SP500 7.726,64 +0,48%DJ30 51.432,00 -0,09%NAS100 30.644,08 +0,69%GER40 25.244,04 -1,09%EU50 6.283,98 -0,97%BTCUSD 84.117,77 +0,61%ETHUSD 2.684,15 -0,15%VIX 17,68 +0,30% SP500 7.726,64 +0,48%DJ30 51.432,00 -0,09%NAS100 30.644,08 +0,69%GER40 25.244,04 -1,09%EU50 6.283,98 -0,97%BTCUSD 84.117,77 +0,61%ETHUSD 2.684,15 -0,15%VIX 17,68 +0,30%
JETZT LIVEAKTIENREGIONENKRYPTOALGOTRADINGBROKER & TOOLS

Commerzbank Übernahme: Machtkampf mit UniCredit eskaliert – 4% Kursrutsch

Droht der Commerzbank ein erbitterter Machtkampf um die Führung, begleitet von einem massiven Stellenabbau und einem deutlichen Kursrutsch?

Erwähnte Aktien
CBK
Aktuell 40,30€ -4,02% 30.09.26 17:15 Uhr MESZ
Commerzbank AG

Führungswechsel und Stellenabbau stehen im Raum

Orcel strebt laut den im Handelsblatt genannten Plänen eine außerordentliche Hauptversammlung möglichst im Januar an. Zunächst soll die Kapitalseite des Aufsichtsrats um Jens Weidmann neu besetzt werden; danach könnte Orlopp betroffen sein. Die Financial Times berichtet ebenfalls von einem geplanten Austausch der Anteilseignervertreter. Neue Aufsichtsräte und Vorstände müssten allerdings aufsichtsrechtliche Eignungsverfahren durchlaufen; daran ist die BaFin beteiligt, die endgültige Entscheidung liegt bei der Europäischen Zentralbank.

Auch die möglichen operativen Folgen sind erheblich: Laut den vom Handelsblatt berichteten Plänen könnten in Deutschland 7.000 Vollzeitstellen wegfallen. UniCredit beziffert mögliche jährliche Einsparungen aus einer Fusion auf bis zu zwei Milliarden Euro; erste Kostensenkungen sollen sich auf 1,2 Milliarden Euro belaufen. Verdi kritisiert die Pläne und warnt vor Belastungen für Beschäftigte, Standorte und Kundenservice.

Welche Zusagen fordert die Bundesregierung?

Berlin pocht auf den Erhalt des Frankfurter Hauptsitzes, der Börsennotierung und der Rechte der Beschäftigten. Zudem will die Bundesregierung ihre Sitze im Aufsichtsrat nutzen, um Einfluss auf die Interessen des Bundes zu sichern. Die Regierung hält weiterhin eine Beteiligung an der Bank und verlangt konkrete Zusagen von Orcel. Die Commerzbank-Aktie gab am Mittwoch dennoch nach; die aktuelle Notierung von 40,30 Euro liegt unter dem Vortagesschluss von 41,99 Euro.

Commerzbank AG Aktienchart - 252 Tage Kursverlauf - September 2026

Deutsche Bank stuft die Aktie auf „Hold“ herab

Zusätzlichen Druck bringt die Neubewertung durch Deutsche Bank. Sie senkte ihre Empfehlung von „Buy“ auf „Hold“; das Kursziel bleibt bei 42 Euro. Benjamin Goy begründete den Schritt damit, dass wichtige Kurstreiber wie steigende Zinseinkünfte und hohe Ausschüttungen inzwischen eingepreist oder besser verstanden seien. Die erhöhte Unsicherheit über die künftige Strategie begrenze das weitere Aufwärtspotenzial. Mitte September hatte die Aktie mit 43,37 Euro den höchsten Stand seit 2010 erreicht.

Damit treffen ein möglicher Umbau der Führung, angekündigte Einsparungen und eine skeptischere Analysteneinschätzung aufeinander. Für die Belegschaft stehen Arbeitsplätze und Standorte im Fokus, während Aktionäre die politische Auseinandersetzung und die künftige Strategie der Bank abwägen müssen.

Der Machtkampf an der Spitze prägt den Übernahmekonflikt

Der bereits zuvor diskutierte Machtkampf an der Spitze und der Kursrutsch Mitte September bilden den Hintergrund für die aktuelle Eskalation zwischen Commerzbank und UniCredit.

Neue Phase, neues Rating
— Benjamin Goy
Fazit

Der Übernahmekonflikt verbindet einen möglichen Führungswechsel mit erheblichen Einsparungs- und Stellenabbauplänen, während die Aktie am Mittwoch deutlich nachgibt und die Deutsche Bank ihre Empfehlung senkt. Für Anleger stehen damit neben dem Angebotspotenzial vor allem die strategische Unsicherheit und die Folgen für Beschäftigte und Standorte im Blickpunkt. Die nächsten Schritte von UniCredit und die geforderten Zusagen an die Bundesregierung werden zeigen, wie sich der Umbau entwickelt – eine klare Grundlage für die weitere Bewertung.

