SP500 6.840,53 -0,97%DJ30 48.924,00 -1,40%NAS100 24.696,50 -1,19%GER40 24.999,20 -0,64%EU50 6.117,30 -0,20%BTCUSD 65.348,53 -3,33%ETHUSD 1.883,48 -3,37%VIX 20,88 +2,59% SP500 6.840,53 -0,97%DJ30 48.924,00 -1,40%NAS100 24.696,50 -1,19%GER40 24.999,20 -0,64%EU50 6.117,30 -0,20%BTCUSD 65.348,53 -3,33%ETHUSD 1.883,48 -3,37%VIX 20,88 +2,59%
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Tilray Brands Strategie: 837 Mio.$ Umsatz, aber Verwässerungs-Schock

Kann die Tilray Brands Strategie mit teuren Zukäufen und massiver Verwässerung wirklich den erhofften Turnaround einleiten?

Tilray Brands: Was steckt hinter der neuen Strategie?

Tilray Brands hat sich vom reinen Cannabisplayer zu einem breiter aufgestellten Konsumgüterkonzern gewandelt. Das Unternehmen spricht inzwischen von sich als „globaler Lifestyle- und Consumer-Packaged-Goods-Konzern“ und versucht, die Abhängigkeit vom volatilen Cannabismarkt zu reduzieren. Kern der aktuellen Tilray Brands Strategie ist eine aggressive Diversifikation in CBD-Produkte, Wellness und vor allem alkoholische Getränke.

Seit 2021 hat Tilray nach eigenen Angaben bereits 19 Marken übernommen, vor allem im Craft-Beer- und Getränkebereich. Damit ist der Konzern zu einem der größten Craft-Bier-Brauer in den USA aufgestiegen. Operativ zeigt sich das im Umsatz: Der Jahreserlös liegt bei über 837 Millionen US-Dollar, doch der erhoffte Durchbruch in Richtung stabiler Profitabilität blieb bislang aus.

Der Hintergrund: Der legalisierte Cannabismarkt hat sich deutlich schwächer entwickelt als an der Börse einst eingepreist wurde. Starke Konkurrenz, Überkapazitäten und anhaltender Wettbewerb mit dem weiterhin aktiven Schwarzmarkt drücken die Margen. Regulierung, Steuern und Gebühren erhöhen zusätzlich die Kostenbasis für legale Anbieter.

Tilray Brands Strategie: Expansion um jeden Preis?

Die Tilray Brands Strategie in den letzten Jahren lässt sich als „Wachstum zuerst, Rendite später“ zusammenfassen. Um die Übernahmeserie zu finanzieren und das laufende operative Defizit zu decken, hat das Management massiv neue Aktien ausgegeben. Seit dem Börsengang in den USA ist die Aktienanzahl um rund 495 % gestiegen, allein seit 2021 um mehr als 300 %. Für Altaktionäre bedeutet das eine drastische Verwässerung ihres Anteils am Unternehmen.

Besonders kritisch: Ein Teil der zugekauften Marken musste bereits wieder wertberichtigt werden. Abschreibungen ziehen sich über nahezu alle Geschäftsbereiche und deuten darauf hin, dass bei der Umsetzung der Tilray Brands Strategie Fehler gemacht wurden – klassische Risiken eines überhitzten Akquisitionskurses. Zwar handelt es sich bilanziell um nicht zahlungswirksame Effekte, wirtschaftlich tragen aber genau jene Aktionäre die Last, deren Anteile zuvor zur Finanzierung der Deals verwässert wurden.

Trotz der steigenden Größe wächst der Konzern zuletzt nur noch im niedrigen einstelligen Prozentbereich. Im zweiten Quartal des laufenden Geschäftsjahres legte der Umsatz lediglich um etwa 3 % zu. Auch der Ausblick der Analysten signalisiert derzeit eher ein Szenario mit geringen Wachstumsraten, anhaltender Verlustsituation und begrenztem Spielraum für weitere teure Zukäufe.

Wie bewerten Analysten die Tilray Brands Strategie?

Am Aktienmarkt spiegelt sich die Skepsis gegenüber Tilray Brands deutlich wider. Der Kurs ist in den vergangenen fünf Jahren um rund 97 % eingebrochen, in drei Jahren um etwa 74 % und im letzten Jahr nochmals zweistellig gefallen. Trotz gelegentlicher Kurssprünge betrachten viele Marktteilnehmer das Papier daher eher als Turnaround-Spekulation denn als solides Investment.

Auf der Analystenseite dominiert ein abwartender Ton. Canaccord-Analyst Kenric Tyghe hat die Aktie jüngst mit einem „Hold“-Rating und einem Kursziel von 13 Kanadischen Dollar eingestuft. Er verweist insbesondere auf die Herausforderungen im Biermarkt, obwohl Tilray Brands dort inzwischen zu den größeren Spielern zählt. Roth Capital bestätigt seine neutrale Einstufung („Neutral“), aber mit einem auf 10 US-Dollar reduzierten Kursziel und betont, dass die Perspektive stark von künftigen US-Gesetzesänderungen sowie dem Wettbewerb durch berauschende Hanfprodukte abhängt.

Gleichzeitig gibt es auch strategische Lichtblicke, die die Tilray Brands Strategie untermauern. So hat das Unternehmen eine exklusive, mehrjährige Lizenzpartnerschaft mit der Carlsberg Group für den US-Markt ab 2027 vereinbart. Tilray wird dann für Produktion, Vermarktung und Vertrieb der Carlsberg-Marken in den USA verantwortlich sein. Damit stärkt der Konzern seine Position im Getränkesegment und schafft weitere Diversifikationsmöglichkeiten abseits des reinen Cannabisgeschäfts.

Trotzdem bleibt die zentrale Frage: Reicht diese Ausweitung des Produktportfolios aus, um die massiven Verwässerungseffekte und die anhaltende operative Schwäche auszugleichen? Solange nachhaltige Profitabilität aussteht, stufen viele Analysten das Chance-Risiko-Verhältnis als begrenzt attraktiv ein.

Die Tilray Brands Strategie setzt damit zwar auf Größe, Markenvielfalt und Partnerschaften, doch für Aktionäre zählt am Ende, ob aus Wachstum auch verlässliche Gewinne werden. Ohne klaren Pfad zu positiven Margen könnte jeder weitere Akquisitionsschritt vor allem eines bedeuten: noch mehr Verwässerung.

Fazit

Die Tilray Brands Strategie kombiniert aggressive Diversifikation mit hoher Aktienverwässerung und einem anhaltend schwachen Cannabis-Kerngeschäft, was den Investment-Case aktuell erheblich belastet. Für Anleger ist entscheidend, ob es dem Management gelingt, aus dem breit aufgestellten Markenportfolio endlich skalierbare, profitable Strukturen zu formen. Die nächsten Quartale und die Umsetzung der Partnerschaften im Getränkesektor werden zeigen, ob Tilray Brands vom Verwässerungs- und Turnaround-Wert zu einem nachhaltig profitablen Konsumgüterkonzern aufsteigen kann.

Weiterführende Quellen

Eli Lilly Gewichtsverlust +5,2%: Rallye nach Studien-Schock bei Novo Nordisk

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23.02.26 18:20 Uhr

Eli Lilly and Company

Kann Eli Lilly seinen Vorsprung beim Gewichtsverlust nach dem Studien-Schock für Novo Nordisk weiter ausbauen?

