SP500 7.784,33 +0,14%DJ30 51.972,03 -0,27%NAS100 30.771,35 +0,77%GER40 25.706,81 +0,14%EU50 6.356,28 +0,28%BTCUSD 86.523,92 -0,54%ETHUSD 2.760,78 -0,80%VIX 17,40 -2,24% SP500 7.784,33 +0,14%DJ30 51.972,03 -0,27%NAS100 30.771,35 +0,77%GER40 25.706,81 +0,14%EU50 6.356,28 +0,28%BTCUSD 86.523,92 -0,54%ETHUSD 2.760,78 -0,80%VIX 17,40 -2,24%
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Nebius Prognose +2.1%: Ignoriert der Markt Redburns Crash-Warnung?

Trotz einer drastischen Verkaufsempfehlung von Redburn steigt die Nebius Aktie – steckt dahinter eine fundamentale Fehleinschätzung oder ein unaufhaltsamer KI-Boom?

Erwähnte Aktien
NBIS
NBIS
Aktuell 236,68$ +2,12% 22.09.26 21:25 Uhr MESZ
NEBIUS GROUP NV

Redburn sieht erhebliches Abwärtsrisiko

Die Investmentbank Rothschild (Redburn) hat die Coverage für die Nebius Group mit einem Verkaufsrating und einem Kursziel von lediglich 84 Dollar aufgenommen. Das impliziert einen Rückgang von mehr als 60 Prozent gegenüber dem aktuellen Niveau von 236,68 Dollar. Die Argumentation der Analysten stützt sich auf die wachsende Konkurrenz durch Hyperscaler wie Meta, Microsoft und Amazon, die eigene Rechenkapazitäten in großem Stil aufbauen und Neocloud-Anbieter zunehmend verdrängen könnten. Zudem verweisen die Analysten auf die Schuldenlage und Zinsrisiken, die besonders Unternehmen ohne positive Erträge belasten.

Das Cloud-Geschäft trägt das Wachstum

Diesen Bedenken steht eine beeindruckende operative Entwicklung gegenüber. Im zweiten Quartal 2026 erzielte das Unternehmen einen Umsatz von 582,3 Millionen Dollar, ein Plus von 454 Prozent im Jahresvergleich. Der Verlust je Aktie fiel mit 0,68 Dollar etwas geringer aus als erwartet. Für das dritte und vierte Quartal erwarten Analysten Wachstumsraten von 521 beziehungsweise 535 Prozent. Unterstützt wird die Expansion durch eine Kapitalerhöhung von 5,75 Milliarden Dollar über Wandelanleihen, die unter anderem in den Ausbau von Rechenzentren und den Kauf von GPUs fließen soll. Die Partnerschaften mit Meta und Palantir gelten als wichtige Katalysatoren.

Nebius Group Aktienchart - 252 Tage Kursverlauf - September 2026

Goldman Sachs blickt auf das Jahr 2028

Die Investmentbank Goldman Sachs erwartet, dass Nebius erst 2028 auf der Gewinnseite ankommt – mit knapp 8 Dollar je Aktie. Voraussetzung dafür ist ein Umsatzanstieg in Richtung 25 Milliarden Dollar, was gegenüber 2027 fast eine Verdoppelung bedeuten würde. Bei einem 30- bis 31-fachen Kurs-Gewinn-Verhältnis für 2028 erscheint die Bewertung aus Sicht der Analysten nicht überzogen. Die Geschäftsführung betont, man könne bereits sämtliche Kapazitäten für 2027 problemlos verkaufen, halte aber bewusst Kapazität zurück, um höherwertige Kunden und bessere Preise zu erzielen.

Wie reagieren Anleger auf die Verkaufsempfehlung?

Bislang zeigt sich der Markt unbeeindruckt. Die Aktie notiert weiterhin deutlich über ihrem 20-Wochen-Durchschnitt, der Trend bleibt aufwärts gerichtet. Seit Jahresbeginn steht ein Plus von rund 180 Prozent zu Buche. Die Short-Quote liegt bei über 16 Prozent, was bei anhaltender Stärke zu einer Short-Eindeckung und heftigen Kursbewegungen führen könnte. Ein bekannter Wachstumsinvestor sieht Nebius und Iron als die beiden Hauptprofiteure des aufkommenden Open-Source-Trends bei KI-Modellen. Allerdings verkauften zuletzt mehrere Insider Aktien im Wert von insgesamt mehr als 46 Millionen Dollar, was bei einigen Beobachtern für Vorsicht sorgt.

Der Ausblick bleibt zweigeteilt

Die Bewertung der Aktie hängt maßgeblich davon ab, ob das Unternehmen seine aggressive Expansionsstrategie erfolgreich fortsetzen kann, ohne dabei die Kontrolle über die Kosten zu verlieren. Ein langfristig angenommener operativer Gewinn von 30 Prozent, orientiert an etablierten Cloud-Anbietern, dient vielen Investoren als Orientierung. Bis dahin bleibt die Aktie eine Wette auf die Zukunft der KI-Infrastruktur – mit erheblichem Chancenpotenzial, aber auch entsprechendem Risiko.

Preiserhöhung und KI-Rallye im Fokus

Die jüngste Ankündigung einer Preiserhöhung von bis zu 20 Prozent für GPU-Cloud-Dienste sorgt bei Nebius für Diskussionen über die Reaktion von Kunden und Anlegern. Gleichzeitig zeigt sich, wie stark die KI-Revolution derzeit den gesamten Technologiesektor befeuert – so sieht Rosenblatt bei SanDisk ein Kurspotenzial von 35 Prozent.

Fazit

Die Nebius Group bleibt eine hochgradig umstrittene KI-Aktie, bei der optimistische Wachstumsprognosen auf erhebliche Bewertungsrisiken treffen. Für Anleger bedeutet das eine bewusste Entscheidung zwischen hohem Chancenpotenzial und einem möglichen Kursrücksetzer von über 60 Prozent. Ob die Rechnung aufgeht, wird sich an der Umsetzung der Expansionspläne und der künftigen Gewinnentwicklung zeigen.

Amgen Sjogren: +4.5% Kurssprung durch Studienerfolg & KI-Boost

Kann Amgen mit Dazodalibep und KI-Innovationen einen Durchbruch bei der Behandlung des Sjögren-Syndroms erzielen und die Aktie beflügeln?

Erwähnte Aktien
AMGN
Aktuell 409,74$ +4,51% 22.09.26 21:05 Uhr MESZ
Amgen Inc.

Durchbruch bei seltener Autoimmunerkrankung

Die Phase-3-Studie OASIZ 301 untersuchte Dazodalibep bei Erwachsenen mit Amgen Sjogren-Erkrankung und moderater bis schwerer systemischer Krankheitsaktivität. Gemessen am EULAR Sjögren’s Syndrome Disease Activity Index (ESSDAI) zeigte sich bereits ab Woche 4 eine Verbesserung, die bis Woche 48 der Studie anhielt. Der ESSDAI ist ein validiertes klinisches Instrument zur Bewertung der systemischen Krankheitsaktivität über verschiedene Organsysteme hinweg. Bemerkenswert: Derzeit gibt es keine von der FDA zugelassenen Medikamente zur Behandlung des Sjögren-Syndroms, einer systemischen Autoimmunerkrankung, die den gesamten Körper betrifft. Die Ergebnisse stützen das Potenzial für eine neue, hochdifferenzierte Behandlungsoption für Menschen mit dieser belastenden Erkrankung.