BMW Strategie: Kapitalmarkttag skizziert Weg zu höheren Margen und mehr Effizienz

Wie will BMW seine Profitabilität steigern und wann können Anleger mit deutlich höheren Margen rechnen?

Erwähnte Aktien
BMW
Aktuell 55,75€ +2,29% 30.09.26 16:15 Uhr MESZ
Bayerische Motoren Werke AG

Welche Margenziele setzt sich BMW?

Der Weg zurück zu höherer Profitabilität dürfte länger dauern: Für 2026 stellt der Konzern im Autogeschäft eine Marge von ein bis drei Prozent in Aussicht. 2025 hatte sie laut Dow Jones bei 5,3 Prozent gelegen. Die Zielspanne von acht bis zehn Prozent soll erst zu Beginn des kommenden Jahrzehnts wieder erreicht werden. Für den Free Cashflow nennt BMW Zwischenziele von mindestens fünf Milliarden Euro im Jahr 2028 und mehr als sieben Milliarden Euro zu Beginn des kommenden Jahrzehnts.

Die zunächst verhaltene Marktreaktion hatte einen konkreten Grund: Am Dienstag war die Aktie zeitweise um rund fünf Prozent gefallen und auf den tiefsten Stand seit 2020 gesackt. Händler sahen die 2028er Margenspanne als enttäuschend, weil die Markterwartungen zuvor am oberen Ende des Korridors gelegen hätten. Am Mittwoch erholte sich das Papier; der aktuelle Kurs liegt bei 55,75 Euro.

Effizienz, schlankere Strukturen und regionale Modelle

Für die Verbesserung der Kostenbasis will BMW Abläufe beschleunigen, die Zahl der Modellvarianten verringern und die Organisation verschlanken. Künstliche Intelligenz soll stärker in Entwicklung, Einkauf, Vertrieb und Service eingesetzt werden. Die Zahl der Geschäftsbereiche und Managementstellen soll in den kommenden Monaten um 20 Prozent sinken; eine vergleichbare Reduzierung ist auch auf darunterliegenden Organisationsebenen vorgesehen.

Auch die Fahrzeugangebote sollen stärker auf einzelne Märkte zugeschnitten werden. In China plant der Konzern, Entwicklung und Produktion stärker zu lokalisieren und ab 2030 mindestens 95 Prozent der dort verkauften Fahrzeuge im Land zu fertigen. Für die USA prüft BMW ein größeres Modell oberhalb des X7. In Europa sollen ab 2028 kompakte Modelle auf Basis der Neuen Klasse hinzukommen.

BMW AG Aktienchart - 252 Tage Kursverlauf - September 2026

Der neue 3er kommt ohne Diesel

Die Anpassung des Angebots zeigt sich auch bei der achten Generation des 3ers. Neben dem vollelektrischen i3 sind Benziner sowie Hybrid- und Plug-in-Hybridvarianten mit Benzinmotor vorgesehen, aber kein Diesel. BMW begründet die Entscheidung mit der Nachfrageentwicklung und betont, dass sie nicht mit den aktuellen Kraftstoffpreisen zusammenhänge. Eine grundsätzliche Abkehr vom Diesel sei damit nicht verbunden; der X5 soll weiterhin mit diesem Antrieb angeboten werden.

Bei den Analysten gehen die Einschätzungen auseinander. Bernstein Research bestätigte die Einstufung „Outperform“ und das Kursziel von 82 Euro. Analyst Stephen Reitman wertete die angekündigten Maßnahmen als Beginn eines Heilungsprozesses. Harald Hendrikse von der Citigroup sah dagegen einen zu vorsichtigen Kurs und erwartet, dass Anleger angesichts des begrenzten Gewinnanstiegs bis 2028 zurückhaltend bleiben.

Fazit

BMW verbindet langfristige Margenziele mit einem schrittweisen Umbau: Der Konzern will Kosten senken, Strukturen verschlanken und seine Modelle stärker an regionalen Märkten ausrichten. Für Anleger stehen damit eine langsame Erholung und unterschiedliche Analysteneinschätzungen einer positiven Kursreaktion am Mittwoch gegenüber. Die nächsten Fortschritte bei Marge, Cashflow und Umsetzung werden zeigen, ob der Plan trägt und die Erholung nachhaltig an Fahrt gewinnt.

Siltronic Stimmrechtsmitteilung: Goldman Sachs erhöht Beteiligung über Finanzinstrumente

Goldman Sachs hat seine Beteiligung an Siltronic erhöht – doch wie setzt sich diese zusammen und welche Rolle spielen dabei Finanzinstrumente?

