SP500 7.497,26 -0,07%DJ30 52.237,00 -0,12%NAS100 28.986,46 +0,03%GER40 25.166,15 +0,37%EU50 6.303,40 +0,01%BTCUSD 66.012,94 +0,16%ETHUSD 1.930,95 +0,28%VIX 18,63 +1,10% SP500 7.497,26 -0,07%DJ30 52.237,00 -0,12%NAS100 28.986,46 +0,03%GER40 25.166,15 +0,37%EU50 6.303,40 +0,01%BTCUSD 66.012,94 +0,16%ETHUSD 1.930,95 +0,28%VIX 18,63 +1,10%
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Alphabet Quartalszahlen: Aktie verliert 4.6% nach Capex-Schock

Können Googles boomende Cloud-Umsätze den massiven Kursrutsch nach den jüngsten Alphabet Quartalszahlen stoppen, oder wiegt der Capex-Schock zu schwer?

Erwähnte Aktien
GOOGL
Schlusskurs 331,15$ -4,61% 23.07.26 01:32 Uhr MESZ
Alphabet

Warum überraschen die Alphabet Quartalszahlen die Wall Street?

Im abgelaufenen Quartal erzielte die Google-Mutter Alphabet einen Umsatz von 119,80 Milliarden US-Dollar, was einem starken Wachstum von 24 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entspricht. Analysten hatten im Schnitt mit knapp 117 Milliarden US-Dollar gerechnet. Besonders spektakulär liest sich der Nettogewinn, der auf 112,1 Milliarden US-Dollar kletterte. Dieser extreme Anstieg ist jedoch maßgeblich auf eine Wertsteigerung bei bilanzierten Investments zurückzuführen. Da die Raumfahrtfirma SpaceX, an der Alphabet beteiligt ist, vor rund einem Monat an die Börse ging, verbuchte der Konzern einen Buchgewinn von rund 99 Milliarden US-Dollar auf seine Wertpapierbestände. Der bereinigte Gewinn je Aktie lag bei 9,11 US-Dollar und übertraf die Konsensschätzung von 2,87 US-Dollar bei Weitem. Im Kerngeschäft mit der Google-Suchmaschine stiegen die Werbeerlöse um fast 17 Prozent auf 63,3 Milliarden US-Dollar, womit die Erwartungen von 63,28 Milliarden US-Dollar hauchdünn verfehlt wurden. Dennoch zeigen diese Alphabet Quartalszahlen, dass sich die integrierten KI-Suchfunktionen auszahlen.

Wie stark belasten die KI-Investitionen von Alphabet den Cashflow?

Trotz der glänzenden Umsatz- und Gewinnzahlen geriet die Aktie nachbörslich um rund vier Prozent unter Druck. Der Grund liegt in den explodierenden Investitionsausgaben (Capex) für den Ausbau der KI-Infrastruktur. Im zweiten Quartal gab der Konzern knapp 45 Milliarden US-Dollar aus – fast doppelt so viel wie im Vorjahreszeitraum (22,45 Milliarden US-Dollar). Diese enormen Ausgaben führten dazu, dass der freie Cashflow im Berichtsquartal ins Negative rutschte, da die operativen Einnahmen die massiven Investitionen in Rechenzentren und Server nicht mehr vollständig decken konnten. Zudem schraubte das Management die Prognose für die gesamten Jahresinvestitionen 2026 erneut nach oben: Alphabet rechnet nun mit Ausgaben zwischen 195 und 205 Milliarden US-Dollar. Zuvor lag die Spanne bei 180 bis 190 Milliarden US-Dollar. Der Analyst Josh Beck von Raymond James weist darauf hin, dass die Verzögerung des neuen Flaggschiff-Modells Gemini 3.5 Pro die Sorge schürt, dass die hohen Ausgaben nicht schnell genug in neue Erträge umgemünzt werden können.

Welche Rolle spielen Google Cloud und Gemini im KI-Rennen?

Ein absoluter Lichtblick in den jüngsten Berichten ist das Cloud-Geschäft. Die Erlöse von Google Cloud sprangen im Jahresvergleich um sensationelle 82 Prozent auf 24,77 Milliarden US-Dollar nach oben und pulverisierten die Analystenschätzungen von 22,2 Milliarden US-Dollar. Auch der operative Gewinn der Cloud-Sparte verdreifachte sich nahezu auf 8,81 Milliarden US-Dollar. Laut CEO Sundar Pichai wird dieses Wachstum maßgeblich durch die hohe Nachfrage nach KI-Infrastruktur und die Gemini-Modelle getrieben. Die Gemini-App nähert sich mit aktuell 950 Millionen monatlich aktiven Nutzern der prestigeträchtigen Marke von einer Milliarden Usern. Dennoch bleibt der Konkurrenzdruck hoch. Während Alphabet mit Modellen wie Gemini 3.6 Flash auf Kosteneffizienz setzt, drängen Konkurrenten wie OpenAI oder Anthropic mit neuen Modellen voran. Zudem belasten Berichte die Stimmung, wonach die Plattform Reddit erwägt, den Datenzugriff für Googles KI-Training einzuschränken. Die Alphabet Quartalszahlen zeigen somit ein hocheffizientes Cloud-Wachstum, das jedoch teuer erkauft werden muss.

Die aktuellen Alphabet Quartalszahlen beweisen, dass die Google-Mutter operativ hervorragend aufgestellt ist und die KI-Monetarisierung im Cloud-Bereich bereits Früchte trägt. Für Anleger bleibt das Papier trotz des nachbörslichen Rücksetzers auf 331,15 US-Dollar langfristig hochattraktiv, da die Marktführerschaft im Suchmaschinensektor unangefochten bleibt. Die kommenden Quartale werden zeigen, ob die Rekordinvestitionen die Profitabilität nachhaltig sichern können.

Wie beeinflusst das die Alphabet Inc. (Google)-Aktie?

Unsere Investitionen in KI definieren neu, was in jedem Bereich unseres Unternehmens möglich ist. Das zweite Quartal war ein fantastisches Quartal.
— Sundar Pichai
Fazit

Die Entwicklungen im Tech-Sektor bleiben hochdynamisch. Wer sich für regulatorische Risiken interessiert, sollte den Bericht über die Alphabet EU Regulierung lesen, die den Konzern zu einer weitreichenden Datenfreigabe zwingen könnte. Gleichzeitig wirft der erfolgreiche Börsengang des Partners SpaceX Fragen auf, weshalb sich ein Blick auf die SpaceX Quartalszahlen lohnt, deren jüngster Kurssturz die Volatilität im Technologiesektor unterstreicht.