Eli Lilly and Company: Warum die Aktie heute zulegt

Die Papiere von Eli Lilly and Company ziehen am Montag deutlich an und notieren mit 1.061,57 US‑Dollar rund 5,16 % fester als am Freitag (1.009,52 US‑Dollar). Der Kurs nähert sich damit erneut den jüngsten Höchstständen, nachdem der US-Konzern bereits in den vergangenen Quartalen stark vom globalen Boom bei Medikamenten zur Adipositas-Behandlung profitiert hat. Anleger reagieren damit vor allem auf neue Studiendaten eines direkten Wettbewerbers und auf die anhaltend hohe Nachfrage nach den Produkten Zepbound und Mounjaro, die beide auf dem Wirkstoff Terzepatid basieren.

Im Fokus steht weiterhin das Thema Eli Lilly Gewichtsverlust: Investoren bewerten, welches Präparat in puncto Wirksamkeit, Anwendungskomfort und Preisgestaltung die besten Karten im Massengeschäft mit Abnehmtherapien besitzt. Die heutige Kursreaktion deutet darauf hin, dass der Markt Eli Lilly aktuell klar vorn sieht.

Eli Lilly Gewichtsverlust: Wie groß ist der Vorsprung vor Novo Nordisk?

Ausgangspunkt der Bewegung ist eine Phase‑3‑Studie zur nächsten Generation des Adipositasmittels CagriSema von Novo Nordisk. In dieser Untersuchung verloren Patienten im Schnitt rund 20 bis 23 % ihres Körpergewichts – ein Wert, der zwar hoch erscheint, aber unter den Referenzdaten für Terzepatid von Eli Lilly liegt. Dort wurden je nach Auswertung etwa 23,6 bis 25,5 % Gewichtsverlust über 84 Wochen berichtet. Entscheidend: Die Studie verfehlte den primären Endpunkt der Nicht-Unterlegenheit gegenüber Terzepatid.

Für den Wettbewerb im Segment Eli Lilly Gewichtsverlust ist das ein wichtiges Signal. Zum einen bestätigt es, dass Terzepatid derzeit den klinischen Benchmark für pharmazeutisch induzierten Gewichtsverlust setzt. Zum anderen schürt es Zweifel daran, ob Novo Nordisk mit CagriSema die Marktmacht von Zepbound und Mounjaro mittelfristig ernsthaft angreifen kann. Banken wie JPMorgan sehen deshalb nachhaltige Marktanteilsgewinne zugunsten von Eli Lilly und erwarten, dass der Wachstumsunterschied beim Gewinn je Aktie – aktuell werden für Eli Lilly knapp 25 % jährliches Wachstum in den kommenden fünf Jahren genannt, bei Novo Nordisk dagegen nur rund 6,5 % – vorerst bestehen bleibt.

Eli Lilly and Company Aktienchart - 252 Tage Kursverlauf - Februar 2026

Eli Lilly: Produktvorteile bei Zepbound und Mounjaro?

Neben der reinen Wirksamkeit spielt auch die Art der Verabreichung eine zentrale Rolle. Während Novo Nordisk mit oralen Formulierungen punktet, stärkt Eli Lilly seine Injektionsplattform. Zepbound wird künftig zusätzlich über den neuen Mehrfach-Pen „KwikPen“ angeboten, der vier wöchentliche Injektionen in einem einzigen Gerät bündelt. Für Patienten bedeutet das weniger Verpackungsmüll und eine einfachere Handhabung, weil nur noch ein Pen pro Monat statt mehrerer Einwegspritzen notwendig ist.

Die Preispolitik stützt das Narrativ vom Wettbewerbsvorteil im Bereich Eli Lilly Gewichtsverlust zusätzlich: Der Konzern hält den Einstiegspreis für Zepbound bei 299 US‑Dollar pro Monat für die niedrigste Dosierung – unabhängig davon, ob Patienten die klassische Einzeldosis oder die neue Mehrfach-Pen-Variante wählen. Für die Margen könnte der KwikPen durch geringere Produktions- und Logistikkosten sogar leicht positiv sein, zumal Zepbound zuletzt bereits rund 4,2 Milliarden US‑Dollar Quartalsumsatz generierte. Damit unterstreicht Eli Lilly den Anspruch, das Standardpräparat im globalen Abnehmmarkt zu bleiben.

Was bedeutet die Rallye für Anleger bei Eli Lilly?

Die Kombination aus starken Wirksamkeitsdaten, zunehmendem Anwendungskomfort und aggressiver Kapazitäts- sowie Preispolitik festigt das Investoren-Narrativ rund um Eli Lilly Gewichtsverlust. Während Novo Nordisk nach dem Studienrückschlag im zweistelligen Prozentbereich unter Druck steht und einen Teil seiner Wegovy-Gewinne an der Börse eingebüßt hat, wird Eli Lilly als struktureller Gewinner der nächsten Jahre gesehen. Analysten wie Chris Schott von JPMorgan rechnen mit anhaltenden Marktanteilsgewinnen, weil viele Wettbewerber bislang nicht auf den dualen Wirkmechanismus von Terzepatid gesetzt haben.

Charttechnisch nähert sich die Aktie wichtigen Widerstandsbereichen nur wenige Dutzend Punkte über dem aktuellen Niveau. Ein Ausbruch darüber könnte den Aufwärtstrend weiter verlängern, zumal die Story hinter dem Wachstumsfeld Adipositas unverändert intakt ist und zusätzliche Indikationen – etwa bei Diabetes – weitere Umsatztreiber darstellen. Kurzfristige Rücksetzer bleiben nach der starken Rallye zwar möglich, langfristig bleibt Eli Lilly and Company jedoch eng mit dem strukturellen Trend zu medikamentösem Gewichtsmanagement verknüpft.

Fazit

Für Anleger bedeutet das: Solange Terzepatid klinisch und kommerziell die Messlatte setzt und Wettbewerber wie Novo Nordisk Rückschläge hinnehmen müssen, sprechen viele Argumente dafür, dass Eli Lilly im globalen Markt für Abnehmtherapien die Führungsrolle verteidigt. Die nächsten klinischen Daten und Kapazitätsentscheidungen werden zeigen, ob der Konzern diesen Vorsprung weiter ausbauen kann.

Weiterführende Quellen

Enel Investitionsplan über 53 Mrd.: Rallye-Chance und höhere Dividende

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23.02.26 17:39 Uhr

Enel S.p.A.

Kann der massive Enel Investitionsplan mit 53 Milliarden Euro die aktuelle Kursrallye und das Dividendenwachstum langfristig tragen?

Was umfasst der Enel Investitionsplan konkret?

Der aktualisierte Enel Investitionsplan sieht für die nächsten drei Jahre Gesamtinvestitionen von 53 Milliarden Euro vor. Damit erhöht Enel seine ursprüngliche Planung um rund 10 Milliarden Euro. Ein Großteil der Mittel soll in den Ausbau der erneuerbaren Energien fließen, insbesondere in Wind-, Solar- und Batteriespeicherprojekte. Strategische Kernmärkte bleiben Europa und die USA, wo Enel seine Position als einer der führenden Versorger im Bereich grüner Energie weiter ausbauen will.