Erwähnte Aktien
WAF
Aktuell 80,10€ +4,03% 30.09.26 15:14 Uhr MESZ
Siltronic AG

Finanzinstrumente treiben den Gesamtanteil

Die am 30. September veröffentlichte Siltronic Stimmrechtsmitteilung weist für Goldman Sachs insgesamt 5,71 Prozent aus. In der vorherigen Meldung waren es 5,24 Prozent. Die Schwelle wurde den Angaben zufolge am 23. September erreicht; datiert ist die Mitteilung auf den 28. September.

Der Anteil der Stimmrechte aus Aktien stieg von 0,34 auf 0,51 Prozent. Über Finanzinstrumente werden nun 5,20 Prozent zugerechnet, nach zuvor 4,90 Prozent. Damit kommt der größere Teil der gemeldeten Position weiterhin nicht aus direkt gehaltenen Aktien.

Welche Instrumente sind aufgeführt?

Die Meldung gliedert die Position in verschiedene Instrumente auf. Dazu zählen unter anderem Rückruf- und Nutzungsrechte sowie eine bis zum 23. Januar 2029 laufende Exchangeable Bond. Diese Instrumente entsprechen zusammen 4,56 Prozent der Stimmrechte. Ein Barausgleichs-Swap und Call Warrants machen weitere 0,64 Prozent aus.

Die ausgewiesenen 0,51 Prozent aus Aktien entsprechen 169.375 Stimmrechten. Die Meldung nennt insgesamt 33 Millionen Stimmrechte als maßgebliche Gesamtzahl. Aus der höheren meldepflichtigen Position allein lässt sich nicht ableiten, dass Goldman Sachs einen entsprechenden Anteil an Aktien am Markt erworben hat: Ein wesentlicher Teil beruht auf Finanzinstrumenten.

Siltronic AG Aktienchart - 252 Tage Kursverlauf - September 2026

Aktie steigt intraday über 80 Euro

Siltronic gewann am Mittwoch 4,03 Prozent und erreichte 80,10 Euro, nachdem der Vortagesschluss bei 77,00 Euro gelegen hatte. Der Kursanstieg fällt zeitlich mit der Veröffentlichung zusammen; die Meldung belegt jedoch nicht, dass sie die Bewegung ausgelöst hat.

Für Anleger ist deshalb die Unterscheidung zwischen Aktienbesitz und zugerechneten Stimmrechten wichtig. Die aktuelle Meldung zeigt eine höhere Gesamtposition von Goldman Sachs, zugleich aber weiterhin einen vergleichsweise kleinen Anteil an Stimmrechten aus Aktien. Weitere Mitteilungen könnten Aufschluss darüber geben, ob sich die Zusammensetzung der Position erneut verändert.

Siltronic und Unternehmensstrategien im Fokus

Die neue Meldung ergänzt die jüngste Beschäftigung mit der Aktie, nachdem UBS ihr Kursziel für Siltronic angehoben hatte. Einen anderen Blick auf Unternehmensperspektiven bietet der Bericht zum BMW-Kapitalmarkttag und den Margenzielen der Neuen Klasse.

Fazit

Goldman Sachs meldet eine höhere Gesamtposition an Siltronic, die vor allem über Finanzinstrumente zugerechnet wird, während der ausgewiesene Aktienanteil bei 0,51 Prozent liegt. Für Anleger ist daher entscheidend, die gemeldeten Stimmrechte nicht mit einem gleich großen direkten Aktienbesitz gleichzusetzen. Weitere Mitteilungen werden zeigen, ob sich Umfang oder Zusammensetzung der Position verändern; die heutige Meldung bietet dafür einen klaren Ausgangspunkt.

Mehr zum Thema: Deutschland · Tech & KI

Evotec Beteiligung: JPMorgan Chase & Co. meldet 5,64 Prozent der Stimmrechte

JPMorgan Chase & Co. hat seine Beteiligung an Evotec erhöht – doch was steckt wirklich hinter den gemeldeten 5,64 Prozent der Stimmrechte?

Erwähnte Aktien
EVT
Aktuell 3,10€ +4,95% 30.09.26 14:14 Uhr MESZ
Evotec SE

Was steckt hinter dem gemeldeten Anteil?

Die Mitteilung weist JPMorgan Chase & Co. mit insgesamt 5,64 Prozent der Stimmrechte aus. Der Wert lag in der vorherigen Meldung bei 5,54 Prozent. Die Zusammensetzung hat sich dabei verändert: Der Aktienanteil sank von 3,76 auf 3,54 Prozent, während der über Instrumente zugerechnete Anteil von 1,77 auf 2,10 Prozent stieg.