Tesla Quartalszahlen: Gewinn-Schock drückt Aktie nachbörslich

Können Elons visionäre Milliarden-Investitionen in KI und Robotaxis den aktuellen Gewinn-Schock bei Tesla rechtfertigen oder droht der Aktie der Absturz?

Erwähnte Aktien
TSLA
Schlusskurs 358,56$ -1,59% 23.07.26 01:13 Uhr MESZ
Tesla

Warum enttäuschen die **Tesla Quartalszahlen** beim Gewinn?

Die am Mittwoch veröffentlichten **Tesla Quartalszahlen** offenbaren ein tiefes Dilemma zwischen kurzfristiger Profitabilität und langfristiger Vision. Der Quartalsumsatz kletterte im Jahresvergleich um starke 26 Prozent auf 28,24 Milliarden US-Dollar und übertraf damit die durchschnittlichen Analystenschätzungen, die im Vorfeld bei rund 26,4 bis 27,6 Milliarden Dollar gelegen hatten. Treiber dieses Wachstums war ein Zuwachs bei den Fahrzeugauslieferungen, die um ein Viertel auf 480.126 Einheiten stiegen.

Doch beim Gewinn enttäuschte der Konzern von Elon Musk auf ganzer Linie. Der bereinigte Gewinn je Aktie (Non-GAAP EPS) lag bei lediglich 0,33 Dollar, während der Markt im Schnitt mit 0,51 Dollar gerechnet hatte. Der unbereinigte Nettogewinn sank im Vergleich zum Vorjahr um fünf Prozent auf 1,11 Milliarden Dollar. Ein wesentlicher Grund für den Gewinnrückgang war der Einbruch bei den CO2-Zertifikaten auf nur noch 146 Millionen Dollar. Zudem drückte die sinkende operative Marge, die von 4,1 Prozent im Vorjahr auf magere 1,4 Prozent abschmierte, die Stimmung. Auch die Bruttomarge im Automobilbereich sank im Vergleich zum Vorquartal auf 16,3 Prozent.

Wohin fließt das Geld von Tesla?

Ein zentraler Faktor für den Gewinnrückgang ist die aggressive Neuausrichtung des Unternehmens. Die Investitionsausgaben (Capex) schossen im zweiten Quartal um 142 Prozent auf 5,79 Milliarden Dollar nach oben. Dies führte dazu, dass der freie Cashflow (Free Cash Flow) mit minus 1,1 Milliarden Dollar tief in den roten Bereich rutschte – der erste negative Wert seit über zwei Jahren.

Elon Musk investiert massiv in künstliche Intelligenz und Robotik. Dazu gehört der Aufbau der neuen Chipfabrik “Terafab” in Kooperation mit Intel, aber auch der Ausbau der Rechenleistung in Texas. Die Produktion des autonomen Robotaxis “Cybercab” hat laut Unternehmensangaben bereits begonnen. Zudem laufen in Fremont die Vorbereitungen für die Produktion des humanoiden Roboters “Optimus”, während der Elektro-Lkw “Tesla Semi” kurz vor der Serienproduktion steht. Laut David Wagner, Portfoliomanager bei Aptus Capital Advisors, fordert Tesla von seinen Anlegern derzeit viel Geduld, um diesen teuren Infrastrukturzyklus zu finanzieren. Sollte der Schwenk hin zu autonomen Flotten gelingen, sei das langfristige Potenzial zwar enorm, doch Verzögerungen machen die Aktie anfällig.

Wie reagiert die Tesla-Aktie auf die Ergebnisse?

Die Reaktion an den Märkten ließ nicht lange auf sich warten. Nachbörslich verlor die Aktie von Tesla zeitweise rund drei Prozent an Wert und notierte bei 358,56 Dollar. Das Papier hinkt der breiteren Tech-Rallye in diesem Jahr hinterher.

Trotz des Kursrückgangs gibt es operative Lichtblicke. Das Geschäft mit Energiespeichern wuchs um 13 Prozent auf 3 Milliarden Dollar. Zudem verzeichnete das Unternehmens einen Rekord bei den Abonnements für sein Fahrassistenzsystem “Full Self-Driving” (FSD). Die Zahl der aktiven FSD-Abonnenten stieg um 56 Prozent im Jahresvergleich auf 1,5 Millionen. Die Analysten von Baird hoben positiv hervor, dass das Robotaxi-Geschäft in neuen Märkten wie Miami, Orlando und Tampa zügig voranschreitet. Seit dem Start vor einem Jahr wurden bereits 2,5 Millionen bezahlte Meilen absolviert. Goldman Sachs wies jedoch darauf hin, dass die enormen Schuldenaufnahmen im gesamten Tech-Sektor für KI-Infrastruktur die Erwartungen an schnelle Erträge massiv erhöhen.

Die aktuellen **Tesla Quartalszahlen** zeigen, dass sich das Unternehmen mitten in einer riskanten Transformation befindet. Während das klassische Autogeschäft dank anziehender Auslieferungen stabilen Umsatz liefert, belasten die gigantischen Investitionen in KI und Robotik die Bilanz kurzfristig erheblich. Für langfristig orientierte Anleger bleibt die Aktie eine spannende Wette auf die Zukunft der Mobilität, doch kurzfristig müssen sich Aktionäre auf anhaltende Volatilität einstellen.

Wie beeinflusst das die Aktie von Tesla?

Tesla’s earnings tonight highlight a core tension between short-term financial realities and an ambitious long-term AI vision.
— David Wagner
Fazit

Bereits im Vorfeld gab es hitzige Diskussionen darüber, ob die anstehenden Tesla Quartalszahlen die Aktie retten können oder ob neue Enttäuschungen drohen. Wer sich neben dem US-Markt auch für europäische Transport-Schwergewichte interessiert, sollte zudem einen Blick auf die aktuelle Entwicklung bei Konkurrenten werfen, wo beispielsweise die Daimler Truck Prognose dank US-Zöllen für Aufsehen sorgt.

SpaceX Quartalszahlen vor Premiere: Aktie bricht um 6,3% ein

Können die mit Spannung erwarteten ersten SpaceX Quartalszahlen den jüngsten Kurssturz stoppen oder droht Anlegern ein böses Erwachen?