Flankiert wird der Enel Investitionsplan durch gezielte Zukäufe. So hat der Konzern über seine Tochter Enel Green Power North America eine Vereinbarung zum Erwerb eines Portfolios von Wind- und Solaranlagen in den USA mit insgesamt 830 Megawatt Leistung unterzeichnet. Das Transaktionsvolumen liegt bei rund 1 Milliarde US-Dollar; der Enterprise Value des Portfolios wird auf etwa 1,3 Milliarden US-Dollar beziffert. Nach Abschluss der Transaktion, der für das dritte Quartal 2026 erwartet wird, rechnet Enel mit einem zusätzlichen jährlichen EBITDA-Beitrag von rund 145 Millionen US-Dollar.

Wie entwickelt sich Gewinn und Dividende bei Enel?

Parallel zum höheren Investitionsvolumen hebt Enel seine Ertrags- und Ausschüttungsziele an. Der Konzern erwartet für 2025 einen Gewinn je Aktie (EPS) von 0,69 Euro. Für das laufende Jahr wurde eine Spanne von 0,72 bis 0,74 Euro je Aktie in Aussicht gestellt. Bis 2028 soll der Gewinn je Anteilsschein weiter auf 0,80 bis 0,82 Euro steigen, was einer jährlichen durchschnittlichen Wachstumsrate von rund 6 Prozent entspricht.

Auch die Dividendenpolitik wurde überarbeitet. Statt der bislang avisierten stabilen Ausschüttung von 0,46 Euro je Aktie für die Jahre 2025 bis 2027 plant Enel nun für 2025 eine Dividende von 0,49 Euro je Aktie. Für den Zeitraum 2025 bis 2028 stellt das Management ein jährliches Dividendenwachstum von im Schnitt etwa 6 Prozent in Aussicht. Zusätzlich hat Enel ein Aktienrückkaufprogramm über 1 Milliarde Euro angekündigt, das die Kapitalrückführung an die Anteilseigner weiter erhöht.

Enel Investitionsoffensive und Dividendenpolitik Aktienchart - 252 Tage Kursverlauf - Februar 2026

Wie reagiert der Markt auf den Enel Investitionsplan?

An der Börse stößt der erweiterte Enel Investitionsplan auf eine positive Resonanz. Die Aktie von Enel steigt am Montag auf rund 9,70 Euro und liegt damit etwa 6,8 Prozent über dem Vortagesniveau von 9,08 Euro. Im europäischen Versorgersektor gehört der Wert damit zu den stärksten Titeln. Im 52-Wochen-Vergleich bewegt sich die Aktie nahe dem Jahreshoch von 9,77 Euro, ohne dieses aktuell zu überschreiten. Auf Zwölfmonatssicht summiert sich das Kursplus auf knapp 40 Prozent.

Analysten zeigen sich ebenfalls konstruktiv. Die UBS hebt vor allem das für 2028 anvisierte Gewinnniveau je Aktie hervor, das über den bisherigen Markterwartungen liegt. JPMorgan-Analyst Javier Garrido betont, dass die neue Prognose demonstriere, wie robust Enel trotz staatlicher Eingriffe in die Strompreisbildung in Italien aufgestellt sei. Die Regierung in Rom rechnet zwar mit einem belastenden Effekt von rund 400 Millionen Euro auf den Nettogewinn, dennoch soll dieser 2026 auf 7,1 bis 7,3 Milliarden Euro steigen, nach etwa 7 Milliarden Euro im Vorjahr. Das operative Ergebnis (EBITDA) erwartet Enel für das laufende Jahr in einer Spanne von 23,1 bis 23,6 Milliarden Euro.

In der relativen Bewertung bleibt der Versorger trotz der Kursrally attraktiv. Auf Basis der unternehmenseigenen Planungen liegt das geschätzte Kurs-Gewinn-Verhältnis für 2028 bei rund 11,9 und damit unter vielen europäischen Wettbewerbern. Gleichzeitig sorgt die anvisierte Dividendenrendite von über 5 Prozent dafür, dass Enel für einkommensorientierte Anleger interessant bleibt. Damit verbindet der Enel Investitionsplan wachstumsstarke Projekte in Erneuerbaren mit einer klaren, aktionärsfreundlichen Ausschüttungspolitik.

Die für 2028 avisierte Ergebnisentwicklung je Aktie liegt über den bisherigen Markterwartungen und unterstreicht die Ertragskraft des angehobenen Investitionsplans.
— UBS-Analyse zum Enel Capital Markets Day

Fazit

Der neue Enel Investitionsplan kombiniert höhere Investitionen in erneuerbare Energien mit klar steigenden Gewinnen und einer attraktiven Dividenden- sowie Rückkaufpolitik. Für Anleger ergibt sich damit ein Mix aus Wachstumsperspektive und solider Ausschüttung, der die jüngste Kursstärke fundamental untermauert. Bleiben Umsetzung und regulatorisches Umfeld im Rahmen der jetzigen Annahmen, könnte Enel seine Rolle als einer der führenden europäischen Versorger weiter ausbauen.

Weiterführende Quellen

Salesforce Quartal -4,3%: KI-Offensive zwischen Chance und Crash-Warnung

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23.02.26 16:05 Uhr

Salesforce, Inc.

Wird das kommende Salesforce Quartal den KI-Zweiflern den Wind aus den Segeln nehmen oder den aktuellen Kursrutsch noch verstärken?

Salesforce Quartal: Was erwartet die Wall Street?

Die anstehenden Zahlen von Salesforce Inc. zum vierten Geschäftsquartal 2026 (Q4 GJ 2026, Bericht am 25. Februar) gelten als wichtiger Stimmungstest für den gesamten Software- und SaaS-Sektor. Die Börse will im Salesforce Quartal vor allem sehen, ob sich die massiven Investitionen in künstliche Intelligenz bereits in einer Beschleunigung der Nachfrage niederschlagen. Analysten betonen, dass KI nicht nur Kosten senken, sondern vor allem das Wachstum im Kerngeschäft CRM, Marketing- und Service-Cloud ankurbeln muss.

Im laufenden Geschäft zeigte Salesforce zuletzt solide, aber nicht überragende Wachstumsraten. Im dritten Geschäftsquartal 2026 stieg der Umsatz auf 10,3 Milliarden Dollar, ein Plus von 9 % gegenüber dem Vorjahr, während der bereinigte Gewinn je Aktie um 38 % auf 2,20 Dollar zulegte. Besonders wichtig: Die verbleibende Leistungsverpflichtung (RPO) kletterte um 12 % auf 59,5 Milliarden Dollar – ein Signal, dass die Auftragspipeline robuster wächst als der aktuelle Umsatz. Für das anstehende Salesforce Quartal hatte das Management einen Umsatz von rund 11,2 Milliarden Dollar in Aussicht gestellt, was einem Wachstum von etwa 11 % entspräche.

Salesforce: KI als Chance oder Disruptor?

Im Mittelpunkt der Debatte steht die Frage, ob KI den etablierten SaaS-Anbietern wie Salesforce Inc. Rückenwind gibt – oder ihr Geschäftsmodell unter Druck setzt. Viele Softwarewerte, von Salesforce über SAP bis Adobe, sind in den vergangenen Monaten stark gefallen, weil Investoren fürchten, dass neue KI-Agenten klassische Lizenz- und Abo-Modelle angreifen könnten. Gleichzeitig wird Salesforce häufig als einer der bestpositionierten Anbieter für KI-Agenten genannt, da der Konzern seine gesamte Plattform – von Data Cloud über Tableau bis Slack – um generative und agentenbasierte Funktionen erweitert.