Damit bedeutet die Überschreitung der Fünf-Prozent-Schwelle nicht, dass JPMorgan ausschließlich Aktien in dieser Höhe hält. Die Meldung führt neben Aktien unter anderem einen bar ausgeglichenen Equity Swap auf. Stimmrechte aus solchen Instrumenten sind vom direkten Aktienbesitz zu unterscheiden.

Die Meldung zeigt eine veränderte Zusammensetzung

Als direkt zurechenbare Aktionärin mit mindestens drei Prozent nennt die Mitteilung J.P. Morgan Securities LLC. Für den 23. September war zuvor ein Gesamtanteil von 5,54 Prozent gemeldet worden; zum 24. September wurde die neue Summe von 5,64 Prozent ausgewiesen. Die Mitteilung ordnet die Veränderung als freiwillige Gruppenmeldung mit ausgelöster Schwelle auf Ebene einer Tochtergesellschaft ein.

Der Börsenkurs reagierte am Mittwoch ebenfalls positiv: Evotec stand bei 3,10 Euro nach 2,95 Euro am Vortag. Aus der Stimmrechtsmeldung allein lässt sich jedoch nicht ableiten, dass die Kursbewegung durch die Beteiligungsanzeige ausgelöst wurde.

Evotec SE Aktienchart - 252 Tage Kursverlauf - September 2026

Was heißt das für Anleger?

Die Meldung macht JPMorgans aggregierte Stimmrechte und Finanzinstrumente bei Evotec transparenter, ist aber kein eindeutiger Beleg für einen gleich großen Aufbau des Aktienbestands. Für Anleger ist deshalb entscheidend, die ausgewiesenen Aktien und Instrumente getrennt zu betrachten. Die Angaben liefern keine Bewertung der Aktie und enthalten auch keine Analystenempfehlung.

Fazit

JPMorgan meldet für Evotec insgesamt 5,64 Prozent der Stimmrechte, wobei der ausgewiesene Anteil aus Aktien und Finanzinstrumenten besteht und sich seine Zusammensetzung verändert hat. Für Anleger ist die Schwellenüberschreitung daher ein Transparenzsignal, aber kein eindeutiger Nachweis eines entsprechenden Zukaufs am Aktienmarkt. Die nächsten Stimmrechtsmeldungen können zeigen, ob sich die Position weiter verschiebt und wie sich Aktienbesitz und Instrumente entwickeln.

Mehr zum Thema: Deutschland · Pharma & Healthcare

CarMax Quartalszahlen: Starker Gewinnsprung und Umsatzbeat treiben Aktie an

Kann CarMax nach vier Quartalen mit rückläufigen Verkäufen die Trendwende schaffen und seine Margen stabilisieren?

Erwähnte Aktien
KMX
KMX
Aktuell 60,01$ +6,12% 29.09.26 18:03 Uhr MESZ
KMX

Wie stark fiel der Gewinnbeat aus?

CarMax Inc. meldete für das zweite Geschäftsquartal einen verwässerten Gewinn je Aktie von 1,16 US-Dollar, nach 0,64 Dollar im Vorjahresquartal. Auch der bereinigte Gewinn je Aktie lag bei 1,16 Dollar und damit 58,6 Prozent über der Erwartung von 0,73 Dollar. Der Umsatz belief sich auf 7,878 Milliarden Dollar; ein Jahr zuvor waren es 6,595 Milliarden. Gegenüber dem Analystenkonsens von 7,06 Milliarden Dollar bedeutete das ebenfalls einen klaren Beat.

Das höhere Geschäftsvolumen sticht neben dem Ergebnis hervor: Der Umsatz legte um 19,5 Prozent zu, während der Nettogewinn laut Nasdaq News von 95,38 Millionen auf 165,29 Millionen Dollar wuchs. Zugleich stiegen die vergleichbaren Verkäufe gebrauchter Fahrzeuge an bestehenden Standorten um 13 Prozent. Das beendete vier Quartale mit rückläufigen Vergleichsverkäufen.

Wie reagiert die Aktie auf die Zahlen?

Die Aktie notierte bei 60,01 Dollar, ein Plus von 6,12 Prozent gegenüber dem Vortagesschluss von 56,55 Dollar. Der aktuelle Kursstand ist intraday; ein Schlusskurs nach Veröffentlichung liegt noch nicht vor. Die Marktreaktion folgt auf den Gewinn- und Umsatzbeat sowie die angekündigte Wiederaufnahme von Rückkäufen. Yahoo Finance berichtete von einem vorbörslichen Anstieg von mehr als 7 Prozent, während Barron’s in einem Dow-Jones-Bericht einen Anstieg von 6,9 Prozent im Tagesverlauf nannte. Die unterschiedlichen Angaben beziehen sich auf verschiedene Zeitpunkte.