Erwähnte Aktien
SPCX
Schlusskurs 115,75$ -6,31% 23.07.26 00:52 Uhr MESZ
Space Exploration Technologies Corp. Class A Common Stock

Wann kommen die ersten SpaceX Quartalszahlen?

Die Premiere steht kurz bevor: Am 4. August wird das Unternehmen erstmals einen Einblick in seine Finanzen als Aktiengesellschaft gewähren. Analysten erwarten für diese ersten SpaceX Quartalszahlen einen Verlust von 0,25 US-Dollar je Aktie bei einem Quartalsumsatz von rund 6,98 Milliarden US-Dollar. Diese Kennzahlen sind von enormer Bedeutung, da das Unternehmen im Jahr 2025 einen Nettoverlust von fast 5 Milliarden US-Dollar verzeichnete, während die Investitionen im ersten Quartal 2026 bereits 10,1 Milliarden US-Dollar erreichten.

Ein zentraler Treiber für das Wachstum ist die künstliche Intelligenz. Die SpaceX Corporation plant den Aufbau von orbitalen Rechenzentren im All, um die Anforderungen moderner KI-Modelle zu bedienen. Erste Verträge mit Alphabet und Anthropic könnten dem Konzern jährliche Einnahmen in Milliardenhöhe sichern. Auch eine Kooperation mit Tesla bei der Halbleiterfertigung in Texas unterstreicht die tiefe Verflechtung im KI-Sektor. Dennoch lastet die hohe Kapitalintensität schwer auf der Bilanz, weshalb die kommenden SpaceX Quartalszahlen genauestens auf die Cash-Burn-Rate untersucht werden.

Wie bewerten Analysten die SpaceX-Aktie?

Trotz des jüngsten Kursrutsches von rund 38 % gegenüber dem Allzeithoch zeigt sich die Fachwelt gespalten. Die Investmentbank Macquarie bleibt äußerst optimistisch, vergibt ein „Outperform“-Rating und setzt ein Kursziel von 250 US-Dollar. Die Analysten sehen in dem Konzern eine führende Infrastruktur-Plattform für künstliche Intelligenz. Noch optimistischer äußert sich die Citigroup, die ein langfristiges Kursziel von sagenhaften 900 US-Dollar ausgibt. Auch Raymond James setzt mit einem Ziel von 800 US-Dollar auf ein extremes Wachstumspotenzial.

Demgegenüber stehen jedoch auch vorsichtigere Stimmen. Die Experten von Morningstar beziffern den fairen Wert der Aktie auf lediglich 62 US-Dollar. Morgan Stanley weist zudem darauf hin, dass der Konzern voraussichtlich erst im Jahr 2035 einen positiven freien Cashflow generieren wird. Dies bedeutet, dass bis dahin erhebliche Kapitalerhöhungen notwendig sein könnten. Zudem droht nach dem Ablauf von Sperrfristen eine Flut neuer Aktien im Wert von 116 Milliarden US-Dollar, was den Kurs kurzfristig belasten könnte. Dennoch nutzt Cathie Wood mit ihrem ARK-Fonds die aktuelle Schwäche intensiv für Nachkäufe.

Wie treibt Starship das Wachstum der SpaceX Corporation voran?

Neben den Finanzen steht die Technologie im Fokus. Am 23. Juli steht der dreizehnte Testflug der Starship-Megarackete an. Das primäre Ziel dieses Tests ist die erfolgreiche Durchführung von Start, Stufentrennung und einer kontrollierten Wasserung im Golf von Mexiko. Ein Erfolg ist für die Wachstumspläne der SpaceX Corporation essenziell.

Starship fungiert als entscheidender Katalysator. Nur mit dieser Rakete lassen sich die Starlink-Satelliten in der notwendigen Frequenz und zu drastisch reduzierten Kosten ins All befördern. Dies stärkt die Marktposition gegenüber Konkurrenten wie Rocket Lab, die mit ihrer Neutron-Rakete ebenfalls Marktanteile gewinnen wollen. Auch Mitbewerber wie AST SpaceMobile geraten unter Druck, da das Unternehmen bei seinen eigenen Satellitenstarts teilweise auf die Kapazitäten des Marktführers angewiesen ist.

Der anstehende Bericht am 4. August wird zeigen, ob die fundamentalen Daten den astronomischen Vorschusslorbeeren gerecht werden können. Für langfristig orientierte Anleger bieten die ersten offiziellen SpaceX Quartalszahlen eine hervorragende Gelegenheit, die tatsächliche operative Dynamik des Raumfahrt-Pioniers abseits des reinen Börsenhypes zu bewerten. Gelingt es dem Unternehmen, seine dominante Stellung im Satelliten- und KI-Markt weiter zu untermauern, bleibt die Aktie trotz kurzfristiger Volatilität eine der spannendsten Wachstumsstorys unserer Zeit.

Wie beeinflusst das die SpaceX Corporation-Aktie?

Fazit

Die aktuelle Schwächephase könnte sich durch technologische Meilensteine schnell umkehren. Erfahren Sie mehr darüber, ob nach dem jüngsten Rücksetzer eine Warnung droht in unserem Artikel SpaceX IPO bricht um 3% ein. Wer hingegen nach alternativen Chancen im Bereich zukunftsweisender Infrastruktur sucht, sollte einen Blick auf die Entwicklungen bei NuScale Power SMR werfen, wo sich nach einer deutlichen Korrektur ebenfalls spannende Einstiegsgelegenheiten im nuklearen Sektor bieten könnten.

ServiceNow Quartalszahlen: Aktie verliert 2% trotz starkem KI-Boom

Kann ServiceNow den hohen Erwartungen der Wall Street trotz drohender KI-Konkurrenz von OpenAI dauerhaft standhalten?

Erwähnte Aktien
NOW
Schlusskurs 99,80$ -2,21% 23.07.26 00:32 Uhr MESZ
ServiceNow, Inc.

Wie fielen die ServiceNow Quartalszahlen aus?

Im am 30. Juni 2026 beendeten zweiten Quartal verzeichnete ServiceNow Inc. ein starkes operatives Geschäft. Die Abonnement-Erlöse kletterten im Vergleich zum Vorjahr um 24,5 Prozent auf 3,88 Milliarden US-Dollar. Der Gesamtumsatz stieg um 24 Prozent auf 3,99 Milliarden US-Dollar, womit das Unternehmen die Konsensschätzungen der Experten von 3,93 Milliarden US-Dollar übertreffen konnte.