Diese KI-Offensive hat jedoch ihren Preis. Für das aktuelle Salesforce Quartal erwartet das Management, dass die hohen Investitionen in neue KI-Tools die Profitabilität kurzfristig belasten und der Gewinn je Aktie im Vergleich zum Vorjahr um etwa 15 % zurückgeht. Anleger müssen daher abwägen, ob sie den temporären Margendruck akzeptieren, um von möglichen höheren Wachstumsraten ab 2026/27 zu profitieren. Einige Marktbeobachter verweisen zudem auf neue Partnerschaften, etwa mit Insurtech-Anbietern, deren Lösungen über die Salesforce AppExchange bereitgestellt werden und zusätzliche Nutzung der Plattform anstoßen sollen.

Salesforce Inc. Aktienchart - 252 Tage Kursverlauf - Februar 2026

Salesforce: Kursrutsch und kräftige Kurszielsenkungen

An der Börse ist die Stimmung vor dem Salesforce Quartal angespannt. Die Aktie notiert aktuell bei rund 177,14 US-Dollar, nach 185,16 US-Dollar am Vortag – ein Rückgang von 4,33 %. Bereits zuvor war der Kurs von einem Allzeithoch bei 369 Dollar im Dezember 2024 auf ein Mehrjahrestief um 180 Dollar gefallen, was einem Einbruch von etwa 50 % entspricht. Seit Jahresbeginn liegt Salesforce rund 27 % im Minus, auf Sicht von zwölf Monaten beträgt das Minus etwa 40 %. Mit einem KGV von knapp 35 preist der Markt trotz des Rückgangs noch immer beachtliches Wachstum ein – was die Fallhöhe erhöht, falls das Salesforce Quartal die Erwartungen verfehlt.

Mehrere Investmentbanken haben in den vergangenen Tagen ihre Kursziele nach unten angepasst. Citigroup senkte ihr Ziel ebenso wie UBS und signalisierte damit steigende Skepsis, dass Salesforce kurzfristig zu den zuvor eingepreisten Wachstumsraten zurückkehren kann. Parallel warnen Beobachter vor auffälligen Insiderverkäufen im Technologiesektor, zu dem auch Salesforce gezählt wird. Dem stehen bullishere Stimmen gegenüber: Einige Analysten betonen die starke Cashflow-Generierung, die konservative Verschuldung und die historisch solide Wachstumsdynamik des Konzerns.

Salesforce: Wie realistisch sind 250 Dollar bis 2030?

Trotz der aktuellen Unsicherheit rechnen etliche Strategen damit, dass die Aktie langfristig wieder deutlich höher notieren könnte. Einzelne Prognosen sehen das Papier bis 2030 bei rund 250 Dollar. Diese Szenarien basieren auf einem fortgesetzten Umsatzwachstum im hohen einstelligen bis niedrigen zweistelligen Prozentbereich, einer schrittweisen Margenverbesserung nach Abschluss der aktuellen KI-Investitionswelle und weiteren Akquisitionen, die das Ökosystem rund um das Kern-CRM stärken.

Fazit

Unterstützt wird dieser Blick von Studien, die Salesforce als Wertfall für Qualitäts- und Value-Investoren einordnen: Hohe Profitabilität, effiziente Kapitalnutzung und eine im Branchenvergleich moderate Verschuldung sprechen dafür, dass das Unternehmen finanzielle Spielräume für Investitionen und Aktienrückkäufe besitzt. Gleichzeitig zeigen die jüngsten Kurszielsenkungen von Citigroup und UBS, dass der Markt kurz- bis mittelfristig stärker auf Wachstumsverlangsamung und KI-Risiken fokussiert ist als auf die Chancen bis 2030. Das nächste Salesforce Quartal dürfte daher zum Taktgeber für die Frage werden, ob der aktuelle Kursrutsch eine Einstiegsgelegenheit oder ein Warnsignal für weitere Abgaben ist.

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NVIDIA Quartal mit 66 Mrd. Umsatz: KI-Boom oder Crash-Warnung

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20.02.26 22:00 Uhr
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23.02.26 15:23 Uhr

NVIDIA

Wird das kommende NVIDIA Quartal den KI-Boom mit neuen Rekorden bestätigen oder den Startschuss für eine schmerzhafte Korrektur geben?

NVIDIA Quartal: Wie hoch ist der Erwartungsdruck?

Die Bedeutung des aktuellen NVIDIA Quartal kann kaum überschätzt werden. Die Aktie hat seit dem KI-Boom 2023 eine beispiellose Rally hingelegt, notiert aber seit Oktober in einer breiten Seitwärtsphase und liegt mit rund 189,82 Dollar etwa 23 Dollar unter ihrem Rekordhoch. Optionshändler stellen sich auf heftige Kursausschläge ein: Für den Bericht am Mittwochabend wird eine Bewegung von rund 6 % in beide Richtungen eingepreist – das entspräche bei der gewaltigen Marktkapitalisierung einem Wertsprung oder -verlust im dreistelligen Milliardenbereich.

Die Konsensschätzungen sind klar: Für das laufende NVIDIA Quartal (fiskalisches Q4) rechnet die Wall Street mit einem Umsatz von etwa 65,7 bis 66 Milliarden Dollar und einem bereinigten Ergebnis je Aktie von rund 1,52 Dollar, was einem Gewinnanstieg von etwa 71 % gegenüber dem Vorjahr entspräche. Entscheidend ist dabei weniger, ob NVIDIA die Erwartungen erreicht – das wird mittlerweile eher als Enttäuschung gewertet – sondern ob das Unternehmen erneut deutlich übertrifft und die Wachstumsstory bestätigt.

NVIDIA: Herzstück des KI-Booms – aber ist das Wachstum nachhaltig?

NVIDIA Corporation ist mit einem Marktanteil von geschätzt rund 80 % der dominierende Anbieter von KI-Beschleunigern für Rechenzentren. Die GPUs des Konzerns gelten als Goldstandard für das Training und Inferencing großer KI-Modelle. Im vorangegangenen Quartal sprang der Umsatz bereits auf rund 57 Milliarden Dollar, die Gewinne stiegen noch schneller, die Bruttomarge lag im Bereich Mitte 70 % – weit über dem Branchendurchschnitt von etwa 50 %.

Das Management um CEO Jensen Huang hatte für das aktuelle Quartal ein weiteres Umsatzwachstum von rund 65 % und einen neuen Rekord von rund 65 Milliarden Dollar in Aussicht gestellt. Besonders gefragt ist die Blackwell-Generation, deren Nachfrage als „off the charts“ beschrieben wurde, während Cloud-GPUs im Wesentlichen ausverkauft sind. Für die kommenden Jahre werden zudem starke Impulse durch die neue GB300-Ultra-Architektur und die Rubin-Plattform erwartet, die hyperskalierende KI-Rechenzentren adressiert.

Gleichzeitig rückt die Frage nach der Monetarisierung der gigantischen KI-Investitionen in den Fokus. Hunderte Milliarden Dollar CapEx von Hyperscalern und Mag-7-Konzernen fließen in KI-Infrastruktur, doch Investoren wollen zunehmend sehen, wie schnell diese Ausgaben in zusätzliche Umsätze und Margen münden – sowohl bei NVIDIA als auch bei den Software- und Cloud-Anbietern.