Die Nachfragebelebung ging mit niedrigeren Preisen einher. Der Bruttogewinn je verkauftem Gebrauchtwagen im Einzelhandel sank auf 2.105 Dollar, 111 Dollar weniger als im Vorjahresquartal. Damit verkauft CarMax mehr Fahrzeuge, gibt aber Marge pro Fahrzeug ab. Das ist für die Einordnung des kräftigen Umsatzwachstums zentral.

CarMax Inc. Aktienchart - 252 Tage Kursverlauf - September 2026

Was plant CarMax als Nächstes?

Das Unternehmen will im dritten Geschäftsquartal Aktienrückkäufe in moderatem Umfang wieder aufnehmen. Im gerade berichteten Quartal hatte CarMax keine Aktien zurückgekauft; die geplante Größenordnung wurde nicht genannt. Eine konkrete Umsatz- oder Gewinnprognose für das nächste Quartal oder das Gesamtjahr ist in den vorliegenden Unternehmensangaben nicht enthalten. Yahoo Finance nennt zudem ein Ziel von 200 Millionen Dollar an Einsparungen bei Vertriebs- und Verwaltungskosten bis zum Ende des Geschäftsjahres.

Ein weiterer Termin ist der strategische Ausblick am 3. November. CarMax will dort seinen Wachstumsplan, zentrale Initiativen und Ziele vorstellen. Für Anleger dürfte dabei entscheidend sein, wie das Unternehmen die höheren Stückzahlen mit stabileren Margen verbinden will.

Die stärksten Signale des Quartals

  • 13 Prozent Zuwachs bei vergleichbaren Verkäufen gebrauchter Fahrzeuge an bestehenden Standorten – nach vier Quartalen mit Rückgängen.
  • 19,5 Prozent Umsatzplus auf 7,878 Milliarden Dollar gegenüber dem Vorjahr.
  • Wiederaufnahme von Aktienrückkäufen im dritten Geschäftsquartal nach einer Pause im Berichtsquartal.

Diese Punkte bleiben ein Risiko

  • Der Bruttogewinn je Einzelhandelsfahrzeug fiel um 111 Dollar auf 2.105 Dollar.
  • Ein Teil des höheren Ergebnisses im Autokreditgeschäft profitierte laut 24/7 Wall St. von einer niedrigeren Rückstellung für Kreditausfälle und einem Gewinn aus dem Verkauf von Autokrediten; diese Faktoren könnten sich nicht wiederholen.
  • CarMax muss zeigen, dass die Absatzbelebung anhält, ohne dauerhaft stärker über Preisnachlässe verkaufen zu müssen.

Wie ordnen Medien und Analysten die Zahlen ein?

Yahoo Finance und Benzinga stimmen in der Kernaussage überein: CarMax übertraf die Erwartungen bei Gewinn und Umsatz. Barron’s hebt ebenfalls den Ergebnisbeat und die geplanten Rückkäufe hervor, betont in seiner Einordnung aber die Frage, ob die Trendwende beim Absatz trägt. Die Analysteneinschätzungen aus den vergangenen 30 Tagen zeigen drei Kurszielanhebungen und keine Senkungen; die Spanne beträgt 33 bis 96 Dollar, der Mittelwert 51 Dollar aus 13 Kurszielen. Von 20 Einstufungen lauten drei Kaufen, 15 Halten und zwei Verkaufen. Diese Änderungen sind nicht ausschließlich Reaktionen auf den aktuellen Bericht.

Fazit

Für Anleger ist das Quartal ein konkreter Fortschritt: Mehr Absatz und ein klarer Gewinnbeat geben der Turnaround-Strategie Rückenwind, während die niedrigere Marge je Fahrzeug die Qualität des Wachstums begrenzt. Der nächste wichtige Prüfstein ist der strategische Termin am 3. November. Entscheidend wird, ob CarMax die Verkaufsdynamik halten und zugleich die Profitabilität je Fahrzeug stabilisieren kann.

Mehr zum Thema: USA · Automotive · Energie & Versorger

SAP Aktienrückkauf: 590.000 Aktien in einer Woche erworben

SAP setzt sein Aktienrückkaufprogramm fort – doch welche Bedeutung hat der Erwerb von fast 600.000 Aktien für Anleger und die künftige Kursentwicklung?

Erwähnte Aktien
SAP
Schlusskurs 185,39€ +0,74% 29.09.26 17:25 Uhr MESZ
SAP SE

Wie viele Aktien kaufte SAP zurück?

Den größten Teil der Wochenkäufe tätigte SAP SE am 24. September: An diesem Tag wurden 550.000 Aktien zu einem gewichteten Durchschnittspreis von 183,60 Euro erworben. An den übrigen vier Handelstagen waren es jeweils 10.000 Aktien. Die Angaben stammen aus der am Dienstag veröffentlichten Kapitalmarktmitteilung des Unternehmens.

