Wer führt künftig den Porsche Vorstand?
Albrecht Reimold, der langjährige Vorstand für Produktion und Logistik, geht im Alter von 65 Jahren in den geplanten Ruhestand. Reimold, der seine Karriere einst als Werkzeugmacher begann, übergibt sein Amt zum 31. August 2026. In seiner zehnjährigen Amtszeit prägte er maßgeblich die Fertigung des Taycan in Zuffenhausen und steuerte die Produktion erfolgreich durch die Halbleiterkrise. Sein Nachfolger im **Porsche Vorstand** wird Christian Friedl. Der 49-jährige Maschinenbauer ist ein echtes Eigengewächs der Porsche AG und leitete zuletzt die Unternehmensqualität. Zuvor war er bereits Werkleiter in Zuffenhausen sowie im Seat-Werk in Martorell. Friedl gilt als enger Vertrauter von Volkswagen-Konzernchef Oliver Blume. Der frühere Wechsel – Reimolds Vertrag lief eigentlich bis Anfang 2027 – hat einen strategischen Grund: Friedl soll bereits beim Kapitalmarkttag am 7. Oktober 2026 gemeinsam mit dem restlichen **Porsche Vorstand** die künftige Strategie des Sportwagenbauers präsentieren.
Wie spart die Porsche AG Milliarden ein?
Parallel zum Personalwechsel im **Porsche Vorstand** treibt Konzernchef Michael Leiters ein weitreichendes Sanierungsprogramm voran. Der Aufsichtsrat hat dem vorgestellten “Zukunftspaket” bereits seine Unterstützung zugesagt. Um die Effizienz zu steigern, steht ein massiver Stellenabbau im Raum. Branchenkreisen zufolge könnten zusätzlich zu den bereits beschlossenen Kürzungen weitere 4.000 bis 6.000 Arbeitsplätze wegfallen, vor allem in der Verwaltung und der Entwicklung. Zusammen mit dem ersten Sparpaket könnte sich der gesamte Stellenabbau auf über 8.000 Arbeitsplätze summieren. Im Gegenzug bietet das Management den Arbeitnehmervertretern eine Verlängerung der Beschäftigungssicherung bis zum Jahr 2035 an. Diese Absicherung soll jedoch an strikte Renditeziele gekoppelt sein. Zudem sollen tarifliche Leistungen wie die sogenannte Steinkühlerpause für Bandarbeiter unangetastet bleiben und großzügige Homeoffice-Regelungen mit bis zu acht Tagen mobilem Arbeiten pro Monat beibehalten werden. Am kommenden Montag soll die Belegschaft auf einer Betriebsversammlung über die Details informiert werden.
Wie reagiert die Aktie der Porsche AG?
Mit Christian Friedl vollziehen wir nun den geplanten Generationswechsel. Er bringt persönlich die besten Voraussetzungen mit, um das Produktionsnetzwerk weiterzuentwickeln.— Michael Leiters
Die Börse reagierte überaus positiv auf die harten Sparmaßnahmen und die personelle Neuaufstellung. Die Aktie der Porsche AG (P911) verzeichnete im intraday Handel einen deutlichen Kurszuwachs von 3,36 Prozent und schloss bei 46,45 Euro, nachdem sie am Vortag noch bei 44,72 Euro notiert hatte. Auftrieb gaben auch frische Analystenstimmen. Das Bankhaus Metzler stufte die Vorzugsaktie in einer aktuellen Studie gleich um zwei Stufen von “Sell” auf “Buy” hoch. Der zuständige Analyst Daniel Schwarz verdoppelte das Kursziel von zuvor 31 Euro auf nun 64 Euro. Schwarz begründete den Optimismus damit, dass der **Porsche Vorstand** unter Michael Leiters das Unternehmen konsequent auf Ertragsstärke trimme. Ein eventueller leichter Rückgang des Absatzvolumens ab 2027 könne durch eine strikte Preisdisziplin und die massiven Kosteneinsparungen überkompensiert werden.