NVIDIA Corporation Aktienchart - 252 Tage Kursverlauf - Februar 2026

NVIDIA: Was sagen Analysten zum kommenden Bericht?

Mehrere große Häuser sehen trotz der bereits enormen Kursgewinne weiterhin Luft nach oben. Der Oppenheimer-Analyst Rick Schafer bestätigt sein „Outperform“-Rating und traut NVIDIA zu, die Umsatzschätzungen im NVIDIA Quartal um 2 bis 3 Milliarden Dollar zu übertreffen, vor allem dank des Hochlaufs der GB300-Ultra-Systeme. Sein Kursziel liegt bei 265 Dollar. Die kanadische Bank RBC Capital Markets bleibt ebenfalls bei „Outperform“ und setzt ein Kursziel von 240 Dollar, gestützt auf einen wachsenden Auftragsbestand und die Rubin-GPU-Plattform.

Weitere Adressen wie Needham (240 Dollar Kursziel), Stifel Nicolaus (250 Dollar), UBS (245 Dollar) und Wells Fargo (265 Dollar) sehen im Mittel ein Niveau um 252 Dollar – damit veranschlagt der Analystenkonsens ein Aufwärtspotenzial von rund 35 % gegenüber dem aktuellen Kurs. Auffällig ist: Trotz der extrem hohen Erwartungen bewerten einige Strategen die Aktie gemessen am Kurs-Gewinn-Verhältnis als vergleichsweise moderat, nachdem die Bewertungskennzahlen in den letzten Monaten deutlich komprimiert wurden.

NVIDIA: Risiken durch Wettbewerb, China und Zyklusende?

Dem Optimismus stehen jedoch klare Risiken gegenüber. Auf der Wettbewerbsseite investieren Player wie AMD und große Cloud-Anbieter massiv in eigene KI-Chips. Interner Wettbewerb – also eigene Beschleuniger der wichtigsten Kunden – könnte die bislang extreme Knappheit hochwertiger GPUs und damit auch NVIDIAs Preissetzungsmacht schrittweise abschwächen. Parallel gibt es geopolitische Unsicherheiten rund um Exportbeschränkungen für High-End-Chips nach China, einem potenziellen Zusatzmarkt von rund 50 Milliarden Dollar jährlich, sofern Genehmigungen für H200-basierte Lösungen erteilt werden.

„NVIDIA hat immer wieder geliefert, aber in diesem NVIDIA Quartal könnte selbst ein sehr starkes Ergebnis nicht gut genug sein, wenn es die extrem hohen Flüster-Schätzungen nicht übertrifft.“
— Rhys Williams, Chefstratege bei Wayve Capital Management

Fazit

Hinzu kommen operative Risiken wie mögliche Engpässe bei Speicherkomponenten und Festplatten, die den Ausbau von Rechenzentren verzögern oder Druck auf die Margen ausüben könnten. Anleger beobachten also nicht nur das Zahlenwerk des NVIDIA Quartal, sondern auch den Ausblick: Bleibt das Wachstumstempo im mittleren zweistelligen Bereich, wie es der Markt erwartet? Und kann das Management glaubhaft machen, dass die KI-Investitionswelle noch nicht an einem zyklischen Höhepunkt angekommen ist?

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Bitcoin Zollschock: Droht jetzt der Crash auf 60.000 Dollar?

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23.02.26 15:14 Uhr

Bitcoin (BTC/USD)

Wird der Bitcoin Zollschock nur eine kurze Schrecksekunde bleiben oder den Weg in Richtung 60.000 Dollar erzwingen?

Wie hart trifft der Bitcoin Zollschock den Markt?

Der jüngste Bitcoin Zollschock wurde durch eine abrupte Verschärfung der US-Handelspolitik ausgelöst. Trump will den erst frisch eingeführten globalen Basiszoll von 10 Prozent auf das gesetzliche Maximum von 15 Prozent anheben. Die Folge: Risk-On-Anlagen wie Bitcoin gerieten weltweit unter Druck, während Gold neue Stärke zeigte. Die Krypto-Leitwährung fiel im asiatischen Handel kurzzeitig um bis zu 4,8 Prozent auf etwa 64.300 Dollar, den niedrigsten Stand seit dem 6. Februar, bevor eine Gegenbewegung sie wieder in den Bereich um 66.000 Dollar zurückführte.

Technisch betrachtet bleibt das Bild angeschlagen. Vom Rekordhoch über 120.000 bis 126.000 Dollar im vergangenen Oktober liegt Bitcoin inzwischen rund 48 Prozent entfernt. Auf Jahressicht summiert sich das Minus auf etwa ein Viertel der Marktkapitalisierung, was die aktuelle Phase klar als Bärenmarkt-Korrektur einordnet. Entscheidende Unterstützungen sehen Marktteilnehmer im Bereich um 60.000 Dollar sowie an der 200-Wochen-Linie bei rund 58.500 Dollar.

Was passiert bei Strategy und anderen Großhaltern?

Während viele Privatanleger angesichts des Bitcoin Zollschock verunsichert sind, nutzen einige institutionelle Akteure den Abverkauf für Nachkäufe. Die börsennotierte Bitcoin-Holding Strategy steht laut Unternehmensangaben vor ihrem 100. Bitcoin-Kauf und hält bereits mehr als 717.000 BTC zu einem durchschnittlichen Einstand von 76.027 Dollar. Auch andere bekannte Krypto-Unternehmer wie Michael Saylor setzen ihre Akkumulationsstrategie fort und sehen die Kursrückgänge eher als „Ausverkauf im Laden“.

Gleichzeitig zeigen On-Chain-Daten jedoch eine deutliche Belastung durch Verkäufe großer Adressen. Wal-Transaktionen auf zentralisierte Börsen sind deutlich angestiegen, einzelne historische Wallets haben Bestände im Volumen von Hunderten Millionen Dollar veräußert. Das offene Interesse an Bitcoin-Derivaten ist von seinem Jahreshöchststand auf unter 20 Milliarden Dollar gefallen, was auf einen breiten Hebelabbau hinweist. Crypto-Hedgefonds erhöhen zudem ihre Cashquoten, einige reduzieren ihr Engagement in Bitcoin und Ethereum zeitweise auf null.

Bitcoin Aktienchart - 252 Tage Kursverlauf - Februar 2026

Wie stark sind Liquidationen und Sentiment-Einbruch?

Der Kursrutsch unter 65.000 Dollar hat eine Welle von Zwangsliquidationen ausgelöst. Innerhalb von 24 Stunden wurden mehr als 136.000 Händler liquidiert, das Volumen summierte sich auf rund 458 bis über 500 Millionen Dollar – rund 90 Prozent davon entfielen auf gehebelte Long-Positionen. Besonders betroffen war der Bereich zwischen 65.500 und 64.500 Dollar, wo viele Stop-Loss- und Margin-Levels lagen und nun „abgefrühstückt“ wurden.

Parallel dazu signalisiert der Crypto Fear & Greed Index mit einem Wert von 5 „extreme Angst“ und markiert einen der niedrigsten Stände seit seiner Einführung 2018. Die Stimmung ähnelt damit den Tiefpunkten der Bärenmärkte 2019 und 2022. On-Chain-Analysten berichten von realisierten Nettoverlusten jüngerer Investoren in der Größenordnung von knapp 500 Millionen Dollar pro Tag. Dennoch sehen einige Marktbeobachter in dieser ausgeprägten Risikoaversion eine potenzielle Akkumulationszone mit verbessertem Chance-Risiko-Profil.