Das Rückkaufprogramm ist bereits weit fortgeschritten

Bis einschließlich 25. September summierte sich die Zahl der im laufenden Programm zurückgekauften Aktien auf 8.895.886. Die jüngste Wochenmeldung ist die neunte Zwischenmitteilung zum Programm. SAP veröffentlicht zudem eine Übersicht der einzelnen Transaktionen auf seiner Investorenseite.

Die SAP-Aktie notierte am Dienstag bei 185,39 Euro und lag damit 0,74 Prozent über dem Vortagesschluss von 184,02 Euro. Der Wochen-Durchschnittspreis der Rückkäufe lag somit nahe am aktuellen Kurs. Die Mitteilung nennt keine Änderung am Programm oder dessen Umfang.

SAP SE Aktienchart - 252 Tage Kursverlauf - September 2026

Der nächste wichtige Termin steht im Oktober an

Für Anleger liefert der Rückkauf konkrete Angaben zu Umfang und Ausführung der Käufe, ist für sich genommen aber keine Aussage zur künftigen Kursentwicklung. Der nächste wichtige Unternehmenstermin sind die Quartalszahlen am 21. Oktober 2026.

Fazit

SAP setzte das Rückkaufprogramm mit 590.000 Aktien in einer Woche fort; seit Beginn des laufenden Programms summieren sich die Käufe auf 8.895.886 Stück. Für Anleger schafft die Mitteilung Transparenz über Umfang und Preise der Transaktionen, gibt aber keine unmittelbare Gewissheit über die weitere Kursentwicklung. Die Quartalszahlen am 21. Oktober bieten den nächsten konkreten Prüfpunkt, um die Geschäftsentwicklung des Konzerns einzuordnen.

BMW Kapitalmarkttag: Neue Klasse soll Margen wieder steigern

Der BMW Kapitalmarkttag steht an – doch kann der Autobauer mit der „Neuen Klasse“ wirklich die Profitabilität steigern und die Herausforderungen in China meistern?

Erwähnte Aktien
BMW
Aktuell 54,98€ -0,51% 29.09.26 15:55 Uhr MESZ
Bayerische Motoren Werke AG

Wie will BMW die Margen wieder steigern?

Der zweitägige Termin fällt in eine schwierige Phase für den Münchner Autobauer: Das Autogeschäft ist deutlich weniger profitabel, während die schwache Entwicklung in China, höhere Abschreibungen sowie Währungs-, Rohstoff- und Zollbelastungen auf den Ergebnissen lasten. Im ersten Halbjahr lag die EBIT-Marge der Autosparte bei 3,6 Prozent, verglichen mit 6,2 Prozent ein Jahr zuvor. Der Konzernumsatz sank um acht Prozent auf 62,3 Milliarden Euro, das Ergebnis vor Steuern um 29,4 Prozent auf vier Milliarden Euro.

Entscheidend sind deshalb nicht nur langfristige Ambitionen, sondern konkrete Angaben zu Einsparungen und deren Wirkung: Wie schnell können Maßnahmen greifen, und wann wäre eine nachhaltige Erholung der Profitabilität möglich? Die Aktie notiert bei 54,98 Euro und damit 0,51 Prozent unter dem Vortagesschluss von 55,18 Euro.

Die Neue Klasse bringt Chancen und Anlaufkosten

Mit der Neuen Klasse führt BMW in den kommenden Jahren eine neue Fahrzeuggeneration ein. Sie soll bei Technologie, Software und Effizienz Fortschritte bringen. Zugleich verursachen Entwicklung und Produktionsanlauf zunächst Kosten. Für die Margen wird daher entscheidend sein, wie schnell die Modelle hohe Stückzahlen erreichen und ob sie sich ohne übermäßige Preisnachlässe verkaufen lassen.

Erste Nachfragezeichen sind uneinheitlich: Im zweiten Quartal stiegen die Auslieferungen vollelektrischer Fahrzeuge in Europa um mehr als ein Drittel. Die Auslieferungen der gesamten BMW Group gingen im ersten Halbjahr dagegen um 4,2 Prozent zurück; besonders schwach entwickelte sich China. Dort trifft der Konzern auf einen rückläufigen Automarkt und stärkeren Wettbewerb durch heimische Hersteller. Zudem verschärfen höhere Exporte aus China laut BMW den Wettbewerb in anderen Regionen, insbesondere im asiatisch-pazifischen Raum.

BMW Capital Markets Day Aktienchart - 252 Tage Kursverlauf - September 2026

China und Modellwechsel prägen den Ausblick

Deutsche Bank Research senkte das Kursziel für BMW von 90 auf 78 Euro, beließ die Einstufung aber auf „Buy“. Tim Rokossa schrieb, die Berichtssaison nach dem dritten Quartal dürfte das Branchennarrativ kaum verändern; China bleibe die größte Herausforderung und zwar strukturell, nicht nur zyklisch.