Weitere Studie schreitet voran

Neben der erfolgreichen OASIZ 301-Studie treibt der Konzern die klinische Entwicklung weiter voran. Die Phase-3-Studie OASIZ 303 zu Dazodalibep bei moderater bis schwerer symptomatischer Sjögren-Erkrankung soll im vierten Quartal 2026 abgeschlossen werden. Dazodalibep ist ein potenzieller First-in-Class-CD40L-Antagonist, der einen neuartigen Wirkmechanismus verfolgt. Sollten beide Studien erfolgreich verlaufen, könnte Amgen einen bedeutenden Markt erschließen, in dem bislang kein zugelassenes Medikament verfügbar ist.

Amgen Sjogren Aktienchart - 252 Tage Kursverlauf - September 2026

Künstliche Intelligenz beschleunigt die Forschung

Parallel zur klinischen Pipeline setzt der Biotech-Riese verstärkt auf künstliche Intelligenz, um Entwicklungszyklen drastisch zu verkürzen. Wie Chief Medical Officer Paul Burton darlegte, gelang es dem Unternehmen bereits, die Ausarbeitung regulatorischer Zulassungsdokumente von sechs Monaten auf sechs Wochen zu reduzieren. Das von Amgen entwickelte System ATOMIC steuert inzwischen zentrale Schritte der klinischen Erprobung: Es identifiziert geeignete Studienzentren, verknüpft Patienten mit passenden Programmen und übernimmt deren Registrierung. Zudem stützt der Konzern künftige Go- oder No-Go-Entscheidungen in den einzelnen Entwicklungsphasen auf automatisierte Datenanalysen. Als technologisches Fundament dienen umfassende humangenetische Datensätze der Tochter Decode Genetics sowie der Supercomputer Freyja. Bis Anfang der 2030er-Jahre rechnet Burton mit einer Reduktion der gesamten Entwicklungszeit um rund 25 Prozent.

Solide Ertragsbasis stützt die Pipeline

Die kostenintensiven klinischen Programme stützen sich auf eine solide Ertragslage aus dem Bestandsgeschäft. Im zweiten Quartal 2026 erzielte Amgen einen Umsatz von 10,05 Milliarden US-Dollar, was einem Zuwachs von 9,5 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum entsprach. Das bereinigte Ergebnis je Aktie lag mit 6,29 US-Dollar rund 12 Prozent über den Markterwartungen. Zu den wesentlichen Wachstumstreibern zählte das Cholesterinmedikament Repatha, dessen Quartalserlöse um 37 Prozent auf 953 Millionen US-Dollar zulegten. Mit den Fortschritten bei der Pipeline-Digitalisierung versucht der Konzern, diese Ertragsbasis langfristig durch effizientere Zulassungsverfahren abzusichern.

Analysten bewerten die Perspektiven unterschiedlich

Die Analystengemeinde zeigt sich gespalten. Die UBS hat ihr Kursziel für Amgen auf 430 Dollar von zuvor 440 Dollar gesenkt, behält aber die Einstufung “Buy” bei. Als Grund nannte die Schweizer Großbank Bedenken hinsichtlich der kommerziellen Aussichten des Wirkstoffs Olpasiran, nachdem ein Konkurrenzmedikament in einer Studie den primären Endpunkt verfehlt hatte. Andere Analysten hoben unterdessen ihre Gewinnschätzungen an. Das durchschnittliche faire Bewertungsziel liegt bei rund 388 Dollar, wobei einige Häuser auf das starke Produktportfolio und die angehobene Guidance verweisen, während andere Patentrisiken und Pipeline-Unsicherheiten betonen.

Kursreaktion und Marktposition

Die Aktie von Amgen (AMGN) legte am Dienstag um 4,51 Prozent auf 409,74 Dollar zu und führte damit den Dow Jones Industrial Average an. Das Papier übersprang die 50-Tage-Linie und setzte damit ein technisch positives Signal. Institutionelle Investoren halten rund 76,5 Prozent der Anteile, wobei zuletzt etwa Nykredit A S eine neue Position mit 135.233 Aktien im Wert von rund 49 Millionen Dollar aufbaute. Der Konzern schüttet weiterhin eine Quartalsdividende von 2,52 Dollar je Aktie aus.

Pipeline-Risiken und Sektor-Dynamik im Fokus

Die jüngste Kursentwicklung bei Amgen zeigt, wie stark externe Faktoren die Bewertung von Biotech-Unternehmen beeinflussen können. So sorgte ein gescheitertes Novartis-Studienergebnis für erheblichen Druck auf die Aktie des Konzerns, wie unsere Analyse zum Kursrücksetzer vom 8. September zeigt. Gleichzeitig bleibt der gesamte Biotechnologiesektor in Bewegung, was nicht zuletzt die jüngste Rallye bei Moderna vor den entscheidenden ESMO-Daten verdeutlicht. Beide Entwicklungen unterstreichen, wie wichtig belastbare Studiendaten für die langfristige Bewertung von Pharma- und Biotechwerten sind.

The Dow up 115 points, being led higher by shares of drug maker Amgen. They’re up 2.5%.
— Analyst
Fazit

Amgen überzeugt mit positiven Phase-3-Daten zu Dazodalibep und einer KI-Plattform, die Entwicklungszyklen deutlich verkürzt. Für Anleger bietet der Konzern damit eine attraktive Mischung aus solider Dividendenbasis und vielversprechender Pipeline. Die im vierten Quartal 2026 erwarteten Ergebnisse der OASIZ 303-Studie dürften den nächsten wichtigen Impuls für die Aktie liefern.

Western Digital Aufschwung: Aktie steigt 3% im KI-Boom

Kann Western Digital seinen beeindruckenden Aufschwung im Sog des KI-Booms fortsetzen oder lauern ungesehene Risiken?

Erwähnte Aktien
WDC
Aktuell 460,73$ +2,96% 22.09.26 20:45 Uhr MESZ
Western Digital Corp.

Was treibt die Aktie des Speicher-Spezialisten an?

Die Western Digital Corp. (WDC) gehört zu den grossen Gewinnern des laufenden Jahres. Am Dienstag notierte die Aktie bei 460,73 Dollar, ein Plus von 2,96 Prozent gegenüber dem Vortagesschluss von 448,17 Dollar. Der Speichermarkt befindet sich in einer Phase aussergewöhnlich starker Nachfrage, die vor allem von der rasant wachsenden KI-Infrastruktur getragen wird. Rechenzentren benötigen immer grössere Mengen an Massenspeicher, um die Datenmengen zu bewältigen, die durch KI-Modelle und Cloud-Anwendungen entstehen.

Wie stark die Rally in diesem Sektor bereits ist, zeigt ein Blick auf die längerfristige Entwicklung. Seit dem Beginn des aktuellen Aufwärtstrends hat die Aktie laut Marktbeobachtern rund 756 Prozent zugelegt. Auch Wettbewerber wie Micron Technology und Seagate Technology profitieren von derselben Dynamik. Der Speichersektor hat sich damit zu einem der stärksten Segmente innerhalb des Technologiesektors entwickelt.

Wie positioniert sich das Unternehmen im KI-Speichermarkt?

