Softdrinks und Energy konzentriert. Damit wird die Keurig Dr Pepper Übernahme zentral, um die Schwäche im US-Kaffee mittelfristig in eine globale Wachstumsstory zu drehen.

Keurig Dr Pepper: Wie reagiert die Börse auf die Pläne?

An der Börse werden die jüngsten Zahlen und der strategische Kurswechsel positiv aufgenommen. Die Aktie von Keurig Dr Pepper steigt am Dienstag um rund 3,75 % auf 30,89 US‑Dollar. Analysten verweisen auf die Kombination aus defensivem Basisgeschäft, wachstumsstarken Marken im Erfrischungs- und Energiebereich und dem Potenzial der JDE-Peet’s-Integration. Zacks Investment Research hebt hervor, dass KDP im Jahr 2025 in allen vier Quartalen die Erwartungen beim Gewinn je Aktie erfüllt oder geschlagen hat und damit die beste Serie seit Jahren vorweisen kann.

RBC Capital Markets bewertet den Ausblick für 2026 als stabil und sieht den JDE-Peet’s-Deal als klaren Rückenwind für Wachstum und Margen, auch wenn kurzfristig höhere Verschuldung und Integrationsrisiken zu berücksichtigen sind. Weitere Unterstützung kommt von institutioneller Seite: Asset Manager wie Vanguard, Invesco, State Street und zuletzt AXQ Capital haben ihre Positionen ausgebaut, was das Vertrauen professioneller Investoren in die Aktie unterstreicht.

Fazit

Für 2026 peilt das Unternehmen – ohne JDE Peet’s – ein Umsatz- und EPS-Wachstum von 4 bis 6 % an, währungsbereinigt. Inklusive Übernahme rechnet das Management mit einem niedrigen zweistelligen EPS-Zuwachs und einem freien Cashflow von rund 2 Milliarden US‑Dollar schon vor der Konsolidierung von JDE Peet’s. Spätestens mit dem geplanten Spin-off von Beverage Co und Global Coffee Co Ende 2026 dürfte sich entscheiden, ob die Keurig Dr Pepper Übernahme den erhofften Mehrwert für Aktionäre liefert.

Weiterführende Quellen

Netflix Merger über $82,7 Mrd.: Schulden-Boom oder strategische Chance?

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24.02.26 17:41 Uhr

Netflix

Wird der Netflix Merger mit Warner Bros. Discovery zum riskanten Schuldenpoker oder zur einmaligen Streaming-Chance?

Was steckt hinter dem Netflix Merger?

Netflix hat Ende 2025 eine Vereinbarung zur Übernahme großer Teile von Warner Bros. Discovery getroffen. Kern des Deals ist ein Barangebot von 27,75 US-Dollar je Aktie beziehungsweise rund 82,7 Milliarden US-Dollar für Studios und Streaming-Geschäft, inklusive ikonischer Marken wie HBO, Harry Potter und Herr der Ringe. Parallel dazu hat Paramount Skydance sein konkurrierendes Angebot erhöht und eine überarbeitete Offerte beim WBD-Verwaltungsrat eingereicht. Der Vorstand von Warner Bros. muss nun prüfen, ob das neue Paramount-Angebot dem Deal mit Netflix überlegen ist. Sollte das der Fall sein, hat Netflix ein sogenanntes Matching Right und vier Tage Zeit, das höhere Gebot zu kontern. Gibt der Streaming-Riese den Bieterwettstreit auf, würde eine Breakup-Fee von 2,8 Milliarden US-Dollar fällig. Der Netflix Merger ist damit nicht nur strategisch, sondern auch finanziell hoch aufgeladen.

Netflix: Stärke im operativen Geschäft?

Operativ präsentiert sich Netflix derzeit in starker Verfassung. Im vierten Quartal 2025 stieg der Umsatz um 17,6 % auf 12,1 Milliarden US-Dollar, das Wachstum beschleunigte sich damit das dritte Quartal in Folge. Die Zahl der zahlenden Mitglieder überschritt 325 Millionen und dokumentiert die globale Reichweite der Marke. Für das erste Quartal 2026 stellt das Management 12,2 Milliarden US-Dollar Umsatz in Aussicht, was einem Plus von gut 15 % entspricht. Die Profitabilität zieht gleichzeitig an: Die operative Marge lag 2025 bei 29,5 % und soll 2026 auf 31,5 % steigen. Besonders dynamisch wächst das Werbegeschäft. Die Werbeerlöse kletterten 2025 um mehr als 150 % auf über 1,5 Milliarden US-Dollar, für 2026 wird eine erneute Verdopplung erwartet. Damit öffnet sich neben Preiserhöhungen und Kundenzuwachs ein zweiter Wachstumspfad, der auch die geplante Integration der werbefinanzierten HBO-Angebote im Rahmen des Netflix Merger stützen könnte.