Auch beim Gewinn lieferte der Konzern ab: Der bereinigte Gewinn je Aktie (Non-GAAP) lag bei 0,90 US-Dollar und übertraf damit die durchschnittliche Analystenprognose von 0,86 US-Dollar je Aktie. Der GAAP-Nettogewinn belief sich auf 298 Millionen US-Dollar beziehungsweise 0,29 US-Dollar je Aktie. Ein wichtiger Treiber für diese positive Entwicklung war die anhaltend starke Nachfrage von US-Behörden, die einige On-Premise-Umsätze vorzeitig ins zweite Quartal verlagerte. Zudem stieg die Zahl der Großkunden mit einem jährlichen Vertragsvolumen (ACV) von über 5 Millionen US-Dollar um rund 23 Prozent auf 658 an.

Welche Rolle spielt künstliche Intelligenz bei ServiceNow?

Die Integration von künstlicher Intelligenz erweist sich zunehmend als Wachstumsmotor für das Unternehmen. Die KI-Sparte überschritt im zweiten Quartal erstmals die Marke von einer Milliarde US-Dollar beim jährlichen Vertragsvolumen. CEO Bill McDermott betonte die rasant steigende Nachfrage nach den sogenannten “Now Assist”-Lösungen und bezeichnete ServiceNow als Kontrollzentrum für die geschäftliche Neuerfindung.

Ein prominentes Beispiel für diese Dynamik ist die vertiefte Partnerschaft mit dem Rüstungs- und Technologiekonzern Leidos. Dieser weitet die Nutzung der ServiceNow AI Platform aus, um rund 50.000 Mitarbeitern autonome, KI-gesteuerte Workflows zur Verfügung zu stellen. Durch diese Automatisierung im IT-Support erwartet Leidos jährliche Einsparungen von über 3 Millionen US-Dollar und eine Reduzierung der manuellen Tickets um bis zu 60 Prozent. Solche Großaufträge untermauern, dass die Investitionen in generative KI-Anwendungen bei den Kunden auf echte Akzeptanz stoßen.

Warum sorgt der Ausblick für gemischte Reaktionen?

Trotz der starken operativen Leistung reagierten die Marktteilnehmer zurückhaltend auf die Prognosen für das anstehende Quartal. Für das dritte Quartal 2026 stellt ServiceNow Abonnement-Umsätze in einer Spanne von 3,975 bis 3,980 Milliarden US-Dollar in Aussicht. Dies lag leicht unter den Erwartungen der Wall-Street-Analysten, die im Schnitt mit rund 4,0 Milliarden US-Dollar gerechnet hatten. Für das Gesamtjahr 2026 hob das Management die Prognose für die Abo-Erlöse minimal auf eine Spanne von 15,76 bis 15,78 Milliarden US-Dollar an.

Der Analyst Matthew Hedberg von RBC Capital bewertete die vorgelegten **ServiceNow Quartalszahlen** dennoch positiv. Er betonte, dass ServiceNow trotz des verhaltenen Ausblicks ein sehr gutes Quartal abgeliefert habe, das insbesondere durch ein beschleunigtes Wachstum der verbleibenden Leistungsverpflichtungen (cRPO) von 21 Prozent auf 13,2 Milliarden US-Dollar glänzen konnte. Dennoch lastet die Sorge vor neuer Konkurrenz auf der Branche. Berichte über OpenAI und deren neues Enterprise-Produkt “Presence”, das direkt in die Workflows von Unternehmen eingreifen soll, verunsicherten zuletzt viele Software-Anleger.

Die jüngsten **ServiceNow Quartalszahlen** zeigen eindrucksvoll, dass sich das Unternehmen trotz eines schwierigen Marktumfelds und zunehmender Konkurrenz durch reine KI-Anbieter behaupten kann. Die starke Dynamik im Cloud- und KI-Bereich untermauert das langfristige Potenzial. Für Anleger bleibt die Aktie von ServiceNow (NOW) nach den jüngsten Kursverlusten ein spannender, wenn auch volatiler Technologiewert, dessen zukünftiger Erfolg maßgeblich von der weiteren Monetarisierung seiner KI-Plattform abhängen wird.

Wie geht es nun für die ServiceNow-Aktie weiter?

Once again, we beat the high end of our guidance range across every topline and profitability metric. AI net new ACV growth continues to outpace expectations, our AI Control Tower is supercharging our Security and Risk business.
— Gina Mastantuono, CFO von ServiceNow
Fazit

Die zukünftige Entwicklung der Aktie bleibt an der Wall Street heiß diskutiert. Während einige Analysten optimistisch gestimmt sind, fragen sich viele Marktteilnehmer, ob die fundamentalen Daten ausreichen. In unserem Artikel über die gespaltenen Meinungen der ServiceNow Analysten beleuchten wir, ob der Aktie ein Absturz droht. Wer sich abseits des Software-Sektors nach alternativen Werten umsieht, findet im Energiesektor eine spannende Story: Die Korrektur bei der NuScale Power SMR-Aktie wirft die Frage auf, ob sich hier nach dem Einbruch eine günstige Kaufgelegenheit bietet.

Porsche Vorstand: Generationswechsel und Sparpaket sorgen für Aufsehen

Erwähnte Aktien
P911
Schlusskurs 46,45€ +3,36% 22.07.26 17:25 Uhr MESZ
Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG

Wer führt künftig den Porsche Vorstand?

Albrecht Reimold, der langjährige Vorstand für Produktion und Logistik, geht im Alter von 65 Jahren in den geplanten Ruhestand. Reimold, der seine Karriere einst als Werkzeugmacher begann, übergibt sein Amt zum 31. August 2026. In seiner zehnjährigen Amtszeit prägte er maßgeblich die Fertigung des Taycan in Zuffenhausen und steuerte die Produktion erfolgreich durch die Halbleiterkrise. Sein Nachfolger im **Porsche Vorstand** wird Christian Friedl. Der 49-jährige Maschinenbauer ist ein echtes Eigengewächs der Porsche AG und leitete zuletzt die Unternehmensqualität. Zuvor war er bereits Werkleiter in Zuffenhausen sowie im Seat-Werk in Martorell. Friedl gilt als enger Vertrauter von Volkswagen-Konzernchef Oliver Blume. Der frühere Wechsel – Reimolds Vertrag lief eigentlich bis Anfang 2027 – hat einen strategischen Grund: Friedl soll bereits beim Kapitalmarkttag am 7. Oktober 2026 gemeinsam mit dem restlichen **Porsche Vorstand** die künftige Strategie des Sportwagenbauers präsentieren.