Nach der Abspaltung des Flash-Geschäfts in das eigenständige Unternehmen Sandisk konzentriert sich Western Digital auf klassische Festplatten (HDDs), insbesondere auf hochkapazitive Laufwerke für Rechenzentren. Diese Fokussierung erweist sich zunehmend als Vorteil: Während der Flash-Markt von starken Preisschwankungen geprägt ist, profitieren HDD-Hersteller von engen Angebotsbedingungen bei Enterprise-Laufwerken.

Analysten der Investmentbank Rosenblatt hatten zuletzt vor allem Sandisk positiv hervorgehoben, was auch dem Umfeld von Western Digital Auftrieb gab. Die Aktie des HDD-Spezialisten wurde dabei von der allgemeinen Stimmung im Speichersektor mitgetragen. Marktbeobachter weisen jedoch darauf hin, dass die Kursbewegung bei Western Digital moderater ausfällt als bei reinen Flash-Anbietern – ein Zeichen dafür, dass die spezifische Rosenblatt-Einschätzung eher Sandisk betrifft.

Die fundamentalen Kennzahlen des Konzerns können sich sehen lassen. Der Jahresumsatz liegt bei 12,92 Milliarden Dollar, der Nettogewinn bei 9,29 Milliarden Dollar. Die operative Marge erreicht 34,5 Prozent, die Free-Cashflow-Marge 27,2 Prozent. Diese Werte unterstreichen die verbesserte Effizienz des Unternehmens nach der strategischen Neuausrichtung.

Western Digital Aktienchart - 252 Tage Kursverlauf - September 2026

Welche Risiken sollten Anleger im Blick behalten?

Trotz der starken Entwicklung gibt es auch warnende Stimmen. In den vergangenen Wochen kam es im Technologiesektor mehrfach zu breiten VerkaufsWellen, die auch Western Digital erfassten. Anfang September verlor die Aktie an einem einzigen Handelstag 6,7 Prozent, als eine sektorweite Verkaufswelle die Hardware-Werte traf. Auch Insider-Verkäufe von Führungskräften und Direktoren wurden zuletzt registriert – ein Signal, das von Marktteilnehmern als mögliche Gewinnmitnahme interpretiert wird.

Ein weiterer Unsicherheitsfaktor bleibt die Angebotslage. Während Wettbewerber Seagate laut dem Investor David Sparks bereits Vertragssicherheit für 2027 und den Grossteil der Nearline-Kapazität bis 2028 vorweisen kann, fehlt Western Digital diese langfristige Visibilität über das Jahr 2026 hinaus. Sparks bevorzugt daher Seagate gegenüber Western Digital, obwohl beide Unternehmen von der KI-Nachfrage profitieren.

Analysten sehen weiteres Potenzial

Die Mehrheit der Analysten bleibt dennoch optimistisch. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 650,78 Dollar, was gegenüber dem aktuellen Kurs von 460,73 Dollar ein erhebliches Aufwärtspotenzial von rund 41 Prozent impliziert. Die Einstufung liegt mehrheitlich bei “Buy”. Die langfristige Bilanz kann sich ebenfalls sehen lassen: Wer vor 15 Jahren 100 Dollar in die Aktie investiert hätte, würde heute rund 1.988 Dollar besitzen – eine durchschnittliche Jahresrendite von 22,28 Prozent.

Die Marktkapitalisierung beträgt aktuell 162,85 Milliarden Dollar. Damit gehört der Konzern zu den Schwergewichten im Technologiesektor. Die enge Verschränkung mit dem KI-Ökosystem – von NVIDIA-beschleunigten Rechenzentren bis hin zu Cloud-Anbietern – dürfte die Nachfrage nach Speicherlösungen weiter stützen.

Fazit

Der Speicher-Spezialist bleibt einer der grossen Profiteure des KI-Booms, getragen von starken Margen und wachsender Nachfrage nach Massenspeichern. Für Anleger bedeutet das erhebliches Potenzial, aber auch volatile Phasen, wie die jüngsten sektorweiten Rücksetzer zeigen. Ob der Konzern die Visibilität über 2026 hinaus verbessern kann, dürfte über die weitere Kursentwicklung entscheiden.

UBS Immobilienmarkt: Blasenrisiko in Deutschland sinkt deutlich

Warum entspannt sich der deutsche Immobilienmarkt laut UBS, während andere Metropolen im Alarmmodus sind?

Erwähnte Aktien
UBSG
UBSG
Schlusskurs —,–$ +0,00%
UBSG
UBSG
UBSG.SW
Schlusskurs —,–$ +0,00%
UBSG.SW

Warum entspannt sich der deutsche UBS Immobilienmarkt?

Das Risiko einer Immobilienblase in Frankfurt und München ist trotz hoher Wohnungspreise nur noch moderat. Zu diesem Ergebnis kommt die Schweizer Großbank UBS in ihrer aktuellen Studie. Eine Immobilienblase entsteht, wenn sich die Preise für Wohnungen und Häuser stark vom Einkommen der Menschen und dem tatsächlichen Wert der Objekte entfernen. Frankfurt verzeichne einen deutlichen Rückgang der Gefahr, “getrieben durch einen Rückgang der Immobilienpreise”, so die Bank. Auch in München sei das Blasenrisiko moderat, da hohe Zins- und Baukosten den Wohnungsmarkt bremsen.

Noch 2022 zählten Frankfurt und München zu den Metropolen mit dem größten Risiko für eine Immobilienblase weltweit. Seitdem sind die Kaufpreise wegen gestiegener Kreditzinsen inflationsbereinigt deutlich gefallen, während die Verbraucherpreise stark anzogen und auch die Einkommen zulegten. Für ihren “Global Real Estate Bubble Index” analysierte die Bank die Immobilienpreise in 23 Metropolen. Dafür vergleicht sie Kaufpreise und Mieten mit der Entwicklung der Einkommen und der Wirtschaft und prüft, ob es auffällige Abweichungen gibt. Auch die Verschuldung der Haushalte und die Entwicklung am Bau werden berücksichtigt.

Frankfurt und München: Preise bis zu 25 Prozent unter Rekord

Die Immobilienmärkte in Frankfurt und München hätten nach langem Niedrigzins-Boom erheblich korrigiert, sagt Maximilian Kunkel, UBS-Chefanlagestratege in Deutschland. “Inflationsbereinigt liegen die Preise bis zu 25 Prozent unter den Höchstständen von 2021 und 2022.” In Frankfurt seien die Immobilienpreise 2025 um drei Prozent gefallen. Dort gebe es aber weiter deutlich mehr Nachfrage als Angebot: “Zuwanderung und der Trend zu kleineren Haushalten treiben die Mieten nach oben, während hohe Bau- und Finanzierungskosten die Neubautätigkeit bremsen.” In München liegen die Preise inflationsbereinigt fast ein Viertel unter dem Rekord von 2022.

Sükriya Aclan, UBS-Managerin, ergänzt: “Der deutsche Wohnimmobilienmarkt hat einen erheblichen Teil der Überbewertungen aus der Niedrigzinsphase abgebaut.” Das knappe Wohnungsangebot in Frankfurt und München ergebe solide Aussichten für langfristig orientierte Käufer. Ein neuer Immobilienboom sei wegen der gestiegenen Zinsen aber nicht zu erwarten. Mit einem Mythos räumt die Bank ebenfalls auf: “In mehr als der Hälfte der untersuchten Städte bot Wohneigentum in den vergangenen fünf Jahren keinen wirksamen Schutz vor Inflation.” In Märkten mit sehr hohem Blasenrisiko 2021 seien die Preise seither preisbereinigt im Schnitt um rund 15 Prozent gesunken.