Netflix, Inc. Aktienchart - 252 Tage Kursverlauf - Februar 2026

Wie riskant wird die Verschuldung für Netflix?

Die Kehrseite des Deals ist die Finanzierung. Netflix plant, zur Umsetzung des Kaufs rund 52 Milliarden US-Dollar an zusätzlicher Verschuldung aufzunehmen und zudem die bestehende Netto­verschuldung von Warner Bros. Discovery von 10,7 Milliarden US-Dollar zu übernehmen. Zwar erwirtschaftete Netflix 2025 bereits 9,5 Milliarden US-Dollar freien Cashflow und peilt für 2026 rund 11 Milliarden US-Dollar an, dennoch wäre der Sprung beim Schuldenstand erheblich. Kritische Stimmen verweisen darauf, dass der Konzern sich von einem asset-light-Modell zu einem stark integrierten Studiokonzern wandelt, dessen Kino- und TV-Erlöse deutlich volatiler sein können. Hinzu kommt die kartellrechtliche Unsicherheit: Das US-Justizministerium prüft, ob der Netflix Merger mit Warner Bros. Discovery marktbeherrschende Strukturen im Streaming und in Hollywood schaffen könnte. Ein Scheitern des Deals würde zwar den Schuldenanstieg begrenzen, über die Breakup-Fee aber dennoch spürbare Kosten verursachen.

Was bedeutet der Bieterkrieg für die Netflix-Aktie?

An der Börse hat die Fusionsfantasie bislang eher geschadet als genutzt. Die Netflix-Aktie ist seit Jahresbeginn deutlich im Minus und notiert klar unter früheren Hochs. Bei einem Kurs von rund 76,91 US-Dollar entspricht die Bewertung etwa dem 24- bis 25-Fachen der für 2026 erwarteten Gewinne je Aktie. Einige Marktbeobachter sehen darin ein Niveau, auf dem bereits viel Risiko des Netflix Merger eingepreist ist. Andere warnen, dass ein eskalierender Bieterkrieg mit Paramount Skydance die Übernahmesumme weiter nach oben treiben und die Verschuldung zusätzlich erhöhen könnte. Strategisch wäre Warner Bros. Discovery für Paramount existenziell wichtig, während es für Netflix eher ein „nice to have“-Deal bleibt, um seine Dominanz in Hollywood auszubauen. Analysten wie Gary Black argumentieren, dass Netflix dank starker Cashflows und Bilanzkraft den längeren Atem hat und selbst im Fall einer Niederlage im Bieterwettstreit mittelfristig wieder Kurse um 100 US-Dollar erreichen könnte. Investmentbanken wie Citigroup oder RBC Capital Markets haben sich zuletzt vor allem auf das verschobene Chance-Risiko-Profil und den höheren Leverage fokussiert, sehen aber weiterhin strukturelle Stärken im Streaming-Kerngeschäft.

Fazit

Der Netflix Merger mit Warner Bros. Discovery ist ein zweischneidiges Schwert: Er verspricht starke Inhalte und Skaleneffekte, bringt aber hohe Schulden und regulatorische Risiken. Für Anleger bedeutet der aktuelle Kursrückgang, dass ein Teil dieser Unsicherheit bereits eingepreist ist, während das operative Geschäft und das Werbewachstum von Netflix weiter überzeugen. Ob der Bieterkrieg mit Paramount endet oder eskaliert, wird entscheidend dafür sein, ob sich der Netflix Merger als Kurstreiber oder Bremsklotz erweist – aktive Anleger sollten die nächsten Wochen aufmerksam verfolgen.

Weiterführende Quellen

Novo Nordisk CagriSema -2,6%: Pipeline-Schock und Preiskrieg

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24.02.26 17:10 Uhr

Novo Nordisk

Ist der CagriSema-Schock für Novo Nordisk nur ein schmerzhafter Rueckschlag oder der Beginn eines tieferen Strukturbruchs?