Wie spart die Porsche AG Milliarden ein?

Parallel zum Personalwechsel im **Porsche Vorstand** treibt Konzernchef Michael Leiters ein weitreichendes Sanierungsprogramm voran. Der Aufsichtsrat hat dem vorgestellten “Zukunftspaket” bereits seine Unterstützung zugesagt. Um die Effizienz zu steigern, steht ein massiver Stellenabbau im Raum. Branchenkreisen zufolge könnten zusätzlich zu den bereits beschlossenen Kürzungen weitere 4.000 bis 6.000 Arbeitsplätze wegfallen, vor allem in der Verwaltung und der Entwicklung. Zusammen mit dem ersten Sparpaket könnte sich der gesamte Stellenabbau auf über 8.000 Arbeitsplätze summieren. Im Gegenzug bietet das Management den Arbeitnehmervertretern eine Verlängerung der Beschäftigungssicherung bis zum Jahr 2035 an. Diese Absicherung soll jedoch an strikte Renditeziele gekoppelt sein. Zudem sollen tarifliche Leistungen wie die sogenannte Steinkühlerpause für Bandarbeiter unangetastet bleiben und großzügige Homeoffice-Regelungen mit bis zu acht Tagen mobilem Arbeiten pro Monat beibehalten werden. Am kommenden Montag soll die Belegschaft auf einer Betriebsversammlung über die Details informiert werden.

Wie reagiert die Aktie der Porsche AG?

Mit Christian Friedl vollziehen wir nun den geplanten Generationswechsel. Er bringt persönlich die besten Voraussetzungen mit, um das Produktionsnetzwerk weiterzuentwickeln.
— Michael Leiters
Fazit

Die Börse reagierte überaus positiv auf die harten Sparmaßnahmen und die personelle Neuaufstellung. Die Aktie der Porsche AG (P911) verzeichnete im intraday Handel einen deutlichen Kurszuwachs von 3,36 Prozent und schloss bei 46,45 Euro, nachdem sie am Vortag noch bei 44,72 Euro notiert hatte. Auftrieb gaben auch frische Analystenstimmen. Das Bankhaus Metzler stufte die Vorzugsaktie in einer aktuellen Studie gleich um zwei Stufen von “Sell” auf “Buy” hoch. Der zuständige Analyst Daniel Schwarz verdoppelte das Kursziel von zuvor 31 Euro auf nun 64 Euro. Schwarz begründete den Optimismus damit, dass der **Porsche Vorstand** unter Michael Leiters das Unternehmen konsequent auf Ertragsstärke trimme. Ein eventueller leichter Rückgang des Absatzvolumens ab 2027 könne durch eine strikte Preisdisziplin und die massiven Kosteneinsparungen überkompensiert werden.

NuScale SMR: Wie der KI-Boom dem Atom-Pionier eine Chance bietet

Kann die innovative Mini-Kernkraft von NuScale SMR den gigantischen Energiehunger der weltweiten KI-Rechenzentren nachhaltig stillen?

Erwähnte Aktien
SMR
SMR
Schlusskurs 8,71$ +0,00% 23.07.26 00:02 Uhr MESZ
NuScale Power Corporation

Wie treibt der KI-Boom den Energiebedarf?

Die nächste Generation von Rechenzentren benötigt immense Mengen an Energie. Das Training komplexer Sprachmodelle erfordert den monatelangen Betrieb tausender Hochleistungsprozessoren von Herstellern wie NVIDIA. Autonome KI-Agenten verlangen zudem eine unterbrechungsfreie Stromversorgung rund um die Uhr. Da diese Server enorme Hitze erzeugen, sind aufwendige Flüssigkeitskühlsysteme nötig, die den Stromverbrauch weiter in die Höhe treiben.

Laut den Experten von Goldman Sachs könnte der Strombedarf von US-Rechenzentren bis zum Jahr 2027 auf bis zu 66 Gigawatt ansteigen, was rund 8,5 Prozent des gesamten US-Spitzenbedarfs im Sommer entspricht. Die Analysten der Bank of America erwarten zudem, dass Rechenzentren in den kommenden fünf Jahren die elektrische Last in den USA um 125 Gigawatt erhöhen – ein jährliches Nachfragewachstum von 4,1 Prozent.

Hyperscaler wie Alphabet, Amazon, Meta Platforms und Microsoft müssen ihren rasant wachsenden Energiebedarf decken und gleichzeitig ehrgeizige Klimaziele einhalten. Da Solar- und Windenergie wetterabhängig und somit unzuverlässig sind, suchen diese Konzerne nach stabilen Alternativen. Hier kommt die Kernkraft ins Spiel, die eine konstant hohe Leistungsdichte bietet.

Warum ist der NuScale SMR so revolutionär?

In diesem dynamischen Marktumfeld positioniert sich die NuScale Power Corp. als Pionier. Das Unternehmen besitzt einen entscheidenden strategischen Vorteil: Es hält als bisher einziger Akteur eine offizielle Designgenehmigung der US-Atomaufsichtsbehörde NRC für seine innovative Reaktortechnologie. Diese Zulassung gilt sowohl für die 50- als auch für die 77-Megawatt-Module. Angesichts der traditionell extrem langwierigen Genehmigungsverfahren im Nuklearsektor sichert dieser Meilenstein dem NuScale SMR einen signifikanten Vorsprung vor der weltweiten Konkurrenz.

In Rumänien plant das Unternehmen auf einem ehemaligen Kohlekraftwerksgelände eine Anlage mit 462 Megawatt Leistung aus sechs Modulen. Die Aktionäre und die Regierung haben bereits die finale Investitionsentscheidung getroffen. Zunächst soll ein einzelnes 77-Megawatt-Modul des NuScale SMR in Betrieb gehen, um die Funktionalität im Realbetrieb nachzuweisen. Erst nach diesem erfolgreichen Nachweis folgen die restlichen fünf Module. Die Inbetriebnahme ist für 2033 geplant.

Zudem strebt das Unternehmen ein weiteres Großprojekt in den USA an. Gemeinsam mit der Tennessee Valley Authority soll eine Kapazität von bis zu sechs Gigawatt realisiert werden. Die Verhandlungen über eine Stromabnahmevereinbarung laufen bereits, eine Einigung wird noch für dieses Jahr angestrebt.

