Kann die neue, bullische Siemens Energy Analyse die Aktie trotz der jüngsten Rekordjagd noch weiter nach oben treiben?
Warum überzeugt die neue Siemens Energy Analyse?
In einer aktuellen Studie hat die Schweizer Großbank UBS das Kursziel für die Aktie von Siemens Energy (ENR) signifikant von 175 Euro auf 210 Euro angehoben und die Einstufung auf „Buy“ belassen. Der zuständige Analyst Christopher Leonard begründet diesen Schritt mit einer anhaltend starken Nachfrage im Bereich der Gasturbinen und der Netztechnik. In seiner detaillierten **Siemens Energy Analyse** weist der Experte darauf hin, dass die Auftragseingänge im margenstarken Gas-Geschäft im Geschäftsjahr 2026 ihren Höhepunkt noch lange nicht erreicht haben dürften. Vielmehr geht die UBS davon aus, dass der Konzern das Jahr 2026 mit einem beeindruckenden Auftragsbestand und hervorragend gesicherten Produktionsslots von rund 100 Gigawatt abschließen wird. Für das darauffolgende Jahr 2027 prognostiziert die Bank sogar Neuaufträge von mehr als 40 Gigawatt. Diese fundamentale Stärke führt dazu, dass die UBS ihre Schätzungen für das operative Ergebnis (EBITA) der Jahre 2026 bis 2029 um durchschnittlich elf Prozent nach oben korrigiert hat.
Wie läuft das operative Geschäft bei Siemens Energy?
Die positive Einschätzung der Analysten stützt sich auch auf die langfristigen Marktprognosen des Unternehmens selbst. Der Konzern hat seinen langfristigen Ausblick für den globalen Gasturbinenmarkt für den Zeitraum von 2025 bis 2035 um rund 20 Prozent auf durchschnittlich 110 bis 120 Gigawatt pro Jahr angehoben. Da das weltweite Angebot bis zum Jahr 2030 mit geschätzten 95 Gigawatt deutlich unter dieser Nachfrage liegen dürfte, verfügt Siemens Energy über eine hervorragende Preissetzungsmacht. Für das anstehende dritte Quartal rechnet die UBS mit Auftragseingängen, die rund zwei Prozent über dem Marktkonsens liegen. Besonders die beiden Kernsparten Gas Services und Grid dürften mit Zuwächsen von fünf beziehungsweise sieben Prozent über den Erwartungen positiv überraschen. Zudem besteht die berechtigte Hoffnung, dass die ehemals kriselnde Windkrafttochter Siemens Gamesa im laufenden Quartal endlich wieder die Gewinnschwelle erreicht. Trotz eines erwarteten jährlichen EBITA-Wachstums von 43 Prozent bis 2028 wird die Aktie derzeit noch mit einem Bewertungsabschlag von rund zehn Prozent gegenüber der Konkurrenz gehandelt, was zusätzlichen Spielraum für Kursgewinne bietet.
Was zeigt der Aktienrückkauf von Siemens Energy?
Neben den starken operativen Aussichten sorgt auch die finanzielle Disziplin des Managements für Vertrauen am Markt. Der Konzern hat eine neue Zwischenmeldung zum laufenden Aktienrückkaufprogramm veröffentlicht. Demnach wurden im Zeitraum vom 13. Juli bis einschließlich 19. Juli 2026 insgesamt 715.450 eigene Aktien über verschiedene Handelsplätze erworben. Seit dem Start des Programms am 4. Juni 2026 beläuft sich das Gesamtvolumen der zurückgekauften Papiere bereits auf über 3,93 Millionen Stück. Dieser kontinuierliche Rückkauf stützt den Aktienkurs in einem volatilen Marktumfeld nachhaltig und untermauert die solide Liquiditätssituation des Münchner Konzerns. Angesichts eines von der UBS erwarteten freien Cashflows von rund zwei Milliarden Euro im dritten Quartal – beziehungsweise 6,4 Milliarden Euro nach neun Monaten – könnte sich der finanzielle Spielraum für künftige Kapitalrückzahlungen an die Aktionäre sogar noch weiter vergrößern. Die Kombination aus operativer Stärke und aktionärsfreundlicher Kapitalallokation liefert somit eine hervorragende Basis für die langfristige Wertentwicklung.
Die Aufträge im Gas-Geschäft werden im Geschäftsjahr 2026 ihren Zenit noch nicht erreichen.— Christopher Leonard
Zusammenfassend zeigt die aktuelle **Siemens Energy Analyse**, dass der Energietechnikkonzern operativ voll auf Kurs ist und von den globalen, strukturellen Wachstumstrends im Energiesektor massiv profitiert. Für Anleger bietet die Kombination aus angehobenen Gewinnprognosen, einer starken Marktposition und dem laufenden Aktienrückkauf ein hochattraktives Chance-Risiko-Profil. Die kommenden Quartalszahlen werden zeigen, ob der Aufwärtstrend der Aktie in Richtung des neuen Kursziels von 210 Euro weiter an Dynamik gewinnt.