Auch die Modellplanung verändert sich: Mit dem für Ende 2026 geplanten Wechsel zur nächsten Generation des 3ers sollen laut einer Unternehmenssprecherin gegenüber der Automobilwoche sämtliche Dieselvarianten aus dem Programm fallen. Angeboten werden sollen dann Elektroautos sowie Benziner mit vier oder sechs Zylindern. 2025 lag der Dieselanteil bei BMW in Deutschland erstmals unter 30 Prozent; für den 3er wurden 25 bis 30 Prozent geschätzt. Konkrete Zahlen zum Modell nannte der Hersteller nicht.

Fazit

BMW muss beim zweitägigen Investorentermin angesichts sinkender Margen, schwacher China-Nachfrage und hoher Anlaufkosten der Neuen Klasse einen nachvollziehbaren Weg zurück zu profitablerem Wachstum aufzeigen. Für Anleger zählen neben den mittelfristigen Zielen vor allem belastbare Angaben zu Einsparungen, Investitionen und dem Tempo der Erholung. Die nächsten Unternehmenssignale und die weitere Entwicklung der neuen Modelle werden zeigen, ob BMW Vertrauen in die Margenperspektive zurückgewinnen kann.

Bayer Zulassung: FDA prüft Lynkuet vorrangig, Milliardenfinanzierung durch Anleihen

Kann die vorrangige FDA-Prüfung für Lynkuet und eine Milliardenfinanzierung den Kursrückgang der Bayer-Aktie aufhalten?

Erwähnte Aktien
BAYN
Aktuell 49,32€ -2,72% 29.09.26 14:55 Uhr MESZ
Bayer

Vorrangige Prüfung für eine zusätzliche Anwendung

Die Bayer AG will Lynkuet (Elinzanetant) künftig auch gegen mittelschwere bis schwere vasomotorische Beschwerden einsetzen, die im Zusammenhang mit einer endokrinen Therapie bei Brustkrebs auftreten. Die FDA hat den ergänzenden Zulassungsantrag angenommen und eine Priority Review gewährt. Das bedeutet eine vorrangige Prüfung, ist aber noch keine Zulassung für die zusätzliche Anwendung. Der Antrag stützt sich auf Ergebnisse der Phase-III-Studie OASIS-4.

Die Nachricht liefert einen Fortschritt für das Medikament, das Bayer für eine weitere Patientengruppe erschließen möchte. Die FDA-Entscheidung über die Prüfung ist dabei vom tatsächlichen Ausgang des Verfahrens zu unterscheiden. Im vorliegenden Material wird kein Termin für eine endgültige Entscheidung genannt.

Bayer beschafft zwei Milliarden Euro über Hybrid-Anleihen

Zusätzlich hat der Konzern laut den vorliegenden Angaben zwei Hybrid-Anleihen über jeweils eine Milliarde Euro bei institutionellen Anlegern platziert. Die 30-jährigen Papiere tragen Kupons von 5,75 beziehungsweise 6,25 Prozent. Hybrid-Anleihen sind rechtlich Fremdkapital, können aber unter bestimmten Bedingungen von Rating-Agenturen und bilanziell teilweise als Eigenkapital behandelt werden. Die Finanzierung vermeidet eine Ausgabe neuer Aktien und damit eine Verwässerung der Stimmrechte; im Insolvenz- oder Liquidationsfall sind die Papiere gegenüber vorrangigen Gläubigern nachrangig.

Am Dienstag wurde außerdem gemeldet, dass Amundi seine zugerechneten Stimmrechte an Bayer auf 2,90 Prozent reduziert hat. Zuvor waren 3,04 Prozent ausgewiesen. Die Meldung bezieht sich auf eine Schwellenberührung am 23. September.

Bayer AG Aktienchart - 252 Tage Kursverlauf - September 2026

Rückgang trotz positiver Unternehmensmeldungen

Mit 49,32 Euro liegt der Kurs unter der psychologisch wichtigen Marke von 50 Euro und verlor gegenüber dem Vortag 2,72 Prozent. Damit fällt die aktuelle Börsenreaktion schwächer aus, als die positiven Unternehmensnachrichten allein vermuten lassen könnten. Aus den vorliegenden Angaben lässt sich jedoch kein eindeutiger Grund für den Tagesrückgang ableiten.

Die FDA-Prüfung eröffnet eine weitere Entwicklungsperspektive für Lynkuet, während die Hybrid-Anleihen Bayer zusätzliches Kapital verschaffen. Dem stehen die Kuponkosten und die Nachrangigkeit der Papiere gegenüber. Die Stimmrechtsmeldung von Amundi ergänzt das aktuelle Unternehmensbild, belegt für sich genommen aber keine Ursache für die Kursbewegung.