Bitcoin Zollschock: Was bedeutet das für Anleger jetzt?

Der Bitcoin Zollschock verdeutlicht, wie sensibel die Kryptowährung auf makroökonomische Unsicherheit reagiert. Die Kombination aus geopolitischen Spannungen rund um Iran, einer unberechenbaren US-Zollpolitik und verschobenen Zinssenkungserwartungen belastet die Nachfrage nach hochvolatilen Assets. Spot-Bitcoin-ETFs in den USA verzeichnen seit Jahresbeginn per Saldo Abflüsse in Milliardenhöhe, die Zuflüsse institutioneller Investoren reichen derzeit nicht aus, um den Verkaufsdruck von Walen, Minern und Corporate-Treasuries vollständig zu kompensieren.

„Der Bitcoin-Kurs spiegelt derzeit weniger eine eigene Story wider, sondern vor allem globale Unsicherheit – Zölle, Geopolitik und Liquidität bestimmen die Richtung.“
— Ein Marktstratege eines europäischen Krypto-Brokers

Fazit

Gleichzeitig hält sich die Diskussion um Bitcoin als „digitales Fort Knox“ und Instrument für finanzielle Freiheit. Einige Strategen verweisen auf historische Muster: Nach starken Einbrüchen folgten in der Vergangenheit häufig kräftige Erholungsphasen, sobald sich die makroökonomische Lage stabilisierte und die Marktstruktur von überschüssigem Hebel bereinigt war. Viele Charttechniker sehen kurzfristig einen möglichen Rebound in Richtung 70.000 bis 75.000 Dollar, bevor im Falle weiterer Zoll- und Inflationsschocks ein erneuter Test der Zone um 60.000 oder sogar 50.000 Dollar drohen könnte.

Weiterführende Quellen

Novo Nordisk CagriSema -15%: Studienschock lässt Aktie abstuerzen

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23.02.26 12:08 Uhr

Novo Nordisk

Droht Novo Nordisk nach den schwachen CagriSema-Daten im Duell mit Eli Lilly der Machtverlust im boomenden Adipositas-Markt?

Was belastet Novo Nordisk heute so stark?

Der unmittelbare Auslöser für den Kurssturz sind die heute veröffentlichten Topline-Ergebnisse der Phase‑3‑Studie REDEFINE‑4 mit Novo Nordisk CagriSema. In dieser offenen Kopf-an-Kopf-Studie wurde das Kombinationspräparat direkt mit Tirzepatid, dem Wirkstoff hinter Eli Lillys Blockbustern Zepbound und Mounjaro, verglichen. Nach 84 Wochen erreichten Patienten unter CagriSema eine durchschnittliche Gewichtsabnahme von 23,0 %, während Tirzepatid mit 25,5 % deutlich stärker abschnitt, sofern alle Teilnehmer die Behandlung einhielten.

Eigentlich sollte die Studie zeigen, dass CagriSema beim Gewichtsverlust mindestens gleichauf mit dem US-Konkurrenten liegt. Dieses Ziel – der primäre Endpunkt der Nicht-Unterlegenheitsanalyse – wurde jedoch klar verfehlt. Damit bestätigt sich, was Investoren seit ersten Daten im Dezember 2024 befürchtet hatten: Novo Nordisk CagriSema ist im reinen Wirksamkeitsvergleich nicht der erhoffte „Lilly-Killer“.

Zur Stunde notiert die US‑Aktie von Novo Nordisk bei 47,42 US‑Dollar nach 48,45 US‑Dollar am Freitag, ein Minus von 2,13 %. Vorbörslich bricht der Kurs jedoch auf 40,17 US‑Dollar ein, ein Einbruch von rund 15 %. Damit wird ein neues Vierjahrestief markiert und der Börsenwert des Konzerns in wenigen Handelsminuten um Milliarden reduziert.

Wie schlecht sind die CagriSema-Daten wirklich für Novo Nordisk?

Die nackten Zahlen sind für Anleger ein Schock, zumal der Adipositas-Markt als einer der größten Wachstumstreiber der Pharmaindustrie gilt. Laut Unternehmensangaben und den heute präsentierten Daten erzielte Novo Nordisk CagriSema zwar eine beachtliche Gewichtsreduktion von 23 %, doch gegenüber Tirzepatid fällt der Abstand von 2,5 Prozentpunkten klar negativ ins Gewicht. Reuters berichtet, dass der primäre Endpunkt einer Nichtunterlegenheit offiziell als verfehlt gilt, CNBC spricht von einem Scheitern bei der angestrebten Gleichwertigkeit der Gewichtsabnahme.

Dennoch versucht das Management, die Wogen zu glätten. Bereits im Dezember hatte Novo Nordisk auf Basis der zulassungsrelevanten REDEFINE‑1- und ‑2‑Studien den Zulassungsantrag für CagriSema bei der US‑Arzneimittelbehörde FDA eingereicht. Eine Entscheidung wird erst Ende 2026 erwartet. Das Unternehmen verweist darauf, dass CagriSema in anderen Studien starke Daten geliefert und zusätzliche Vorteile über das reine Gewicht hinaus gezeigt habe. Details dazu sollen im weiteren Jahresverlauf auf Fachkongressen vorgestellt werden.

Strategisch bleibt wichtig: Novo Nordisk ist mit seinen etablierten GLP‑1‑Produkten Wegovy und Ozempic bereits klar im Markt positioniert. Zuletzt meldete der Konzern eine sehr starke Nachfrage nach der neuen Wegovy-Pille, die den Zugang zur Therapie deutlich erleichtern dürfte. Damit verfügt Novo Nordisk zwar über einen attraktiven Produktmix, aber der erhoffte technologische Sprung von Novo Nordisk CagriSema gegenüber Eli Lilly bleibt vorerst aus – und genau das preist der Markt heute neu ein.

Novo Nordisk CagriSema Aktienchart - 252 Tage Kursverlauf - Februar 2026

Wie reagieren Anleger und Analysten auf Novo Nordisk CagriSema?

Die Stimmung an den Börsen ist entsprechend frostig. In Kopenhagen rutscht die Aktie am Vormittag um mehr als 10 % ab, auch in Europa dominiert tiefrotes Terrain. Beobachter sprechen von einem „Tiefschlag“, der das Vertrauen in die langfristige Dominanz von Novo Nordisk im Adipositas-Boom erschüttert. Während die Aktie des Rivalen Eli Lilly von der Meldung profitiert, drückt der CagriSema-Schock Novo Nordisk zurück in die Defensive.

Konkrete neue Kursziele von Investmentbanken wie Citigroup, Goldman Sachs oder RBC Capital Markets liegen am Montagvormittag noch nicht vor, doch die bisherigen Einstufungen standen bereits unter Beobachtung. Viele Analysten hatten in ihren Wachstumsmodellen für Novo Nordisk deutliche zusätzliche Umsätze durch Novo Nordisk CagriSema eingepreist. Nach dem klar verlorenen Kopf-an-Kopf-Vergleich mit Tirzepatid ist davon auszugehen, dass Bewertungsmodelle angepasst und mittelfristige Umsatzschätzungen gekürzt werden.