UBS Group AG Aktienchart - 252 Tage Kursverlauf - September 2026

Zürich, Tokio und Miami im Alarmmodus

Insgesamt sei das Blasenrisiko weltweit nur wenig verändert, so die UBS. Vor allem in drei Metropolen sieht sie jedoch große Gefahren, dass sich die Preisentwicklung von den tatsächlichen Immobilienwerten entkoppelt hat: Zürich, Tokio und Miami. In Zürich habe es in den vergangenen 20 Jahren unter allen untersuchten Städten den stärksten Anstieg der Wohnungspreise gegeben. Zugleich zeige das außergewöhnlich hohe und weiter steigende Verhältnis von Immobilienpreisen zu Mieten eine zunehmende Abhängigkeit von günstigen Finanzierungskosten. Die geringste Gefahr sieht die Bank derzeit in São Paulo, San Francisco und New York. Auch Paris und London stehen weit unten im Index, der 2026 zum zwölften Mal berechnet wurde.

Asien-Anleihen und Währungen als neue Chance

Abseits des Immobilienmarktes verschiebt der Konzern seine Anlagestrategie deutlich in Richtung Asien. “Wir haben tatsächlich begonnen, uns deutlich in Richtung asiatischer Schwellenländer zu verschieben, weil wir angesichts der hohen Renditen Wertpotenzial sehen”, sagte Adrian Zuercher, der bei der UBS die globale Vermögensallokation mitverantwortet, gegenüber CNBC. Besonders bei Unternehmensanleihen sieht er Potenzial. Asiatische Technologieanleihen, vor allem im Hochzinssegment, hätten zuletzt eine Outperformance erzielt und wiesen eine deutlich bessere Qualität als vor zehn bis 15 Jahren auf. Gold bleibe ein “sehr guter” Baustein zur Diversifizierung, zumal der US-Dollar strukturell schwach bleibe.

Bei den Währungen setzt die Bank auf Nordasien: Der Offshore-Yuan soll gegenüber dem Euro um drei Prozent aufwerten, für den Taiwan-Dollar liegt das Ziel bei 31. Skeptischer ist sie bei der indonesischen Rupiah, dem philippinischen Peso und dem thailändischen Baht – alle drei litten unter schwachen Leistungsbilanzen und hoher Abhängigkeit von Energieimporten. Die Inflation in der Region bewegt sich nahe dem oberen Rand ihrer Zehnjahresspannen. Die UBS erwartet bis Jahresende moderate Zinsschritte von 25 bis 50 Basispunkten in mehreren Ländern.

Regulierungsstreit drückt die Aktie

Einen Tag vor der entscheidenden Abstimmung im Ständerat legte UBS-Chef Sergio Ermotti noch einmal nach. Ein Vorschlag, der die Bank verpflichten würde, ihre ausländischen Einheiten mit 90 Prozent hartem Kernkapital zu unterlegen, sei kein echter Kompromiss. Die Aktie reagierte am Dienstag mit einem Kursrückgang von mehr als drei Prozent und gehörte damit zu den schwächsten Werten im SMI. Die Bank unterstützt einen Alternativvorschlag der Wirtschaftskommission des Ständerats, der AT1-Instrumente über ein 50/50-Modell stärken würde. Dieser schütze Steuerzahler ebenso wirksam wie der Regierungsplan, löse stabilisierende Maßnahmen aber früher und kostengünstiger aus.

KI-Agenten befeuern den E-Commerce

Während die UBS den Immobilienmarkt neu bewertet, treibt im Technologiesektor eine andere Entwicklung die Fantasie der Anleger an: Die Kooperation zwischen Shopify und Metas KI-Agent Muse hat die Shopify-Aktie um 7,4 Prozent steigen lassen. Der Schritt zeigt, wie tief KI-gestützte Assistenten inzwischen in Vertriebsprozesse eindringen und ganze Geschäftsmodelle umkrempeln.

Inflationsbereinigt liegen die Preise bis zu 25 Prozent unter den Höchstständen von 2021 und 2022.
— Maximilian Kunkel, UBS-Chefanlagestratege in Deutschland
Fazit

Die UBS sieht das Blasenrisiko in Frankfurt und München deutlich gesunken, warnt aber vor Überhitzung in Zürich, Tokio und Miami. Für Anleger bedeutet das: Deutsche Wohnimmobilien bieten langfristig solide Perspektiven, während asiatische Anleihen und Währungen neue Chancen eröffnen. Die Abstimmung im Ständerat am Mittwoch dürfte zeigen, ob sich die Bank mit ihrem 50/50-Modell durchsetzt – ein Ergebnis, das die Aktie kurzfristig bewegen könnte.

JPMorgan QIA Partnerschaft: 20 Mrd. Dollar Deal trotz -3,2% Kursrutsch

Trotz eines milliardenschweren Deals mit der QIA fällt die JPMorgan-Aktie um 3,2% – warum reagiert der Markt so negativ auf diese positive Nachricht?

Erwähnte Aktien
JPM
Aktuell 340,43$ -3,17% 22.09.26 20:06 Uhr MESZ
JPMorgan Chase

Was steckt hinter der neuen Allianz?

Die Qatar Investment Authority (QIA) und JPMorgan Asset Management (JPMAM) haben vereinbart, eine Investitionspartnerschaft im Volumen von 20 Milliarden US-Dollar aufzubauen. Sie erstreckt sich auf Strategien in öffentlichen und privaten Märkten, konkret auf Aktien und Kredit. Den Auftakt bilden zwei Bausteine: ein Aktienmandat über 5 Milliarden Dollar, das auf die langfristigen Anlageziele des Staatsfonds zugeschnitten ist, sowie ein Privatmarktprogramm über ebenfalls 5 Milliarden Dollar, das auf etablierte mittelständische Unternehmen in den USA ausgerichtet ist.

Im Rahmen des Aktienmandats wird JPMorgan Asset Management maßgeschneiderte globale Aktienportfolios für die QIA betreuen. Im Privatmarktsegment wollen beide Partner Senior-Finanzierungen für US-Mittelständler in Branchen wie Industrie, Dienstleistungen, Gesundheitswesen und Technologie bereitstellen. Damit verbindet das Konstrukt den institutionellen Anlageansatz der QIA mit der Management-Expertise der Bank.

Wie reagiert der Markt auf die Nachricht?

Trotz der Schlagzeile steht die Aktie unter Druck. JPMorgan Chase (JPM) notiert bei 340,43 US-Dollar und liegt damit rund 3,17 Prozent unter dem Vortagesschluss von 352,04 Dollar. Der Rückgang ist der stärkste unter den großen US-Banken an diesem Handelstag. Goldman Sachs und Bank of America gaben ebenfalls nach, belasteten den Dow-Jones-Index spürbar.