Roundup-Rechtsstreit und Konzernumbau bleiben wichtige Themen

Die aktuelle Medikamentenentwicklung und Finanzierung ergänzen die längerfristigen Herausforderungen, die im Beitrag über Bayers Roundup-Verfahren und den KI-Umbau beleuchtet werden. Der Artikel zu Costcos Geschäftszahlen und dem Gewinn über den Erwartungen bietet einen separaten Blick auf die jüngste Entwicklung eines anderen börsennotierten Unternehmens.

Fazit

Bayer verbindet den FDA-Prüfungsschritt für Lynkuet mit einer Finanzierung über zwei Milliarden Euro und einer gemeldeten Verringerung der Amundi-Stimmrechte. Für Anleger zählen neben dem möglichen zusätzlichen Einsatzgebiet auch die Kuponkosten und die Nachrangigkeit der Hybrid-Anleihen, während der Aktienkurs am Dienstag nachgibt. Entscheidend wird, ob die Prüfung in eine Zulassung mündet und wie der Konzern die Finanzierung künftig nutzt.

Infineon Partnerschaft: Eaton setzt auf Siliziumkarbid-Halbleiter

Welche strategische Bedeutung hat die neue Infineon Partnerschaft mit Eaton für die Zukunft der Stromumwandlungstechnologie?

Erwähnte Aktien
IFX
Aktuell 59,62€ +5,23% 29.09.26 13:55 Uhr MESZ
Infineon

Zusammenarbeit für effizientere Stromumwandlung

Infineon Technologies AG und der US-amerikanische Energietechnikkonzern Eaton arbeiten an der Entwicklung von Solid-State-Transformatoren. Infineon wird dafür Leistungshalbleiter aus Siliziumkarbid liefern. Die Kooperation soll den Bedarf an effizienteren Stromumwandlungssystemen adressieren, wie Dow Jones Newswires am Dienstag meldete.

Die Kursdaten zeigen die Aktie bei 59,62 Euro, nach 56,57 Euro am Vortag. Das entspricht einem Tagesplus von 5,23 Prozent. Die Notierung liegt damit deutlich höher als am vorherigen Börsentag; aus den vorliegenden Angaben lässt sich jedoch nicht ableiten, welcher Anteil der Bewegung direkt auf die Vereinbarung zurückgeht.

Welche Rolle spielen Siliziumkarbid-Bauteile?

Siliziumkarbid-Leistungshalbleiter werden in der Zusammenarbeit als zentrale Bauteile genannt. Die Vereinbarung verbindet Infineons Halbleiter mit Eatons Arbeit an Solid-State-Transformatoren. Weitere Einzelheiten zu Umfang, Zeitplan oder finanziellen Bedingungen der Kooperation wurden in den vorliegenden Meldungen nicht genannt.

Infineon Technologies AG Aktienchart - 252 Tage Kursverlauf - September 2026

Die Kooperation trifft auf einen kräftigen Börsentag

Die Nachricht kommt an einem Tag, an dem die Infineon-Aktie nach den aktuellen Kursdaten zulegt. Dow Jones Newswires berichtete sowohl über die Zusammenarbeit an der Transformator-Technologie als auch über die Lieferung der Siliziumkarbid-Bauteile. Aussagen zu einer möglichen Umsatzwirkung oder zu konkreten Absatzmengen liegen nicht vor.

Für Anleger steht damit zunächst die strategische Verbindung im Vordergrund: Infineon bringt Leistungshalbleiter ein, Eaton arbeitet mit dem Konzern an einer Technologie zur Stromumwandlung. Ob daraus ein messbarer Beitrag zum Geschäft entsteht, lässt sich ohne Angaben zu Volumen und Zeitplan noch nicht beurteilen.

Weitere Themen rund um Infineon und den Technologiesektor

Zuletzt rückte bei Infineon auch eine Stimmrechtsmitteilung von Goldman Sachs in den Fokus. Im weiteren Technologiesektor zeigt die Debatte um Nebius und den KI-Boom, wie unterschiedlich Marktreaktionen und Einschätzungen ausfallen können.

Fazit

Infineon und Eaton entwickeln gemeinsam Solid-State-Transformatoren, wobei Infineon Siliziumkarbid-Leistungshalbleiter beisteuert. Für Anleger ist die Kooperation ein strategischer Schritt in einem Bereich, der effizientere Stromumwandlung adressiert; konkrete Angaben zu Umsatzbeitrag, Umfang und Zeitplan fehlen bislang. Die nächsten Unternehmensangaben werden zeigen, wie die Zusammenarbeit umgesetzt wird und ob sich daraus ein nachvollziehbarer Geschäftseffekt für Infineon entwickelt.