Welche Risiken müssen Anleger beachten?

Trotz der vielversprechenden Aussichten ist ein Investment in die Aktie der NuScale Power Corp. (SMR) mit Risiken verbunden. Derzeit notiert das Papier im intraday Handel bei 8,71 US-Dollar und verharrt damit exakt auf dem Niveau des Vortages. Diese Bewertung spiegelt die Unsicherheit wider, die mit der Kommerzialisierung neuer Nukleartechnologien einhergeht.

Ein wesentlicher Risikofaktor ist das Pilotprogramm des US-Energieministeriums, das die Lizenzierung konkurrierender Technologien beschleunigen soll. Dadurch könnte der mühsam erarbeitete regulatorische Vorsprung des NuScale SMR schrumpfen. Zudem muss das Unternehmen erst noch beweisen, dass es seine Reaktoren in den kommenden zehn Jahren wirtschaftlich und im industriellen Maßstab fertigen und betreiben kann.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der NuScale SMR eine technologisch führende Rolle im zukunftsweisenden Markt für modulare Kernenergie einnimmt. Für spekulativ orientierte Anleger bietet die Aktie aufgrund der rasant steigenden KI-Nachfrage ein enormes Wachstumspotenzial, wenngleich die operativen Risiken hoch bleiben. Die kommenden Quartale werden zeigen, ob das Unternehmen den Sprung zum profitablen Marktführer schafft und langfristig überzeugt.

Wie beeinflusst das die NuScale Power Corp.-Aktie?

Fazit

Die hohe Volatilität im Sektor zeigt sich auch im Kursverlauf, denn erst kürzlich erlebte die NuScale Power SMR mit einem 45% Einbruch eine heftige Korrektur, die mutigen Investoren eine neue Einstiegschance bieten könnte. Während der Energiesektor boomt, lohnt sich für Anleger auch ein Blick auf andere Branchen, wie die jüngsten AT&T Quartalszahlen mit einem Plus von 2,8% beweisen, die ein starkes Wachstum im Telekommunikationsbereich signalisieren.

Daimler Truck Prognose +3,5%: US-Zollentscheidung sorgt für Boom

Kann die überraschend angehobene Daimler Truck Prognose die operativen Schwächen im europäischen Kerngeschäft wirklich dauerhaft kaschieren?

Erwähnte Aktien
DTG
Schlusskurs 44,76€ +3,52% 22.07.26 22:10 Uhr MESZ
Daimler Truck Holding AG

Warum steigt die Daimler Truck Prognose?

Der Haupttreiber für die angehobene Daimler Truck Prognose liegt in den Vereinigten Staaten. Das US-Handelsministerium hat den Antrag des Konzerns auf Anerkennung von US-Wertschöpfungsanteilen mit Wirkung zum 1. November 2025 genehmigt. Diese Entscheidung hat weitreichende positive Auswirkungen auf die Zollbelastungen des Herstellers. Zudem rechnet das Management mit anziehenden Absatzzahlen in der Region Trucks North America.

Für das Gesamtjahr 2026 erwartet die Konzernleitung nun ein bereinigtes EBIT zwischen 3,6 und 4,1 Milliarden Euro – zuvor lag die Spanne bei 3,2 bis 3,7 Milliarden Euro. Auch der Absatz soll mit 340.000 bis 370.000 Einheiten höher ausfallen als die zuvor prognostizierten 330.000 bis 360.000 Fahrzeuge. Im Industriegeschäft wird nun ein Umsatz von 43 bis 47 Milliarden Euro angepeilt, während die bereinigte Umsatzrendite auf 7 bis 9 Prozent steigen soll. Der freie Cashflow im Industriegeschäft wird nun auf 3,0 bis 3,5 Milliarden Euro taxiert. Bei Trucks North America rechnet das Unternehmen nun mit einer bereinigten Umsatzrendite von 9 bis 11 Prozent statt zuvor 6 bis 8 Prozent.

Wie fielen die Q2-Zahlen aus?

Während die neue Daimler Truck Prognose für Euphorie sorgt, zeigen die vorläufigen Zahlen für das zweite Quartal 2026 ein gemischtes Bild. Der operative Gewinn und der Umsatz gingen im Vergleich zum Vorjahr zurück und verfehlten teilweise die Erwartungen der Analysten. Das bereinigte EBIT der Gruppe sank um ein Viertel auf 838 Millionen Euro, während der Konsens von 878 Millionen Euro ausging. Auch der Umsatz im Industriegeschäft blieb mit 11,42 Milliarden Euro hinter den Schätzungen von 11,55 Milliarden Euro zurück.

Im Vorjahr 2025 hatte der Konzern im Industriegeschäft noch knapp 46 Milliarden Euro umgesetzt und operativ 3,8 Milliarden Euro verdient. Der Gewinn war im Jahr 2025 jedoch um 34 Prozent eingebrochen, weshalb die nun eingeleitete Kehrtwende umso wichtiger für die Schwaben ist. Ein echter Lichtblick war jedoch der Free Cash Flow im Industriegeschäft, der im zweiten Quartal überraschend stark auf 1,76 Milliarden Euro kletterte und damit den Analystenkonsens von 611 Millionen Euro weit übertraf. In den einzelnen Segmenten zeigte sich vor allem Trucks North America mit einer bereinigten Umsatzrendite von 8,4 Prozent robust. Die Bus-Sparte Daimler Buses musste hingegen aufgrund einer schwachen Marktsituation in Lateinamerika und Mexiko ihre Absatzprognose für das Gesamtjahr auf 20.000 bis 25.000 Einheiten senken.

Wie reagieren Aktie und Analysten?

Die Aktie der Daimler Truck Holding AG reagierte positiv auf die Nachrichten. Im nachbörslichen Handel legte der Kurs zu und notiert aktuell bei 44,76 Euro, was einem Tagesplus von 3,52 Prozent entspricht. Damit setzt das Wertpapier seinen Aufwärtstrend in diesem Jahr fort.