Die Ursache liegt weniger im Unternehmen als im Umfeld: Steigende Renditen zehnjähriger US-Staatsanleihen nahe der Marke von 5 Prozent und eine abgeflachte Zinskurve setzen die Nettozinsmargen der Institute unter Druck. Hinzu kommen Sorgen über das Kapitalmarktgeschäft, nachdem zuletzt schwächere Handelsvolumina gemeldet wurden. Ein positiver Unternehmens-Headline wie die QIA-Partnerschaft wird in einem solchen Umfeld schnell von der Gruppenbewegung überlagert.

JPMorgan Chase & Co. Aktienchart - 252 Tage Kursverlauf - September 2026

Das Asset-Management gewinnt strategisch an Gewicht

Für JPMorgan ist das Mandat ein wichtiger Baustein im Ausbau gebührenbasierter, kapitalleichter Erträge. Mary Callahan Erdoes, CEO von JPMorgan Asset and Wealth Management, sagte: “It’s a privilege to partner with QIA on this strategic initiative. By leveraging JP Morgan’s global investment capabilities across public and private markets, we’ll support QIA’s role as a leader in global institutional investing and help deliver customized, high-quality solutions.” (Es ist eine Ehre, bei dieser strategischen Initiative mit der QIA zusammenzuarbeiten. Indem wir die globalen Investmentfähigkeiten von JPMorgan über öffentliche und private Märkte hinweg nutzen, unterstützen wir die QIA in ihrer Rolle als führender globaler institutioneller Investor und helfen, maßgeschneiderte, hochwertige Lösungen zu liefern.)

Die Partnerschaft fällt unabhängig davon an, wo die Aktie an einem einzelnen Handelstag steht. Sie stärkt die Position der Bank im Wettbewerb um institutionelle Mandate und erweitert das Standbein jenseits des klassischen Zinsgeschäfts.

Warum Analysten weiterhin auf die Großbanken setzen

Die Bewertungsexperten bei Argus halten an ihren Kaufempfehlungen für die großen Geldzentren fest – darunter JPMorgan, Morgan Stanley, Goldman Sachs und PNC Financial. Zur Begründung heißt es: “the positive narrative that continues for banks generally and the big banks in particular… would be that the economic growth story continues here.” (Die positive Erzählung, die für Banken allgemein und die großen Banken im Besonderen anhält, ist, dass die Geschichte des Wirtschaftswachstums hier weitergeht.)

Als Treiber gelten solides Kreditwachstum im niedrigen bis mittleren einstelligen Bereich, niedrige Arbeitslosigkeit und damit beherrschbare Kreditkosten. Hinzu kommt ein Effizienzschub durch KI, mit dem Institute ihre Kostenstruktur verbessern, ohne die Belegschaft auszuweiten. Für kapitalmarktorientierte Häuser kommen boomende Geschäfte bei Investmentbanking und Anleiheemissionen hinzu – die Banken finanzieren die KI-Infrastruktur mit.

Die Analysten der Bank of America haben ihre Beteiligung an JPMorgan im zweiten Quartal um 6,1 Prozent auf über 22,8 Milliarden Dollar ausgebaut und führen die Position auf Rang 13. Der Konsens liegt bei einem “Moderate Buy” mit einem durchschnittlichen Kursziel von 359,96 US-Dollar.

Was Anleger jetzt beachten sollten

Die Aktie bleibt trotz des Rücksetzers über ihrem Jahresstartniveau – der Handelstag ist damit eher eine Konsolidierung innerhalb eines Aufwärtstrends als ein Bruch. Beobachter achten nun darauf, ob sich der Bankensektor im weiteren Tagesverlauf stabilisiert und ob die QIA-Nachricht wieder stärker in den Kurs einfließt. Ein schwacher Schluss würde signalisieren, dass die Sektor-Rotation noch nicht abgeschlossen ist.

Der nächste wichtige Termin steht bereits fest: Am 13. Oktober legt JPMorgan vor Handelsbeginn die Quartalszahlen vor. Anleger sollten ihre Bank-Exposure so dimensionieren, dass einzelne Handelstage mit Gruppenbewegungen und Makro-Zinsimpulsen verkraftbar bleiben.

KI-Partnerschaften treiben die Kurse im Tech-Sektor

Während im Bankensektor derzeit Makrofaktoren wie die Anleiherenditen den Ton angeben, sorgt im Technologiesegment eine neue Kooperation für Fantasie: Die Verbindung von Shopify und dem KI-Agenten Muse von Meta hat die Aktie des E-Commerce-Anbieters um 7,4 Prozent nach oben getrieben. Der Markt bewertet KI-getriebene Partnerschaften derzeit sichtbar positiver als klassische Finanztransaktionen.

It’s a privilege to partner with QIA on this strategic initiative. By leveraging JP Morgan’s global investment capabilities across public and private markets, we’ll support QIA’s role as a leader in global institutional investing and help deliver customized, high-quality solutions.
— Mary Callahan Erdoes, CEO JPMorgan Asset and Wealth Management
Fazit

Die 20-Milliarden-Dollar-Allianz mit der Qatar Investment Authority stärkt das Asset-Management von JPMorgan und erweitert das gebührenbasierte Geschäft nachhaltig. Für Anleger zeigt sich, dass die Tagesbewegung der Aktie von Makrofaktoren wie den Anleiherenditen getrieben wird, nicht von der Unternehmenssubstanz. Mit Blick auf die Quartalszahlen am 13. Oktober bleibt die Aktie damit für langfristig orientierte Investoren interessant.

GameStop Insiderkäufe: CEO Ryan Cohen investiert 26 Mio. – Aktie +6%

Warum investiert GameStop-CEO Ryan Cohen erneut Millionen in die eigene Aktie, während die eBay-Pläne noch in der Schwebe sind?

Erwähnte Aktien
GME
Aktuell 24,15$ +6,04% 22.09.26 19:45 Uhr MESZ
GameStop Corp.

Ryan Cohen baut seine Beteiligung weiter aus

Der Chairman und CEO von GameStop Corp. (GME) hat am Montag 1.150.680 Aktien der Klasse A erworben und dafür rund 26,4 Millionen Dollar ausgegeben. Das geht aus einer bei der US-Börsenaufsicht SEC eingereichten Form-4-Meldung hervor. Der gewichtete Durchschnittspreis der Transaktionen lag bei 22,9375 Dollar je Aktie, die Ausführungspreise bewegten sich zwischen 22,76 und 23,02 Dollar. Cohens direkte Beteiligung summiert sich damit nun auf 40.498.522 Aktien.

Bemerkenswert: Die Meldung enthält keine 10b5-1-Kennzeichnung. Das bedeutet, dass der Kauf nicht über einen vorab festgelegten Handelsplan abgewickelt wurde, sondern spontan erfolgte. Bei einem aktuellen Börsenwert von rund 10,2 Milliarden Dollar repräsentiert Cohens direkter Anteil etwa neun Prozent des Unternehmens.

Ein zweiter Millionenkauf innerhalb von elf Tagen

Der jüngste Kauf reiht sich in eine Serie von Insider-Transaktionen ein. Bereits am 10. September hatte Cohen eine Million Aktien zu einem Durchschnittspreis von rund 20,38 Dollar erworben. Der Preis, den er am Montag zahlte, lag damit mehr als zwölf Prozent über dem Niveau von nur elf Tagen zuvor. Auch drei weitere Direktoren – Lawrence Cheng, James Grube und Alain Attal – hatten in derselben Woche Aktien gekauft.