Auf der anderen Seite verweisen optimistischere Investoren auf strukturelle Trends: Der globale Adipositas-Markt wächst rasant, und die starke Nachfrage nach der Wegovy-Pille bestätigt, dass Novo Nordisk weiterhin ein zentraler Player bleibt – selbst wenn CagriSema eher eine ergänzende Rolle einnimmt und nicht die Spitze des Marktes erobert. Für langfristig orientierte Anleger dürfte nun entscheidend sein, ob das Management glaubhaft eine Strategie skizziert, wie der Rückstand auf Eli Lilly technologisch und kommerziell aufgeholt werden kann.

Fazit

Die heutigen REDEFINE‑4‑Daten sind ein herber Rückschlag für Novo Nordisk CagriSema und schicken die Aktie auf ein neues Vierjahrestief. Zwar bleiben Wegovy, Ozempic und die neue orale Wegovy-Formulierung starke Wachstumstreiber, doch der Vorsprung von Eli Lilly bei innovativen Adipositas-Therapien vergrößert sich spürbar. Die nächsten Monate mit detaillierten Studiendaten und möglichen Anpassungen der Analystenmodelle werden zeigen, ob CagriSema für Novo Nordisk doch noch zum Wachstumsjoker wird oder eine verpasste Chance bleibt.

Weiterführende Quellen

Apple Zollurteil: 3,3 Mrd.-Chance und China-Risiko im Fokus

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20.02.26 22:00 Uhr
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23.02.26 10:32 Uhr

Apple

Schafft das Apple Zollurteil wirklich Milliarden-Spielraum – oder bleibt der Konzern im geopolitischen Risiko gefangen?

Apple Zollurteil: Wie groß ist der finanzielle Hebel?

Im Zentrum des Apple Zollurteil steht die Frage, wie stark die Ergebnisrechnung der kommenden Quartale profitieren kann. Seit Einführung der Trump-Zölle hat Apple Inc. rund 3,3 Milliarden US‑Dollar an Abgaben gezahlt, zuletzt etwa 1 Milliarde Dollar pro Quartal. Mit dem Supreme-Court-Urteil sinkt diese laufende Belastung deutlich – und ein Teil der bereits gezahlten Zölle könnte zurückfließen. Angesichts eines aktuellen Aktienkurses von 264,58 US‑Dollar (Vortag: 260,58 US‑Dollar; +1,53 %, vorbörslich 263,70 US‑Dollar) ist der Effekt je Aktie zwar überschaubar, auf Konzernebene aber ein klarer Rückenwind für die Marge.

Gleichzeitig bleibt die Lage komplex: Das Urteil öffnet zwar die Tür für Rückerstattungen von insgesamt bis zu 175 Milliarden Dollar für alle betroffenen Importeure, doch handelspolitisch ist die Zukunft unsicher. Laut aktuellen Einschätzungen wurden die bisherigen Zollbelastungen von Apple bereits weitgehend in der Lieferkette und Preissetzung abgefedert, sodass das Apple Zollurteil eher als zusätzlicher Bonus zu werten ist als als Rettungsanker.

Apple: Profitieren iPhone, iPad & Co. am stärksten?

Die größten Hebel des Apple Zollurteil liegen bei den Hardware-Sparten, die auf umfangreiche Lieferketten in Asien angewiesen sind. Das iPhone dominiert den globalen Smartphone-Markt: 2024 vereinte Apple rund 46 % der weltweiten Smartphone-Umsätze bei nur 28 % der Stückzahlen, mit einer Rekord-ASP von 903 US‑Dollar. 2025 stieg Apple zudem zur meistverkauften Smartphone-Marke mit 20 % Marktanteil auf. Geringere Importkosten stärken hier direkt die Bruttomarge.

Auch andere Produktlinien profitieren: AirPods führen den True-Wireless-Markt mit etwa 21 % Anteil, die Apple Watch kontrolliert rund 23 % des Smartwatch-Segments und das iPad dominiert den Tabletmarkt mit etwa 45 % Marktanteil. Die starke Preissetzungsmacht dieser Ökosystem-Produkte erleichtert es Apple, Kosteneffekte aus dem Apple Zollurteil entweder in Form höherer Margen zu vereinnahmen oder selektiv an Kunden weiterzugeben, um Marktanteile auszubauen.

Die MacBook-Reihe – vom MacBook Air bis zum MacBook Pro – hat Apple zudem zum viertgrößten PC-Anbieter gemacht, mit 9 % Marktanteil und überdurchschnittlichem Wachstum von 11,1 % im Schlussquartal 2025. Auch hier bedeutet jeder Prozentpunkt Marge mehr unmittelbar höheren Gewinnhebel.

Apple Inc. Aktienchart - 252 Tage Kursverlauf - Februar 2026

Apple Zollurteil: Politisches Risiko oder Chance in China?

Das Apple Zollurteil hat auch eine geopolitische Dimension. Apple ist stark von Fertigung in China abhängig, während Investoren das regulatorische Risiko in der Volksrepublik zunehmend kritisch sehen. Viele institutionelle Anleger meiden direkte China-Engagements und setzen stattdessen auf Konzerne wie Apple, um indirekt am Wachstum teilzuhaben, ohne chinesische Wertpapiere zu halten.

Die nun gekippten Trump-Zölle könnten Apple mehr Flexibilität geben, Produktionsstandorte graduell zu diversifizieren, ohne den Margendruck zu erhöhen. Gleichzeitig bleibt das Umfeld fragil, da bereits über neue pauschale Importzölle von 15 % diskutiert wird. Für Anleger bedeutet das: Das Apple Zollurteil senkt kurzfristig Kosten, ändert aber nichts daran, dass handelspolitische Spannungen jederzeit neue Belastungen bringen können.

Analystenseitig überwiegt dennoch der Optimismus. Wedbush Securities hält an einem Kursziel von 350 US‑Dollar und einem Outperform-Rating für Apple fest und verweist neben dem Zoll-Rückenwind auf strukturelle Ertragsquellen wie das Servicegeschäft und neue Hardware-Kategorien.

Apple und KI: Schwäche oder verdeckter Trumpf?

Parallel zum Apple Zollurteil rückt die KI-Strategie stärker in den Fokus. Apple gibt zwar deutlich weniger für KI-Infrastruktur aus als andere Tech-Giganten, setzt aber auf die Stärke seiner installierten Basis und Edge-KI direkt auf iPhone, iPad und Mac. Der erwartete Deal mit Google zur Integration von Gemini in Siri könnte einen neuen Upgrade-Zyklus auslösen.

Wedbush rechnet mit ersten größeren KI-Funktionen im Sommer und verweist auf neue Geräte wie smarte Brillen und KI‑optimierte AirPods. Andere Marktbeobachter sprechen von einer „lazy AI strategy“, die gerade durch ihre Fokussierung auf Nutzererlebnis und Ökosystem die Konkurrenz unter Druck setzen könnte. In Kombination mit den Entlastungen aus dem Apple Zollurteil hätte Apple damit zusätzlichen finanziellen Spielraum, um gezielt in KI-Hardware und -Software zu investieren.

Langfristig bleibt Apple damit ein Kerninvestment vieler Großinvestoren – nicht zuletzt für Warren Buffetts Berkshire Hathaway, das die Aktie wegen ihrer quasi-oligopolistischen Marktstellung als größte Position im Portfolio hält.