Wie hart trifft der CagriSema-Schock Novo Nordisk?

Auslöser des Kursdramas ist der Rückschlag bei Novo Nordisk CagriSema, einem Kombinationspräparat aus Semaglutid und Cagrilintid. In der Phase‑3‑Studie REDEFINE‑4 gelang es dem Wirkstoff nicht, den Rivalen Zepbound von Eli Lilly bei der Gewichtsreduktion zu übertreffen. Statt eines erhofften Durchbruchs lieferte CagriSema lediglich geringere oder vergleichbare Effekte – ein schwerer Dämpfer für die Positionierung als Adipositas-Mittel der nächsten Generation.

An der Börse führte das zu Panikverkäufen: Die Papiere brachen am Montag zeitweise um fast 20 % ein, die ADRs verloren bis zu 16 % und fielen auf Niveaus, die zuletzt 2021 gesehen wurden. Mit aktuell 38,59 US-Dollar liegen sie deutlich unter früheren Hochs, womit der jahrelange Aufwärtstrend zunächst klar gebrochen ist. Auch am Dienstag setzt sich der Abgabedruck mit weiteren rund 3 % Minus fort.

Besonders brisant: Analysten bezifferten das Umsatzpotenzial von Novo Nordisk CagriSema ursprünglich auf rund 12 Milliarden US‑Dollar jährlich. Nach dem Studienflop wird dieses Potenzial nun drastisch auf etwa 2 Milliarden US‑Dollar eingedampft. Damit verliert der Konzern einen zentralen Baustein für die Zeit nach Semaglutid.

Wie reagieren Analysten auf Novo Nordisk?

Die negative Studie zu Novo Nordisk CagriSema hat eine Welle von Abstufungen ausgelöst. Mehrere große Investmentbanken haben ihre Kursziele teils um ein Drittel nach unten revidiert und frühere Kaufempfehlungen zurückgenommen. Einschätzungen gehen davon aus, dass das langfristige EPS‑Wachstum von erwarteten 8 % pro Jahr im Zeitraum 2027 bis 2031 auf nur noch rund 5 % fallen könnte.

Barclays senkt beispielsweise seine Umsatzprognosen für den Bereich Adipositas und Typ‑2‑Diabetes deutlich und spricht von einer „schwachen Pipeline“, die Novo Nordisk ohne neue Blockbuster verwundbar mache. Das Kursziel wurde von 340 auf 270 dänische Kronen reduziert – nur noch rund 10 % über dem aktuellen Niveau in Kopenhagen. Auch andere Häuser passen ihre Modelle an, nachdem sich gezeigt hat, dass CagriSema Zepbound beziehungsweise dem Eli‑Lilly‑Wirkstoff Tirzepatid nicht gewachsen ist.

Gleichzeitig verweisen optimistischere Stimmen auf Chancen durch Oral Wegovy, die neue Tablettenvariante von Semaglutid. Diese könnte dank höherem Komfort und starker Wirksamkeit vor allem außerhalb der USA für Wachstum sorgen, sobald weitere Zulassungen vorliegen. Damit bleibt das Kerngeschäft zwar intakt, doch der Bewertungsaufschlag für eine scheinbar unangreifbare Marktführerschaft ist erst einmal dahin.

Novo Nordisk Aktienchart - 252 Tage Kursverlauf - Februar 2026

Was bedeutet der Preiskrieg für Wegovy und Ozempic?

Parallel zum Schock um Novo Nordisk CagriSema entzündet der Konzern einen Preiskrieg im lukrativen GLP‑1‑Markt. Ab dem 1. Januar 2027 will Novo Nordisk die US‑Listenpreise für Wegovy und Ozempic deutlich senken. Beide Präparate sollen dann für 675 US‑Dollar pro Monat gelistet sein – etwa die Hälfte des bisherigen Wegovy-Preises und rund ein Drittel weniger als bisher bei Ozempic. Die Anpassung gilt auch für orale Formate wie Rybelsus.