Die Aktie reagierte deutlich: Am Montag schloss GME bei 22,76 Dollar und legte im nachbörslichen Handel um rund drei Prozent zu. Am Dienstag notiert das Papier bei 24,14 Dollar – ein Plus von 6,04 Prozent gegenüber dem Vortag. Über die vergangenen 30 Tage summiert sich das Kursplus auf rund 30 Prozent.

GameStop Corp. Aktienchart - 252 Tage Kursverlauf - September 2026

Was hinter dem Vertrauen des CEO steckt

Cohen verfolgt parallel ein größeres strategisches Ziel. GameStop hatte ein unverbindliches Angebot vorgelegt, alle ausstehenden Aktien von eBay für 125 Dollar je Stück zu übernehmen – hälftig in bar und in GameStop-Aktien. Das entspricht einem Eigenkapitalwert von rund 55,5 Milliarden Dollar. Der Verwaltungsrat von eBay lehnte ab und nannte das Angebot “neither credible nor attractive” (weder glaubwürdig noch attraktiv).

Zuletzt verdichteten sich Berichte, wonach Cohen statt einer Übernahme auch eine Partnerschaft oder ein Joint Venture mit eBay erwägt. Dabei könnten die rund 1.600 US-Filialen von GameStop dem Online-Marktplatz als physische Präsenz für margenstarke Kategorien wie Sammelkarten und Collectibles dienen. Im Juli hatte GameStop seinen eBay-Anteil auf 9,75 Prozent erhöht und sich damit hinter Vanguard als zweitgrößter Aktionär positioniert.

Warum die Quartalszahlen Mut machen

Im zuletzt berichteten Quartal wies GameStop einen bereinigten Gewinn von 27 Cent je Aktie aus, während der Umsatz mit 790,2 Millionen Dollar um 18,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr zurückging. Das Unternehmen begründete den Rückgang mit dem Vorjahreseffekt des Nintendo Switch 2-Launches, geplanten Filialschließungen und dem Frankreich-Verkauf. Der operative Gewinn von 160,2 Millionen Dollar markierte einen neuen Höchstwert. Die Unternehmensführung hob die Prognose für das bereinigte EBITDA des Gesamtjahres auf über 650 Millionen Dollar an.

Das Collectibles-Geschäft entwickelte sich mit 356,3 Millionen Dollar Netto-Umsatz und einem Plus von 57 Prozent zum Wachstumstreiber und machte 45,1 Prozent des Gesamtumsatzes aus. Die Bilanz zeigt zudem einen Barbestand von 4,85 Milliarden Dollar, der allerdings um 41,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr sank – auch wegen des eBay-Engagements.

Die nächsten Schritte der GameStop-Aktie

Für Anleger bleibt die Frage, ob Cohen seine Strategie weiter mit eigenen Mitteln untermauert. Die jüngsten Käufe senden ein klares Signal: Der CEO setzt eigenes Kapital ein und zahlt dabei bewusst höhere Preise als noch wenige Tage zuvor. Ob die eBay-Pläne in einer Übernahme, einer Partnerschaft oder einem Rückzug münden, dürfte den Kurs in den kommenden Wochen maßgeblich bestimmen.

Ryan Cohen setzt auf eigene Aktien und die eBay-Karte

Bereits Mitte September hatte der GameStop-CEO rund 20 Millionen Dollar in den eigenen Konzern investiert – ein Muster, das sich nun wiederholt. Wie sich die damalige Rallye entwickelte, zeigt der Beitrag zu den GameStop Insiderkäufe: CEO Ryan Cohen investiert 20 Millionen Dollar. Ganz anders gelagert ist der Blick auf den Technologiesektor, wo ein Analystenhaus für SanDisk ein Kurspotenzial von 35 Prozent sieht und damit eine andere Facette der aktuellen Marktdynamik beleuchtet.

Fazit

Mit dem zweiten Millionenkauf innerhalb von elf Tagen untermauert Ryan Cohen sein Vertrauen in die eigene Strategie und treibt die GameStop-Aktie deutlich an. Für Anleger ist das ein starkes Signal, denn der CEO setzt eigenes Kapital ein und zahlt dabei bewusst höhere Preise als zuvor. Ob die eBay-Pläne in einer Übernahme oder Partnerschaft münden, dürfte den Kurs in den kommenden Wochen entscheidend prägen.

Lennar Berkshire +6%: Buffett-Nachfolger setzt auf Hausbau-Aktie trotz Sorgen

Warum investiert Berkshire Hathaway massiv in Lennar, obwohl der Hausbauer gerade enttäuschende Quartalszahlen vorgelegt hat?

Erwähnte Aktien
LEN
Aktuell 82,56$ +5,99% 22.09.26 19:25 Uhr MESZ
Lennar Corporation

Warum steigt Berkshire Hathaway bei Lennar ein?

Die Nachricht kam für viele Marktteilnehmer überraschend: Berkshire Hathaway hat nach eigenen Angaben 2,6 Millionen Class-A-Aktien und 75.000 Class-B-Aktien des Hausbauers erworben. Das entspricht einem Volumen von rund 1,2 Milliarden Dollar. Es ist eine der ersten großen Transaktionen unter dem neuen CEO Greg Abel, der die Nachfolge von Warren Buffett angetreten hat. Bereits zuvor hatte Abel mit dem Zukauf von Taylor Morrison Homes ein deutliches Signal im Wohnungsbau gesetzt.

Die Börse feierte den Einstieg: Die Lennar-Aktie (LEN) legte am Dienstag um 5,99 Prozent auf 82,56 Dollar zu. Die gesamte Branche profitierte – auch KB Home, D.R. Horton und Toll Brothers notierten im Plus. Beobachter werten den Schritt als klaren Vertrauensbeweis in den Sektor, der seit Monaten unter Druck steht.

Das Quartal enttäuschte auf ganzer Linie

Denn die Zahlen, die Lennar erst am Montag vorgelegt hatte, fielen ernüchternd aus. Die Analystin Ivy Zelman fasste die Lage drastisch zusammen: „Sie hatten einige wirklich raue Quartalszahlen, die gestern herauskamen, und alles verfehlt. Und die Margen waren das Problem.“ (Original: “They had some really rough quarterly earnings that came out yesterday, missed on everything. And margins were the problem.”)

Der Druck kommt von mehreren Seiten. Die Baubranche kauft derzeit massiv Hypothekenzinsen für Käufer herunter, gewährt zusätzliche Anreize und senkt die Preise. „Es ist ein sehr herausforderndes Umfeld“, so Zelman. Gleichzeitig steigen die Inputkosten wieder: Nachdem Material- und Arbeitskosten 2025 und Anfang 2026 noch günstig waren, kündigen Lieferanten mit dem jüngsten Ölpreisanstieg Preiserhöhungen an. Auch der Arbeitsmarkt zieht an, weil Razzien und Abschiebungen die Verfügbarkeit von Bauarbeitern verknappen.

Lennar Corporation Aktienchart - 252 Tage Kursverlauf - September 2026

Die Margen stehen weiter unter Druck

Zelman erwartet deshalb eine anhaltende Belastung: „All diese Inputkosten, Arbeit und Material, werden nicht wieder unsere Freunde. Und wir denken, dass es eine Abwärtsneigung bei der Marge gibt.“ (Original: “So all those input costs, labor materials are not going to be friends again. And we might see, we think there’s a downward bias to margin.”)