Auch die Analysten zeigen sich zuversichtlich. Die kanadische Bank RBC hat die Einstufung für das Papier nach den vorläufigen Zahlen auf “Outperform” mit einem Kursziel von 52 Euro belassen. Der zuständige Analyst Nick Housden betonte in seiner Studie, dass die angehobene Daimler Truck Prognose aufgrund der geänderten Zollregelungen und der starken Nachfrage in Nordamerika zu steigenden Konsenschätzungen am Markt führen dürfte. Mercedes-Benz Trucks erzielte im zweiten Quartal ein bereinigtes EBIT von 317 Millionen Euro (Konsensus: 327 Millionen Euro), während Daimler Buses auf 150 Millionen Euro kam. Diese Ergebnisse verdeutlichen die unterschiedliche Dynamik in den einzelnen Sparten des Konzerns. Das im vergangenen Jahr aufgelegte Sparprogramm “Cost Down Europe” stützt zudem die Profitabilität des Konzerns, das bis 2030 die Kosten in Europa um über eine Milliarde Euro senken soll.

Fazit

Die angehobene Daimler Truck Prognose untermauert die starke Marktposition des Nutzfahrzeugherstellers in Nordamerika und gleicht die aktuellen operativen Schwächen des zweiten Quartals erfolgreich aus. Für Anleger bietet die verbesserte Gewinnaussicht trotz des schwierigen Marktumfelds in Europa eine solide fundamentale Basis. Die kommenden vollständigen Quartalsergebnisse am 7. August 2026 werden zeigen, ob der Konzern diesen positiven Trend nachhaltig festigen kann.

Dell KI-Server im Aufwind: Aktie feiert +9% Rallye nach Rekorddaten

Kann die enorme Nachfrage nach dem Dell KI-Server die Aktie jetzt dauerhaft auf neue Rekordhöhen katapultieren?

Erwähnte Aktien
DELL
Schlusskurs 442,00$ +9,37% 22.07.26 23:28 Uhr MESZ
Dell Technologies Inc.

Warum steigt die Aktie von Dell Technologies?

Der Haupttreiber für das jüngste Kursplus von 9,37 Prozent auf 442,00 Dollar war eine sensationelle Vorabmeldung des Konkurrenten Super Micro Computer. Das Unternehmen gab nach dem jüngsten US-Handelsschluss bekannt, dass sein Auftragsbestand im abgelaufenen Quartal auf ein Rekordhoch von über 60 Milliarden Dollar angestiegen ist. Diese gigantische Summe zeigt eindrucksvoll, wie viel Geld derzeit in die KI-Infrastruktur fließt. Da sowohl Super Micro als auch Dell Technologies leistungsstarke Grafikkarten von NVIDIA in ihre Server-Racks integrieren, profitiert auch der **Dell KI-Server** direkt von diesem positiven Branchentrend. Die Anleger übertragen die starken Signale des Konkurrenten auf das gesamte Hardware-Segment, was zu einer breiten Sektor-Rally führte. Auch Mitbewerber wie Hewlett Packard Enterprise konnten im Zuge dieser Euphorie deutliche Gewinne verbuchen, da die gesamte Branche von den prall gefüllten Auftragsbüchern der Tech-Giganten profitiert.

Wie schätzen Analysten den Markt für Dell KI-Server ein?

Die Experten blicken äußerst optimistisch auf die jüngsten Entwicklungen. Matt Bryson, Analyst bei der renommierten Investmentbank Wedbush, betonte in einer aktuellen Studie, dass die Nachfrage nach hochleistungsfähigen Systemen wie dem **Dell KI-Server** das Angebot weiterhin deutlich übersteigt. Diese Knappheit verleiht den Herstellern eine enorme Preismacht. Super Micro konnte seine Bruttomargen-Prognose für das vierte Geschäftsquartal überraschend auf 15 bis 17 Prozent anheben – zuvor lag die Erwartungshaltung lediglich bei 8,2 bis 8,4 Prozent. Laut dem Wedbush-Analysten Bryson dürften Dell Technologies und auch Hewlett Packard Enterprise von exakt denselben Marktmechanismen profitieren. Der anhaltende Mangel an Hardware ermöglicht es den etablierten Playern, höhere Preise durchzusetzen und margenstärkere Server-Konfigurationen an ihre Kunden auszuliefern. Dies dürfte sich bereits in den kommenden Quartalsberichten positiv niederschlagen und die Profitabilität der gesamten Branche anheben.

Welche technischen Marken sind jetzt wichtig?

Aus charttechnischer Sicht präsentiert sich die Aktie von Dell Technologies in einer hervorragenden Verfassung. Mit dem jüngsten Anstieg auf 442,00 Dollar bewegt sich das Papier rund 6,6 Prozent über der 20-Tage-Linie (SMA 20) bei 418,61 Dollar und sogar 18,9 Prozent über der wichtigen 50-Tage-Linie bei 375,42 Dollar. Der langfristige Aufwärtstrend ist mit einem Abstand von über 117 Prozent zur 200-Tage-Linie (SMA 200) bei 205,30 Dollar extrem stabil, was das Vertrauen der Investoren untermauert. Der nächste wichtige Widerstand liegt nun bei 463,50 Dollar, knapp unter dem 52-Wochen-Hoch von 469,47 Dollar. Sollte es hier zu kurzfristigen Gewinnmitnahmen kommen, bietet der Bereich um 378,50 Dollar eine solide Unterstützung für trendfolgende Trader. Der MACD-Indikator deutet zwar auf eine leichte Abkühlung der Dynamik hin, doch der übergeordnete Trend zeigt dank der hohen Nachfrage nach dem **Dell KI-Server** weiterhin steil nach oben, was neue Allzeithochs in greifbare Nähe rückt.

Die jüngsten Marktdaten verdeutlichen, dass der KI-Infrastruktur-Boom keineswegs an Dynamik verliert, sondern sich durch steigende Margen sogar noch beschleunigt. Der **Dell KI-Server** bleibt in diesem Umfeld ein zentraler Umsatztreiber für das Unternehmen. Für langfristig orientierte Anleger bietet die Aktie von Dell Technologies weiterhin ein hochattraktives Engagement im wachstumsstarken Hardware-Sektor.

Wie beeinflusst das die Dell Technologies Inc.-Aktie?

Wir glauben, dass Dell, HPE und andere von einer ähnlichen Dynamik profitieren sollten, wenn unsere Vermutung bezüglich der Vorankündigung von Super Micro korrekt ist.
— Matt Bryson
Fazit

Die jüngste Rallye zeigt, wie eng die Hardware-Branche im Zuge der künstlichen Intelligenz verflochten ist. Bereits im Vorfeld deutete sich diese Entwicklung an, wie der Bericht über das Dell Technologies Quartal mit +7,5% zeigt, in dem der KI-Boom bereits für Rekordzahlen sorgte. Während die Server-Hersteller boomen, erleben andere Sektoren der Energiewende deutliche Rückschläge. So wirft der massive Kurssturz bei alternativen Energieerzeugern Fragen auf, wie der Artikel über die NuScale Power SMR-Aktie und deren jüngsten Einbruch analysiert.