Offiziell begründet das Management den Schritt mit dem Ziel, den Zugang für Patienten mit hohen Selbstbeteiligungen zu verbessern und die reale Erschwinglichkeit zu erhöhen. Faktisch verschärft Novo Nordisk damit aber vor allem den Wettbewerb mit Eli Lilly, dessen Zepbound bislang als wirksamer gilt und im Marktanteil schon vorbeigezogen ist. Nettoeinnahmen könnten unter Druck geraten, auch wenn die bisherigen Rabattstrukturen und direkten Cash‑Preisprogramme (149 bis 499 US‑Dollar monatlich) vorerst unverändert bleiben sollen.

Der Markt reagiert verhalten: Sowohl die Aktie von Novo Nordisk als auch die von Eli Lilly gaben nach Bekanntwerden der Preissenkungen nach. Investoren fürchten eine strukturelle Margen-Erosion in einem Markt, dessen Volumen zwar von derzeit rund 72 Milliarden auf geschätzte 139 Milliarden US‑Dollar bis 2030 wachsen dürfte, in dem aber der Preisdruck nun klar zunimmt.

Immerhin arbeitet Novo Nordisk daran, die CagriSema-Baustelle nicht sich selbst zu überlassen. Eine neue Phase‑3‑Studie mit höherer Dosierung steht im Raum, um bessere Resultate zu erzielen. Bis dahin bleibt Novo Nordisk CagriSema jedoch ein Symbol für den abrupten Reality‑Check einer zuvor als unantastbar geltenden Wachstumsstory.

Unsere Hoffnung ist, dass niedrigere Preise zu einem besseren Zugang und größerer Erschwinglichkeit führen.
— Jamey Millar, Executive Vice President US‑Geschäft von Novo Nordisk

Fazit

Die Kombination aus Studienflop bei Novo Nordisk CagriSema und angekündigtem Preiskrieg bei Wegovy und Ozempic zwingt den Konzern zu einer schmerzhaften Neubewertung. Für Anleger bedeutet das: Die Story bleibt intakt, aber ohne den früheren Bewertungsbonus und mit deutlich höherem Ausführungsrisiko. Entscheidend wird nun, ob Oral Wegovy und eine mögliche neue CagriSema-Studie das Vertrauen in das Wachstum ab 2027 wieder stärken können.

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AMD Meta-Deal mit 60 Mrd.-Volumen: KI-Boom trotz -1,8% Kursrutsch

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23.02.26 22:00 Uhr
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24.02.26 13:54 Uhr

Advanced Micro Devices Inc.

Kann der gigantische AMD Meta-Deal über Milliarden und Gigawatt KI-Leistung den aktuellen Kursrutsch der Aktie überstrahlen?

Was steckt hinter dem AMD Meta-Deal?

Im Rahmen des AMD Meta-Deal verpflichtet sich Meta, über fünf Jahre hinweg Rechenzentrums-Hardware von AMD zu beziehen – vor allem KI-Beschleuniger der Instinct-Serie sowie EPYC-Serverprozessoren. Das Volumen der Vereinbarung beläuft sich auf bis zu 60 Milliarden US-Dollar, womit sich Meta langfristig Kapazitäten für seine KI-Offensive sichert. Parallel erhält der Facebook-Konzern Optionsscheine auf bis zu 160 Millionen AMD-Stammaktien, die bei Erreichen bestimmter technischer, kommerzieller und kursbezogener Meilensteine nach und nach ausgeübt werden können.

AMD wird zunächst 1 Gigawatt an GPU-Leistung liefern, die erste Tranche der Optionsscheine wird genau an diesem Schwellenwert fällig. In weiteren Schritten soll die Kapazität auf bis zu 6 Gigawatt steigen. Die GPU-Systeme basieren auf der kommenden Instinct MI450-Generation und werden in der zweiten Jahreshälfte 2026 in Betrieb gehen. Sie sind auf die spezifischen KI-Workloads von Meta optimiert, insbesondere auf Inferenz, also das Ausführen bereits trainierter Modelle.

Wie profitiert AMD operativ von Meta?

Der AMD Meta-Deal geht weit über eine reine Liefervereinbarung hinaus. Beide Unternehmen stimmen ihre Roadmaps für GPU- und CPU-Silizium, Systeme und Software eng aufeinander ab. Herzstück der Infrastruktur ist die gemeinsam im Rahmen des Open Compute Project entwickelte Helios Rack-Scale-Architektur, in der Instinct-GPUs mit EPYC-CPUs kombiniert werden. Zum Einsatz kommen dabei insbesondere die EPYC-Prozessoren der 6. Generation mit den Codenamen „Venice“ und „Verano“, die für maximale Leistung pro Dollar und pro Watt in Metas Rechenzentren ausgelegt sind.