Ein weiterer Punkt: Lennar setzt im schwachen Markt verstärkt auf sogenannte Spec-Homes, also Häuser, die ohne konkreten Käufer gebaut werden. In einem nachgebenden Umfeld entstehen dadurch motivierte Verkäufer, die Margendruck erzeugen. Lennar-Chef Stuart Miller räumte auf der Telefonkonferenz ein, dass der Wettbewerb mit dem Gebrauchthäusermarkt zugenommen hat, weil private Verkäufer ihre Preise senken.

Ein Vorteil gegenüber dem Gebrauchtmarkt bleibt

Dennoch sehen Marktbeobachter einen strukturellen Vorteil der großen Baubranche. Der Zinskauf ist für Bauunternehmen günstiger, als den Hauspreis zu senken – und er wirkt direkt auf die monatliche Belastung der Käufer. Während private Verkäufer kaum nennenswerte Zinsrabatte anbieten können, sind Bauunternehmen in der Lage, 30-jährige Festzinsen von 5 Prozent oder darunter anzubieten. Genau diese Strategie verfolgen die meisten großen Häuslebauer.

Für die Aktie bleibt die Charttechnik im Blick: Nach dem Kurssprung vom Dienstag notiert LEN wieder über der Marke von 80 Dollar. Einige Händler berichten von auffälligen Call-Käufen, die auf weiteres Aufwärtspotenzial hindeuten. Ob der Einstieg von Berkshire den Turnaround einläutet, hängt jedoch maßgeblich davon ab, ob sich die Margen im kommenden Quartal stabilisieren.

They had some really rough quarterly earnings that came out yesterday, missed on everything. And margins were the problem.
— Ivy Zelman
Fazit

Unterm Strich trifft der milliardenschwere Einstieg von Berkshire Hathaway auf einen Hausbauer, der operativ mit sinkenden Margen und einem schwierigen Marktumfeld kämpft. Für Anleger ist die Beteiligung des Buffett-Nachfolgers ein starkes Signal, doch die fundamentalen Herausforderungen bleiben bestehen. Die nächsten Quartalszahlen werden zeigen, ob sich die Margen stabilisieren und der Kurs seine Erholung fortsetzen kann.

Moderna Krebsimmuntherapie: +4.8% Rallye vor entscheidenden ESMO-Daten

Kann Modernas Krebsimmuntherapie die hohen Erwartungen der Anleger erfüllen oder droht nach der jüngsten Rallye eine Korrektur?

Erwähnte Aktien
MRNA
Aktuell 180,59$ +4,79% 22.09.26 19:05 Uhr MESZ
Moderna, Inc.

Ein Datum, das die Anleger elektrisiert

Am Samstag, dem 24. Oktober, wird Moderna auf der Jahrestagung der European Society for Medical Oncology (ESMO) detaillierte Daten zu Intismeran Autogene in Kombination mit Keytruda von Merck bei der adjuvanten Behandlung von Patienten mit reseziertem Melanom in den Stadien IIB bis IV vorstellen. Die Präsentation erfolgt im Rahmen eines Präsidialsymposiums – ein Format, das traditionell für erstmalige Enthüllungen praxisverändernder Phase-3-Studien reserviert ist. Entsprechend groß ist die Erwartungshaltung am Markt.

Die Daten stammen aus der INTerpath-001-Studie, in der 1.137 Teilnehmer die Kombination aus Intismeran und Keytruda gegen Keytruda allein erhielten. Bereits im August meldeten Moderna und Merck, dass die Studie ihre primären Endpunkte erreicht habe: eine statistisch signifikante und klinisch bedeutsame Verbesserung des rezidivfreien Überlebens (RFS) sowie des fernmetastasenfreien Überlebens (DMFS). Konkrete Zahlen zum Ausmaß des Nutzens oder zum Nebenwirkungsprofil blieben die Unternehmen allerdings bis heute schuldig.

Kursfantasie trifft auf Bewertungsrealität

Genau diese Lücke zwischen Ankündigung und Datensatz treibt die Moderna-Aktie an. Nach der August-Meldung schoss das Papier an einem einzigen Handelstag dreistellig nach oben, die Marktkapitalisierung schnellte von rund 25 Milliarden Dollar auf zeitweise 69 Milliarden Dollar. Der Markt spekuliert darauf, dass sich das Potenzial der Kombi-Therapie auch auf andere Tumorarten überträgt – Moderna und Merck testen Intismeran in insgesamt neun Studien der mittleren und späten Phase, darunter nicht-kleinzelliger Lungenkrebs, Blasenkrebs und Nierenzellkarzinom.

Der Vergleich mit dem mRNA-Wettbewerber BioNTech zeigt, wie spezifisch diese Rallye ist: Während Moderna seit Jahresbeginn um mehr als 500 Prozent zulegte, kommt BioNTech nur auf ein Plus von rund fünf Prozent. Der Markt bepreist also ein intismeran-spezifisches Ergebnis und keine breite Neubewertung der mRNA-Plattform.

Moderna Cancer Therapy Aktienchart - 252 Tage Kursverlauf - September 2026

Analysten mahnen zur Vorsicht

Trotz der Euphorie mehren sich die warnenden Stimmen. Simon Baker von Rothschild & Co. Redburn stufte die Aktie von “hold” auf “sell” herab. Die Phase-3-Daten seien zwar “undoubtedly good” (zweifellos gut), doch der Markt habe überreagiert, da unklar bleibe, ob die neun weiteren Studien ähnliche Ergebnisse liefern würden. Auch Jessica Fye von J.P. Morgan äußerte sich skeptisch: Die unmittelbaren wirtschaftlichen Auswirkungen der Studie seien bereits vollständig im Kurs eingepreist, während die Unsicherheit über die nachfolgenden Daten bestehen bleibe.

Hinzu kommt eine Kapitalmaßnahme: Nach dem Kurssprung hat Moderna 2,6 Milliarden Dollar über die Ausgabe von Wandelanleihen eingesammelt. Die Anleihen sind zu 210,58 Dollar je Aktie wandelbar – eine mögliche Verwässerung, die den weiteren Aufwärtspotenzial begrenzen könnte.

Was die Charttechnik signalisiert

Aus charttechnischer Sicht bleibt die Lage angespannt. Die Aktie notiert mit 180,59 Dollar nur knapp unter dem wichtigen Widerstand bei 180 Dollar, den sie zuletzt mehrfach getestet hat. Gelingt der Ausbruch, rückt die Marke von 200 Dollar in den Fokus, die als nächste große Widerstandszone gilt. Allerdings hat sich der Relative-Stärke-Index bereits in überkaufte Gefilde vorgearbeitet – ein Warnsignal für kurzentschlossene Trader.

Für Anleger bedeutet das eine klassische Binärsituation: Ein überzeugender Datensatz mit robusten Hazard Ratios und einer haltbaren Überlebenskurve könnte den nächsten Schub auslösen. Enttäuschen die Details dagegen die hochgespannten Erwartungen, droht eine schnelle Korrektur. Eine schrittweise Positionseröffnung und diszipliniertes Risikomanagement erscheinen angesichts dieser Konstellation ratsam.