Super Micro Margen steigen rasant: Aktie feiert +21% Rallye

Können die überraschend verdoppelten Super Micro Margen den angeschlagenen KI-Riesen dauerhaft retten oder droht Anlegern bald der nächste Rückschlag?

Erwähnte Aktien
SMCI
Schlusskurs 30,84$ +20,94% 22.07.26 23:02 Uhr MESZ
Super Micro Computer, Inc.

Warum explodieren die Super Micro Margen derart stark?

Die Aktie von Super Micro Computer (SMCI) schoss im US-Handel am Mittwoch um 20,94 Prozent auf 30,84 US-Dollar nach oben. Auslöser für diesen massiven Kurssprung war die Veröffentlichung der vorläufigen Ergebnisse für das vierte Geschäftsvierteljahr, das am 30. Juni endete. Obwohl das Unternehmen einen Umsatz am unteren Ende der bisherigen Prognosespanne von 11,0 bis 12,5 Milliarden US-Dollar in Aussicht stellte, zeigten sich Investoren von der Profitabilität begeistert.

Das Management prognostiziert nun sowohl eine GAAP- als auch eine Non-GAAP-Bruttomarge von 15 bis 17 Prozent. Zuvor war der Konzern lediglich von einer Spanne zwischen 8,2 und 8,4 Prozent ausgegangen. Diese nahezu verdoppelten Super Micro Margen bedeuten bei einem angenommenen Umsatz von 11 Milliarden US-Dollar einen Bruttogewinn von bis zu 1,87 Milliarden US-Dollar – im Vergleich zu den zuvor erwarteten rund 900 Millionen US-Dollar.

Wie bewerten Analysten den Erfolg von Super Micro Computer?

Die Reaktionen der Analystenhäuser ließen nicht lange auf sich warten. Die Investmentbank Rosenblatt hob das Kursziel für die Aktie von 40,00 auf 45,00 US-Dollar an und bestätigte die Einstufung auf ‘Buy’. Auch Barclays reagierte positiv auf die starken Super Micro Margen und passte das Kursziel von 34,00 auf 38,00 US-Dollar nach oben an, behielt jedoch die Einstufung ‘Equal-Weight’ bei.

Analysten von Wedbush wiesen darauf hin, dass die deutliche Margenverbesserung auf ein vorteilhaftes Verhältnis von Angebot und Nachfrage zurückzuführen sein könnte. Das Unternehmen habe die Knappheit am Markt genutzt, um vorteilhaftere Preise durchzusetzen und Kunden zu einem margenstärkeren Produktmix zu bewegen. Sollte dieser Trend anhalten, könnte der Server-Spezialist auch in den kommenden Quartalen deutlich höhere Gewinne je Aktie erzielen.

Welche Risiken müssen Anleger weiterhin beachten?

Trotz der Euphorie über die gestiegenen Super Micro Margen bleibt die Skepsis bei einigen Marktteilnehmern hoch. Die Analysten von Raymond James bezeichneten das Update zwar als dringend benötigte Atempause nach den jüngsten Negativschlagzeilen – wie den Vorwürfen über Exportumgehungen nach China oder der Festnahme von Mitarbeitern in Taiwan –, mahnten jedoch zur Vorsicht. Lieferengpässe bei Speicherchips und anderen Komponenten könnten kurzfristig weiterhin als Flaschenhals wirken.

Zudem ist der Auftragsbestand von über 60 Milliarden US-Dollar teilweise nicht bindend. Um diese gigantische Nachfrage zu bedienen, benötigt der Konzern massives Betriebskapital, was unter anderem durch die Ankündigung einer Kapitalerhöhung im Volumen von rund 7 Milliarden US-Dollar gelöst werden soll. Auch die hohe Verschuldung und die anhaltenden behördlichen Untersuchungen belasten das langfristige Bild, weshalb die Aktie trotz des aktuellen Kurssprungs immer noch rund 51 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 62,36 US-Dollar notiert.

Wie reagieren die Wettbewerber im KI-Sektor?

Die positive Überraschung strahlte am Mittwoch auf den gesamten Sektor der KI-Infrastruktur aus. Die Papiere von Mitbewerbern wie Dell Technologies gewannen rund 10 Prozent an Wert, während Hewlett Packard Enterprise um gut 5 Prozent zulegten. Der Markt wertet die starken Zahlen als klares Signal, dass die Nachfrage nach Rechenzentrumsausrüstung und KI-optimierten Serversystemen ungebrochen hoch ist.

Am 11. August wird das Unternehmen die endgültigen Quartalszahlen vorlegen. Dieser Termin gilt an der Wall Street als der eigentliche Lackmustest. Erst dann wird sich zeigen, ob die verbesserten Super Micro Margen von dauerhafter Natur sind oder ob es sich lediglich um einen temporären Effekt gehandelt hat.

Die verbesserten Super Micro Margen zeigen eindrucksvoll, dass der Serverhersteller in der Lage ist, aus dem reinen Preiswettbewerb auszubrechen und hochprofitable KI-Systeme erfolgreich am Markt zu platzieren. Für spekulativ orientierte Anleger bietet die Aktie nach der jüngsten Korrektur neuen Schwung, wenngleich die regulatorischen Risiken und der hohe Kapitalbedarf weiterhin als Bremsklötze wirken. Die kommenden endgültigen Zahlen im August werden die Richtung für den restlichen Verlauf des Jahres vorgeben.

Wie geht es mit der Aktie von Super Micro Computer weiter?

Fazit

Die jüngste Entwicklung wirft die Frage auf, ob dieser Befreiungsschlag von Dauer ist. In unserem Beitrag über das Super Micro Computer Quartal beleuchten wir, ob der spektakuläre Margen-Sprung die tiefen Sorgen der Anleger nachhaltig vertreiben kann. Wer sich abseits von Servern für den boomenden Energiesektor der KI-Infrastruktur interessiert, findet im Artikel über die NuScale Power SMR-Aktie eine spannende Analyse dazu, ob die jüngste Korrektur beim nuklearen Hoffnungsträger eine Einstiegschance bietet.