Finanziell erwartet AMD nach eigenen Angaben ein substanzielles, mehrjähriges Umsatzwachstum aus der Kooperation, das die Non-GAAP-Gewinne pro Aktie steigern soll. CFO Jean Hu betont, dass die leistungsabhängige Struktur die Interessen von AMD und Meta eng verknüpfe und Anreize für eine schnelle Skalierung der KI-Plattformen setze. Der Deal folgt auf eine ähnliche Vereinbarung mit OpenAI und unterstreicht den strategischen Anspruch von AMD, im Markt für KI-Beschleuniger zu Hauptkonkurrent NVIDIA aufzuschließen.

Advanced Micro Devices und Meta KI-Grossauftrag Aktienchart - 252 Tage Kursverlauf - Februar 2026

Wie reagiert die Börse auf AMD und Meta?

Die Börse feiert den AMD Meta-Deal: Nach einem Schlusskurs von 196,60 US-Dollar am Vortag liegt die Aktie vorbörslich bei rund 215,76 US-Dollar, ein Plus von knapp 10 %. In der Spitze wurden im frühen Handel Ausschläge von bis zu 14 % gemeldet. Damit nähert sich AMD erneut seinen jüngsten Hochs, ohne dass jedoch von einem neuen Allzeithoch gesprochen werden kann, solange der Kurs nicht klar über den bisherigen 52-Wochen-Spitzenwert hinausschießt.

Auch das Analystenlager hatte AMD bereits im Vorfeld stark im KI-Kontext positioniert. Häuser wie Goldman Sachs, Morgan Stanley, Citigroup und RBC Capital Markets zählen den Konzern seit Monaten zu den zentralen Profiteuren der wachsenden KI-Investitionen der Hyperscaler. Der AMD Meta-Deal stützt diese These und könnte in den kommenden Tagen zu erneuten Kurszielanhebungen führen, insbesondere da sich AMD nun gleich mit mehreren Schwergewichten der Branche über mehrjährige Lieferrahmenverträge abgesichert hat.

Was bedeutet der AMD Meta-Deal für den KI-Chip-Markt?

Strategisch setzt der AMD Meta-Deal ein klares Signal im Wettlauf mit NVIDIA. Meta hatte erst vor wenigen Tagen angekündigt, in den nächsten Jahren Millionen von NVIDIA-GPUs in seine KI-Plattformen zu integrieren. Die Kooperation mit AMD ergänzt dieses Setup und reduziert die Abhängigkeit von einem einzigen Anbieter – ein wichtiger Punkt angesichts weltweiter Engpässe bei Hochleistungs-Chips.

Für AMD ist Meta nach OpenAI ein weiterer prominenter Ankerkunde, der die Auslastung künftiger Produktgenerationen wie MI450 über Jahre hinweg sichert. Zudem dürfte die enge Co-Entwicklung, etwa bei auf Inferenz optimierten GPUs und maßgeschneiderten EPYC-CPUs, zu technologischen Vorteilen führen, die AMD auch bei anderen Kunden vermarkten kann. Angesichts eines erwarteten KI-Investitionsvolumens der großen Tech-Konzerne von über 600 Milliarden US-Dollar in diesem Jahr stärkt der Deal die Position von AMD im Zentrum dieser Kapitallawine.

Diese mehrjährige, generationsübergreifende Zusammenarbeit stellt AMD in den Mittelpunkt des globalen KI-Ausbaus.
— Dr. Lisa Su, CEO von AMD

Fazit

Der AMD Meta-Deal verankert AMD als Schlüsselzulieferer in einer der größten KI-Implementierungen der Branche und schafft hohe, mehrjährige Umsatzvisibilität. Für Anleger erhöht sich damit die Glaubwürdigkeit des Wachstumsnarrativs im KI-Geschäft deutlich. Entscheidend wird nun sein, ob AMD die ambitionierten Liefer- und Technologie-Meilensteine erreicht – gelingt das, könnte die Aktie von einer anhaltend starken KI-Nachfrage weiter profitieren.

Weiterführende Quellen