Moderna zwischen Rallye und Realität

Die Moderna-Aktie hat in den vergangenen Wochen immer wieder für Schlagzeilen gesorgt. Bereits Mitte September sorgte ein Kurssprung von 8,4 Prozent für Aufsehen, obwohl keine frischen Nachrichten vorlagen – ein Phänomen, das die aktuelle Erwartungshaltung am Markt unterstreicht. Ein Blick auf andere Branchen zeigt, wie unterschiedlich Übernahme-Fantasien wirken können: Während Moderna auf klinische Daten setzt, treibt bei Rocket Lab die geplante Iridium-Übernahme die Fantasie der Anleger an.

undoubtedly good
— Simon Baker, Rothschild & Co. Redburn
Fazit

Die Moderna-Aktie bleibt vor dem ESMO-Kongress am 24. Oktober ein hochspekulatives Investment, das die Hoffnung auf einen Durchbruch in der mRNA-Krebstherapie bepreist. Für Anleger bedeutet das erhebliches Chancenpotenzial, aber auch ein binäres Risiko, falls die Detaildaten hinter den Erwartungen zurückbleiben. Ob der Kurs die 200-Dollar-Marke knackt, entscheidet sich an einem einzigen Präsentationstag.

AutoZone Quartalszahlen mit +5.5% Umsatz-Boom: Anleger schockiert

Trotz vorsichtiger Prognosen überrascht AutoZone mit starken Quartalszahlen – doch wie nachhaltig ist dieser Erfolg in einem volatilen Marktumfeld?

Erwähnte Aktien
AZO
Aktuell 2.964,67$ +5,49% 22.09.26 18:46 Uhr MESZ
AutoZone, Inc.

AutoZone Quartalszahlen: Umsatz und Gewinn legen zu

Der Autoteile-Einzelhändler AutoZone hat am Dienstag seine Zahlen für das am 29. August 2026 abgeschlossene vierte Quartal vorgelegt. Der Nettoumsatz stieg um 5,6 Prozent auf 6,6 Milliarden Dollar, nach 6,24 Milliarden Dollar im Vorjahreszeitraum. Das Ergebnis je verwässerte Aktie kletterte um 15,1 Prozent auf 56,05 Dollar, nach 48,71 Dollar im Vorjahr. Der Nettogewinn erhöhte sich auf 931,6 Millionen Dollar. Der Betriebsgewinn legte um 10,1 Prozent auf 1,3 Milliarden Dollar zu. Die Bruttomarge verbesserte sich deutlich auf 53,3 Prozent, ein Plus von 182 Basispunkten. Getrieben wurde diese Entwicklung vor allem durch Zollrückerstattungen in Höhe von 96 Millionen Dollar sowie einen positiven LIFO-Effekt, der teilweise durch den höheren Anteil des margenschwächeren gewerblichen Geschäfts gedämpft wurde.

Wie entwickelt sich das Geschäft in den USA und international?

Die vergleichbaren Umsätze auf Gesamtunternehmensebene legten um 1,5 Prozent zu. Während das US-Ersatzteilgeschäft mit einem Plus von 1,6 Prozent solide blieb, verzeichnete das internationale Geschäft ein Wachstum von 1,3 Prozent auf konstanter Währungsbasis. Besonders erfreulich: Der gewerbliche Bereich in den USA wuchs um 8,6 Prozent und glich einen leichten Rückgang von 0,6 Prozent im Do-it-yourself-Segment aus. Konzernchef Phil Daniele betonte, dass sich die Verkäufe im Verlauf des Quartals zunehmend beschleunigt hätten. Nach einem schwierigen Start in den ersten acht Wochen mit durchschnittlich 1,4 Prozent vergleichbarem Wachstum zogen die Umsätze im August auf 2,1 Prozent an.

AutoZone Quartalszahlen Aktienchart - 252 Tage Kursverlauf - September 2026

Der Konzern baut sein Filialnetz weiter aus

Im abgelaufenen Quartal eröffnete AutoZone 175 neue Filialen, darunter 97 in den USA, 68 in Mexiko und 10 in Brasilien. Für das gesamte Geschäftsjahr summiert sich die Zahl der Neueröffnungen auf 374 Standorte – der höchste Jahreswert in der Unternehmensgeschichte. Zum Stichtag betreibt der Konzern 6.863 Filialen in den USA, 1.001 in Mexiko und 167 in Brasilien, insgesamt also 8.031 Standorte. Für das kommende Geschäftsjahr plant das Unternehmen rund 400 weitere Eröffnungen sowie mehr als 40 neue Mega-Hub-Standorte, die eine schnellere Teileversorgung sicherstellen sollen.

Was bedeutet das für die Aktionäre?

Auch beim Aktienrückkauf bleibt AutoZone aktiv: Im Quartal wurden 223.000 eigene Aktien zu einem Durchschnittspreis von 3.125 Dollar erworben, was einem Volumen von 697,5 Millionen Dollar entspricht. Über das gesamte Geschäftsjahr kaufte der Konzern 579.000 Aktien für rund 2,0 Milliarden Dollar zurück. Zum Jahresende verbleiben noch 1,6 Milliarden Dollar im laufenden Rückkaufprogramm. Der Aktienkurs reagierte deutlich positiv und legte um 5,49 Prozent auf 2.964,67 Dollar zu – ein starkes Signal für das Vertrauen der Anleger in die Unternehmensstrategie.

Der Ausblick bleibt vorsichtig

Für das Geschäftsjahr 2027 zeigt sich das Management verhalten optimistisch. Zwar erwartet der Konzern eine Beschleunigung der Verkäufe in allen drei Ländern, in denen er tätig ist, doch die Prognose für die vergleichbaren Umsätze im US-Geschäft liegt lediglich zwischen stagnierend und einem niedrigen einstelligen Wachstum. Die geplanten Investitionen in Höhe von 1,65 Milliarden Dollar sollen vor allem in den weiteren Ausbau des Filialnetzes und der Lieferketten fließen. Daniele hob hervor, dass das Unternehmen weiterhin Marktanteile gewinne und sich gut für das kommende Jahr positioniert sehe.

Gewinnwarnungen belasten die Autoindustrie

Während AutoZone mit soliden Zahlen überzeugt, steht die europäische Autoindustrie unter Druck: Die Volkswagen Gewinnwarnung wegen Porsche-Abschreibung und China-Schwäche zeigt, wie unterschiedlich die Lage in der Branche ist. Während der US-Ersatzteilhandel von stabiler Nachfrage profitiert, kämpfen die Fahrzeughersteller mit strukturellen Herausforderungen.

In spite of a difficult selling environment the first eight weeks of our quarter, we remained committed to executing on our strategies to grow both our domestic and international businesses. (Trotz eines schwierigen Verkaufsumfelds in den ersten acht Wochen unseres Quartals blieben wir der Umsetzung unserer Strategien verpflichtet, um sowohl unser Inlands- als auch unser internationales Geschäft auszubauen.)
— Phil Daniele, President and Chief Executive Officer von AutoZone
Fazit

AutoZone hat mit einem Umsatzplus von 5,6 Prozent und einem deutlich gestiegenen Gewinn je Aktie ein starkes viertes Quartal abgeliefert. Für Anleger ist vor allem die Kombination aus konsequenten Aktienrückkäufen, hoher Bruttomarge und internationalem Wachstum attraktiv. Ob die vergleichbaren Umsätze im kommenden Geschäftsjahr wie erhofft anziehen, wird sich in den nächsten Quartalszahlen zeigen.