Sobald Apple die Nutzererfahrung bei KI-Agenten richtig trifft, kann der Konzern seine massive installierte Basis hebeln.
— Anonymer Portfoliomanager eines Technologie-Fonds

Fazit

Das Apple Zollurteil des Supreme Court verschafft dem Konzern einen klaren, wenn auch nicht existenziellen Margenrückenwind. Für Anleger ist der Mix aus Zollentlastung, dominanten Hardware-Märkten und wachsender KI-Story attraktiv, auch wenn China- und Handelspolitik ein zentrales Risiko bleiben. Entscheidend wird sein, ob Apple die zusätzliche finanzielle Flexibilität aus dem Apple Zollurteil nutzt, um seine KI-Strategie zu beschleunigen und damit den nächsten Upgrade-Zyklus auszulösen.

Weiterführende Quellen

Merck Dividendenstrategie Chance: Hält Keytruda-Schock 2028 aus?

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20.02.26 17:35 Uhr

Merck KGaA

Kann die Merck Dividendenstrategie den drohenden Keytruda-Patentablauf abfedern oder steht die Ausschüttung vor einem Bruch?

Merck & Co., Inc.: Wie solide ist die Dividende?

Die Merck Dividendenstrategie baut auf einem attraktiven Rendite‑Profil auf. Aktuell liegt die Dividendenrendite bei rund 2,8 % und damit deutlich über dem Niveau des S&P 500, der im Schnitt etwa 1,1 % bietet. Auch im Branchenvergleich sticht Merck & Co., Inc. hervor: Der durchschnittliche Pharmawert kommt auf etwa 1,7 %, womit Merck mehr als 60 % darüberliegt. Allein die Höhe der Rendite ist jedoch nicht der einzige Pluspunkt – entscheidend ist die Kombination aus Ausschüttung und Wachstum.

In den vergangenen zehn Jahren hat Merck seine Dividende um knapp 94 % gesteigert. Zwar gab es Phasen ohne Erhöhungen, doch statt aggressiver Anhebungen um jeden Preis setzt das Management auf Nachhaltigkeit. Ein zentraler Baustein der Merck Dividendenstrategie ist die im Branchenvergleich moderate Ausschüttungsquote von rund 45 % des Gewinns. Diese Spannbreite lässt genügend Spielraum, um sowohl Aktionäre über Dividenden zu beteiligen als auch Milliarden in Forschung, Entwicklung und Zukäufe zu investieren.

Jüngst bestätigte der Vorstand eine Quartalsdividende von 0,85 US‑Dollar je Aktie. Angesichts der jüngsten Kursniveaus entspricht das weiterhin einer Rendite im Bereich von rund 2,8 %. Für langfristig orientierte Einkommensinvestoren ist damit ein stetiger Cashflow mit Aussicht auf weitere Erhöhungen gegeben – vorausgesetzt, Merck kann die anstehende Patentklippe meistern.

Merck & Co., Inc.: Trägt Keytruda die Merck Dividendenstrategie?

Herzstück der Ertragsbasis und damit indirekt der Merck Dividendenstrategie ist der Immunonkologie‑Blockbuster Keytruda (Wirkstoff Pembrolizumab). Das Medikament ist weltweit einer der umsatzstärksten Krebswirkstoffe und in zahlreichen Indikationen – unter anderem bei nicht‑kleinzelligem Lungenkrebs – zugelassen. Im vierten Quartal verzeichnete die Keytruda‑Franchise ein Umsatzplus von rund 6,8 % auf 8,37 Mrd. US‑Dollar und bleibt damit der wichtigste Gewinnbringer.

Die große Herausforderung: In den USA läuft der Patentschutz für Keytruda 2028 aus. Entsprechend groß ist die Sorge vor einem Umsatzeinbruch durch Biosimilars und neue Konkurrenzpräparate, etwa Ivonescimab von Summit Therapeutics, das in einer Studie bei bestimmten Lungenkrebs‑Patienten Keytruda geschlagen hat. Merck versucht gegenzusteuern: Zusätzliche Indikationen, eine subkutane Formulierung mit kürzerer Verabreichungszeit sowie die Entwicklung oraler Varianten sollen die Lebensdauer des Franchise verlängern und die Ertragsbasis glätten.

Parallel verweisen Analysten darauf, dass internationale Patente für Keytruda bis in die 2030er Jahre reichen und somit ein gestaffelter Rückgang statt eines abrupten Absturzes wahrscheinlich ist. Deutsche Bank etwa sieht einen „klaren Pfad über die Keytruda‑Patentklippe hinaus“ und hat Merck von „Hold“ auf „Buy“ hochgestuft, mit einem auf 150 US‑Dollar angehobenen Kursziel. Diese Einschätzung stützt die Erwartung, dass die Merck Dividendenstrategie auch nach 2028 tragfähig bleibt.

Merck & Co., Inc. Aktienchart - 252 Tage Kursverlauf - Februar 2026

Merck & Co., Inc.: Breite Pipeline als Dividendenpuffer?

Neben Keytruda erweitert Merck & Co., Inc. systematisch sein Portfolio, um die Abhängigkeit von einem einzelnen Blockbuster zu verringern. Neue Produkte wie Winrevair gegen pulmonale arterielle Hypertonie und der Pneumokokken‑Impfstoff Capvaxive liefern bereits relevante Beiträge; Winrevair hat sich zum Beispiel auf einen Umsatz‑Run‑Rate von über 1 Mrd. US‑Dollar entwickelt. Weitere Projekte in der Pipeline zielen auf kardiometabolische Erkrankungen, Infektionskrankheiten und potenziell disruptive Grippeimpfstoffe ab.

Diese Diversifizierung ist ein Kernargument institutioneller Investoren, die ihre Positionen zuletzt teils deutlich ausgebaut haben. So haben etwa Tredje AP fonden und AMG National Trust Bank ihre Beteiligungen erhöht, während einzelne Adressen wie Smead Capital Management Gewinne mitnahmen. Auf Analystenseite unterstreichen Häuser wie Barclays mit dem Upgrade auf „Strong‑Buy“ sowie das durchschnittliche Konsens‑Rating „Moderate Buy“ die positive Einschätzung von Cashflow‑Stärke und Wachstumsperspektiven.

Mit dem jüngsten Kursbereich um 128 US‑Dollar bewegt sich Merck nahe dem 52‑Wochen‑Hoch von gut 123 US‑Dollar, was die starke Performance der vergangenen zwölf Monate widerspiegelt. Für Dividendenanleger bleibt der Investment‑Case damit zweigleisig: eine gut abgesicherte Ausschüttung heute und die Chance auf weiteres Wachstum, wenn Pipeline‑Projekte und Zukäufe die entstehende Lücke nach der Keytruda‑Spitze schließen. In diesem Umfeld wirkt die Merck Dividendenstrategie wie ein stabiler Anker in einem von Innovationszyklen geprägten Sektor.

Fazit

Unterm Strich zeigt sich: Die Merck Dividendenstrategie ruht auf einer starken Kombination aus solider Cash‑Generierung, moderater Ausschüttungsquote und einem breiten, wachstumsstarken Produktportfolio. Trotz der nahenden Keytruda‑Patentklippe sprechen Portfolio‑Diversifizierung, Pipeline und positive Analystenratings dafür, dass die Ausschüttungen langfristig abgesichert bleiben. Für Anleger, die auf stetige Erträge und planbaren Vermögensaufbau setzen, bleibt Merck damit ein aussichtsreicher Kandidat für die Dividendenecke des Depots.

Weiterführende Quellen